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Pharmaforschung

Die Pharmaforschung ist ein essenzieller Treiber für medizinischen Fortschritt und Innovation. Mit Milliardeninvestitionen und modernsten Technologien entstehen neue Therapien, die die Behandlung schwerer und seltener Krankheiten ermöglichen. Deutschland zählt zu den führenden Standorten der Pharmaforschung, unterstützt durch eine starke Infrastruktur und ein dichtes Netzwerk an Expertise.

So entsteht ein neues Medikament

Moderne Arzneimittel sind Hightech-Produkte. Und Hightech ist auch nötig, um sie zu erforschen und zu entwickeln: neueste Analyse- und Synthesetechnik, gentechnische Labors, Hochleistungs-Computer, Analyseroboter und vieles mehr. Pharmaforscher und ihre Mitarbeiter müssen hoch qualifiziert sein, um gestützt auf die neuesten biomedizinischen Ergebnisse Wege zu den Medikamenten von morgen zu ebnen.
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Porträtaufnahme eines seniorigen Paares (Mann und Frau)

Frauen, Männer und Medikamente

Medikamente, die für Männer und Frauen bestimmt sind, werden auch mit Patienten beiderlei Geschlechts erprobt. Das verlangen die Zulassungsbehörden und das deutsche Gesetz. Die Studienergebnisse für beide Geschlechter gehen auch in die frühe Nutzenbewertung ein.
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Älterer Mann mit Brille ließt Namen eines Medikamentes

Wie kommen Medikamente zu ihrem Namen?

Auf jeder Medikamentenpackung stehen sie: Der Name des Produkts und der Name des enthaltenen Wirkstoffs. An der Festlegung der Namen wirken außer dem Hersteller auch die WHO (beim Wirkstoffnamen) und die EMA oder eine andere Arzneimittelbehörde (beim Produktnamen) mit. Oberstes Ziel: Stimmigkeit und möglichst wenig Verwechslungsgefahren.
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Transport für Organtransplantation

Medizin-Nobelpreis: Erkenntnisse zur Immuntoleranz

Mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2025 werden die Forschenden Mary E. Brunkow, Fred Ramsdell und Shimon Sakaguchi für ihre Erkenntnisse zur Immuntoleranz ausgezeichnet.
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Arzt hilft einem Jungen mit Typ-1-Diabetes beim Anlegen der Insulinpumpe

Insulinmedikamente: Wie ein Hormon lernt, nur zu wirken, wenn es soll

Dass sie Insulin beständig von außen zuführen können, ermöglicht Menschen mit Typ-1-Diabetes ein leidlich normales Leben. Doch auch die modernsten Therapieformen haben ihre Grenzen. Deshalb arbeiten Pharmafirmen und Institute an Insulinmedikamenten, die selbst den Blutzucker „messen“ und ihre Wirksamkeit darauf abstimmen.
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Maghrepinische Säulenwolfsmilch

Trendwende in der Schmerzmittel-Entwicklung

Nicht allen Menschen mit Schmerzen kann heute schon überzeugend geholfen werden. Dringend benötigt werden unter anderem neue Medikamente gegen schwere Schmerzen, die kein Suchtrisiko bergen. Pharmaunternehmen arbeiten an daran. Einige berichten von positiven Studienergebnissen.
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Kleiderbügel auf dessen Metallbügel kleine Würfel mit Größen von XXS bis XXl angebracht sind. Der Bügel liegt auf blauem Jeansstoff.

Arzneimittelentwicklung gegen Adipositas

Adipositas hat epidemische Verbreitung erlangt. Sie ist mit erheblichen Belastungen für die Betroffenen verbunden, insbesondere aufgrund von Folgeerkrankungen. Medikamente können einen Beitrag dazu leisten, Adipositas zu überwinden oder zu reduzieren. Einige sind zugelassen, viele weitere werden entwickelt.
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Nahaufnahme der Hand einer älteren Person, die verblichene Bilder aus einer Fotoschachtel hält

Neue Alzheimer-Medikamente, zugelassen und in fortgeschrittener Entwicklung

Die Entwicklung neuer Alzheimer-Medikamente hat bei Pharmaunternehmen seit langem hohe Priorität. Zwei Medikamente wurden 2025 in der EU zugelassen; eins davon wird mittlerweile in Deutschland vermarktet. Ein weiteres Mittel ist im Zulassungsverfahren. Zahlreiche andere werden derzeit mit Patient:innen erprobt.
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Toter Kranich

Vogelgrippe H5N1: Aktuelle Maßnahmen zur Gefahrenabwehr

Vogelgrippeviren vom Subtyp H5N1 befallen vor allem Vögel, aber könnten irgendwann auch eine Pandemie unter Menschen auslösen. Doch sind Impfstoffe und Therapeutika gegen die Vogelgrippe zugelassen, weitere werden von Pharmaunternehmen entwickelt.
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Arzt im Gespräch mit einem bettlägrigen Patienten im Krankenhaus

Neue Krebs-Medikamente

Fast monatlich werden neue Krebsmedikamente eingeführt. Und zahlreiche Medikamente durchlaufen derzeit das Zulassungsverfahren in der EU. Hier ein Überblick.
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Zwei Männerhände halten vorsichtig das rote HIV/AIDS-Ribbon

Alle Chancen für Infizierte, und keine für HIV

HIV-positive Menschen haben in Deutschland mittlerweile fast die gleiche Lebenserwartung wie die übrige Bevölkerung. Die Pharmaforschung hat dazu wesentlich beigetragen.
Die Pharmaforschung zu HIV konzentriert sich heute auf die Weiterentwicklung der Therapie- und Vorbeugungsmöglichkeiten und auf Wege zu einer Heilung. Auch an Impfstoffen wir weiter gearbeitet.
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Stilisierte, pink und lila eimngefärbte 3D-Illustratiion von Lymphozyten, T-Zellen und Krebszellen

Immer besser behandelbar: seltene Autoimmunkrankheiten

Zu den Autoimmunkrankheiten zählen neben häufigeren Krankheiten wie rheumatoider Arthritis (RA) oder Psoriasis auch viele ausgesprochen seltene Erkrankungen. Forschende Pharma-Unternehmen wenden sich diesen verstärkt zu, um sie ebenso gut behandelbar zu machen, wie das bei Arthritis gelungen ist.
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Eine junge Frau bedient eine Schaltfläche eines PET-Scanners/MRT-Gerätes und fährt eine ältere Patientin deren Kopf auf einem Gestell gestützt ist in die Röhre.

Radiopharmaka bei schwerwiegenden Erkrankungen

Medikamente, die kurzlebige radioaktive Atome enthalten, lassen sich zur Diagnose und Therapie von Krankheiten nutzen. Sie werden Radiopharmaka genannt. Bislang sind nur wenige zugelassen, aber weitere werden entwickelt – unter anderem in Deutschland. Das geplante Medizinforschungsgesetz könnte das befördern.
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Männliche Winkerkrabbe. Das besondere: Sie hat einen sehr große und eine sehr kleine Schere.

Bispezifische Antikörper

Antikörper – große Proteine mit zwei Armen zum Anheften an Fremdmoleküle – haben sich als Ausgangsbasis für äußerst vielfältige Weiterentwicklungen erwiesen. Bispezifische Antikörper binden, anders als ihre natürlichen Vorbilder an zwei verschiedene Moleküle.
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Nervenzellen Multiple Sklerose

Multiple Sklerose: Neue Behandlungsmöglichkeiten

Die heutigen Medikamente zur Dauerbehandlung der Multiplen Sklerose (MS) können bei vielen Patienten einen Teil der Krankheitsschübe verhindern und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen – allerdings nicht bei allen. Pharma-Unternehmen entwickeln deshalb neue Medikamente, die noch zuverlässiger und bei noch mehr Verlaufsformen von MS wirksam sein sollen.
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Von unten wird die Tropfkammer eines Anschlusssets einer Infusion gezeigt. Ein Mitarbeitender des Krankenhauses stellt die Schnelligkeit ein. Die Person trägt blaue Handschuhe.

Medikamente gegen seltene Erkrankungen

Rund ein Drittel der Medikamente, die jährlich neu auf den Markt kommen, sind sogenannte Orphan Drugs. Die Unternehmen entsprechen damit den Forderungen von Patient:innen und Selbsthilfegruppen, der Ärzteschaft und der Politik nach verstärktem Engagement gegen seltene Erkrankungen.
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Zwei Roboterarme

CRISPR-basierte Gentherapien

Erstmals wurde in der EU eine Gentherapie auf Basis der CRISPR/Cas-Technologie zugelassen. Weitere solche „CRISPR-Therapien“ befinden sich in unterschiedlichen Phasen der klinischen oder vorklinischen Erprobung. Diese Therapien sollen im Vergleich zu bisherigen Gentherapien wesentlich zielgenauer ins Erbgut eingreifen.
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Ein Foto zeigt die Penicillium-Züchtung in einer Petrischale.

Neue Antibiotika und Impfstoffe gegen Bakterien in Entwicklung

Gegen bakterielle Infektionen sind derzeit einige neue Antibiotika und Schutzimpfungen in Entwicklung. Doch es müssten mehr sein. Hier ein Pipeline-Überblick.
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Nahaufnahme eiens Teströhrchens einer Blutentnahme zur Diagnose von Hepatitis-C

Ausheilung von Hepatitis C – noch zuverlässiger und weniger belastend

Hepatitis C kann über Jahre zur Zerstörung der Leber führen. Bis vor wenigen Jahren konnte nur einem Teil der Erkrankten geholfen werden. Inzwischen haben Pharmaforscher aber neue Medikamente entwickelt, mit denen voraussichtlich fast alle Patienten geheilt werden können.
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Spezielle Zulassungswege in dringlichen Fällen haben sich bewährt

In bestimmten Fällen lässt die EU ein neues Medikament schon vor Abschluss des regulären Studienprogramms zu, mit einer Zulassung mit Auflagen (Conditional Approval). Beauflagt werden weitere Studien und andere Untersuchungen, deren Ergebnisse binnen festgesetzter Fristen nachzuliefern sind.
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Arzt mit grauem Bart und Stethoskop sitzt an einem Schreibtisch und spricht mit einem nur von hinten zu sehenden Patienten.

Bereitstellung von Studiendaten

Die Pharmaverbände von Europa und der USA wie auch die europäische Arzneimittelbehörde EMA haben mit neuen Policies und Grundsätzen darauf hingearbeitet, dass detaillierte Studienauswertungen und auch die anoymisierte Studienrohdaten für Zweitauswertungen verfügbar werden.
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Ein junger Mann mit ausgestreckter offener Hand, auf deren Innenfläche ein Red Ribbon aufgemalt ist

Individual-Kombis: In der HIV-Therapie ein Muss

Die Erfolge der AIDS-Therapie stellt behandelnde Ärzte vor neue Herausforderungen: die Adaption der Therapie bei vermehrt auftretenden typischen Alterskrankheiten. Das erfordert weitere Innovationen.
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Ein asiatischer Junge trägt Mundschutz und schaut aus dem Fenster eines Hochhauses

Neue Medikamente gegen Tuberkulose

Zwar konnten Pharma-Unternehmen in den letzten Jahren mehrere neue TB-Medikamente herausbringen, doch weitere werden dringend gebraucht – nicht zuletzt wegen zunehmenden Resistenzen gegen ältere Medikamente. Organisationen und Pharma-Unternehmen arbeiten daran, meist in Product-Development-Partnerships.
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Neue Medikamente gegen Malaria, Tuberkulose, Ebola und vernachlässigte Tropenkrankheiten

Pharma-Unternehmen entwickeln Medikamente gegen Malaria, Tuberkulose, Ebola und armutsassoziierte vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs) meist im Rahmen von Kooperationen und Product Development Partnerships.
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Adaptive Pathways sind ein zusätzlicher Entwicklungsweg für Medikamente.

Adaptive Pathways – neue Wege zum zugelassenen Medikament

Mit den Adaptive Pathways kombiniert die europäische Arzneimittelbehörde EMA etablierte Zulassungsmechanismen zu einem Entwicklungsweg für Medikamente, um z.B. wissenschaftliche Beratungen effektiver einsetzen zu können. Wichtigstes Ziel: Schwer kranke und bislang schlecht therapierbare Patienten sollen schneller Zugang zu neuen Medikamenten bekommen, die ihnen helfen können.
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