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vfa-Faktencheck zum “AMNOG-Kurzreport 2026“ der DAK-Gesundheit

Die DAK-Gesundheit hat am 18. Februar 2026 unter Autorenschaft von Vandage GmbH den AMNOG-Kurzreport 2026 veröffentlicht. Der vfa hat sich mit den wesentlichen Aussagen des diesjährigen Reports auseinandergesetzt und diese einem Faktencheck unterzogen.

Ein Foto zeigt eine elegant gekleidete Büroarbeiterin, die mit aufgestütztem Kinn auf einen Bildsachirm blickt.

Hintergrund:

Die DAK-Gesundheit diskutiert vor dem Hintergrund der Finanzlage der GKV unterschiedliche Handlungsoptionen im Markt patentgeschützter Arzneimittel.

Aussage 1:

Die DAK-Gesundheit führt kritisch an, dass sich die Arzneimittelpreisregulierung bisher fast ausschließlich auf den Zeitpunkt des Markteintritts beschränke und schlägt daher tiefgreifende Maßnahmen zur Nachsteuerung beim Erstattungsbetrag vor – beispielsweise durch regelmäßige Re-Evaluationen oder einen befristeten „Innovationsaufschlag“.

Aussage 2:

Die DAK-Gesundheit fordert eine gesetzliche Verschärfung der Preis-Menge-Regelung, da die aktuelle Ausgestaltung angeblich kaum zu Einsparungen führe.

Aussage 3:

Wiederholt greift die DAK in die “Mottenkiste” und empfiehlt abermals die Höhe des Herstellerabschlags als umsatzabhängigen Zwangsrabatt anzupassen.

Aussage 4:

Die DAK schlägt vor, Festbetragsgruppen künftig auch ausschließlich für patentgeschützte Arzneimittel zuzulassen. Dadurch würde neben der nutzenbasierten Erstattungsbetragsverhandlung eine klassenweite Preisobergrenze etabliert.

Aussage 5:

Die DAK empfiehlt, Gesundheitspolitik und Industriepolitik klar voneinander zu trennen. Laut Kassenreport sei kein “eindeutiger, standortpolitischer Zusammenhang” zwischen der Schärfe der Preisregulierung und der Investitionsintensität nachzuweisen.