Mit einer verschärften Preis-Mengen-Regelung wird eine zusätzliche, nachge-lagerte Preisbildungslogik in das AMNOG eingeführt. Der nutzenbasiert ver-handelte Erstattungsbetrag wird damit nachträglich entwertet und das Prinzip der nutzenbasierten Preisbildung ausgehöhlt. Der vfa fordert, am Verhand-lungsprinzip des AMNOG festzuhalten und kürzlich eingeführte weitreichende gesetzliche Vorgaben zu streichen.
Mit den neuen Rabattverträgen für patentgeschützte Arzneimittel wird ein tiefgreifender Systemeingriff in die Versorgung mit patentgeschützten Arzneimitteln in Deutschland vorgenommen. Unter dem Deckmantel der „Förderung des Wettbewerbs“ wird ein Instrument geschaffen, das zu einer kassengetriebenen Verordnungssteuerung allein nach Preisgesichtspunkten führt und den Zugang zu Innovationen einschränkt. Der vfa lehnt diesen Richtungswechsel ab und fordert einen Ordnungsrahmen, der eine hochwertige Patientenversorgung in den Mittelpunkt stellt.
Herz-Kreislauferkrankungen sind weiterhin die Haupttodesursache in der gesamten EU wie auch in Deutschland. Die europäische Kommission hat deshalb im Dezember 2025 den „EU Safe Hearts Plan“ veröffentlicht. Sie will damit die Mitgliedsstaaten unterstützen, die Ursachen von Herz-Kreislauferkrankungen zu bekämpfen, die Diagnostik zu verbessern und die frühzeitige Behandlung zu gewährleisten. Für Deutschland ist das eine Chance das Präventionsgesetz mit den vorgeschlagenen Maßnahmen zu reformieren und die Herzgesundheit in Deutschland zu verbessern.
Das deutsche Gesundheitssystem muss effizienter werden. Eine alternde Bevölkerung und die damit einhergehende steigende Last durch Volkskrankheiten stellen es – auch finanziell – vor große Herausforderungen. Gleichzeitig nehmen präventive Maßnahmen immer noch einen zu geringen Stellenwert ein. Diese ungenutzten Potenziale gilt es zu heben, um die individuelle Gesundheit zu fördern, das Gesundheitswesen zu entlasten und die Arbeitskraft einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung zu stärken.
Arzneimittel für neuartige Therapien (Advanced Therapy Medicinal Products, ATMP) wie Gen- und Zelltherapien eröffnen Menschen mit schweren, oft seltenen Erkrankungen neue Behandlungsoptionen, teilweise mit Aussicht auf langfristige Krankheitskontrolle oder Heilung. Ein ATMP-Register muss lernende Infrastruktur für Evidenzgenerierung sein: praxistauglich, qualitätsgesichert und interoperabel – ohne zusätzliche Bürokratie zu schaffen.
Die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) hat das Ziel, Neben- und Wechselwirkungen zu reduzieren und Behandlungen sicherer zu machen. Mit der elektronischen Patientenakte (ePA) entsteht erstmals die Chance, Medikationsdaten, Diagnosen und weitere Gesundheitsinformationen zusammenzuführen und KI-gestützt auszuwerten.
PFAS spielen bei Arzneimitteln eine große Rolle: Als Wirk- oder Hilfsstoffe, bei der Verpackung und ganz besonders bei hunderten von Einzelkomponenten in der Anlagentechnik der Herstellbetriebe. Ein vollständiges Verbot der gesamten Substanzgruppe der PFAS würde weitreichende negative Konsequenzen für die Herstellung von Arzneimitteln und damit auch direkt auf die Gesundheitsversorgung haben.
Research-based pharma will implement innovative ideas to booster the full potential of the circular economy act for its sector. But this will require policies which enable an attractive market for circular products in the EU.
Ein Jahr Beratungen und Umsetzungsversuche haben gezeigt: Der „Kombinationsabschlag“ des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes lässt sich nicht zielgenau und aufwandsarm umsetzen. Daher ist neu zu überlegen, ob ein zusätzlicher Abschlag überhaupt der richtige Regelungsansatz ist. Schließlich kann der kombinierte Einsatz von Arzneimitteln im Rahmen der AMNOG-Preisverhandlung umfassend und bürokratiearm berücksichtigt werden.