Gerade bei der hochkomplexen Produktion von Biopharmazeutika kann Deutschland seine Stärken ausspielen. Bei der Zahl der produzierten Wirkstoffe liegt Deutschland europaweit an der Spitze und weltweit auf Platz 2. Diese gute Position sollte nicht durch kurzfristige Sparmaßnahmen gefährdet werden, wie sie für Biosimilars mit der automatischen Substitution in der Apotheke ab 2022 geplant sind.
Für die Aufklärung von Krankheitsprozessen, die Entwicklung neuer Therapieansätze und die Prüfung neuer Arzneimittel sind Tierversuche derzeit unverzichtbar. Für den Einsatz von Tieren in der Forschung sind aus gesetzlichen, moralischen und ethischen Gründen höchste Standards einzuhalten.
Die Mitgliedsunternehmen des vfa leisten Beiträge für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen und Tieren, indem sie neue Therapien gegen Erkrankungen bei Menschen und Tieren erforschen und entwickeln. Für diese Forschung sind Tierversuche immer noch unerlässlich. Die Prinzipien zur Reduzierung, Verbesserung und zum Ersatz von Tierstudien werden von den vfa-Mitgliedsunternehmen dabei konsequent angewendet und durch eigene Forschungsanstrengungen zur Entwicklung von tierfreien Versuchsmethoden aktiv vorangetrieben.
Der Wettbewerb unter Biopharmazeutika (Originalen und Biosimilars) ist in vollem Gang und braucht keine weiteren politischen Interventionen. Vor allem darf die zentrale Rolle des Arztes bei der Verordnung des für den jeweiligen Patienten geeigneten Biopharmazeutikums nicht in Frage gestellt werden. Einen Mechanismus zur automatischen Wahl des Biopharmazeutikums in der Apotheke statt beim Arzt darf es nicht geben. Dafür treten die Pharma-Verbände BAH, BPI, Pro Biosimilars und vfa bio ein.