Depression ist eine häufige und schwere Krankheit. Rund vier Millionen Menschen in Deutschland leiden daran. Die schwere Depression gehört in dieser Form auch zu den Krankheiten mit der höchsten Sterblichkeit, denn viele Betroffene töten sich in Verzweiflung selbst.

Schwere Depression: Eine Krankheit mit guten Heilungschancen (© picture-alliance)

Eine schwere Depression ist nicht zu verwechseln mit den vorübergehenden depressiven Verstimmungen, die Teil des normalen menschlichen Lebens sind. Anders als diese dauern Depressionen unbehandelt an und greifen tief in die Persönlichkeit der Betroffenen ein.

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Depression in Verbindung mit Antidepressiva gut behandelbar

Erfreulicherweise zählt eine schwere Depression aber zu den Krankheiten mit sehr guten Heilungschancen. Heute können über 80 Prozent aller Patienten ihre schwere Depression erfolgreich behandeln lassen, wozu auch nur noch in den seltensten Fällen ein Klinikaufenthalt nötig ist. Sinnvoll ist meist eine Kombination von psychotherapeutischen Maßnahmen und Medikamenten, sogenannten Antidepressiva. Diese machen nicht abhängig, wirken auch nicht euphorisierend, aber helfen, aus dem „dunklen Keller“ wieder herauszukommen.

Es gibt viele verschiedene Antidepressiva; und das ist gut so. Denn es gibt Arzt und Patient die Möglichkeit, unter diesen ein Präparat zu finden, das im konkreten Einzelfall die beste Wirkung gegen schwere Depression bei den geringsten Nebenwirkungen zeigt.

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Wenn die Patienten ihre Medikamente auch nach dem Verschwinden der Krankheitszeichen noch für ein halbes Jahr einnehmen, sinkt die Gefahr eines Rückfalls in die schwere Depression erheblich. Immerhin die Hälfte aller Betroffenen kann nach solch einer Behandlung als dauerhaft geheilt gelten und muss keine weiteren Medikamente einnehmen – ein Ergebnis, wie es trotz aller medizinischen Fortschritte bei kaum einer anderen chronischen Krankheit erzielt wird.

Leider können Antidepressiva noch nicht allen Depressions-Kranken helfen. Aber die Pharmaforschung arbeitet daran, auch für diese wirksame und verträgliche Medikamente zu entwickeln.