03.11.2025 Der Arzneimittelmarkt in Zahlen
Ausgewählte Schaubilder der folgenden Sammlung finden Sie auch in unserem PDF-Kurzreport "Arzneimittelmarkt in 10 Zahlen" zum Download.
Facts & Figures
Gesundheitsausgaben insgesamt und für Arzneimittel
Der Anteil der Arzneimittelausgaben an den gesamten Gesundheitsausgaben in Deutschland beträgt seit Jahren 15 Prozent. Fast dreiviertel dieser Ausgaben werden von der Gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt.
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Herstelleranteil bei Arzneimitteln bei 12 Prozent
Arzneimittel rangieren bei den GKV-Leistungsausgaben im ersten Halbjahr 2025 auf dem zweiten Platz. Der Anteil der pharmazeutischen Industrie an den GKV-Leistungsausgaben beträgt tatsächlich jedoch nur 12 Prozent und damit ein Volumen von rund 19 Mrd. Euro. Das andere Drittel der Arzneimittelausgaben wird durch Mehrwertsteuer und die Handelsstufen generiert.
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Herstelleranteil bei Arzneimitteln langfristig stabil
Der Blick auf die letzten Jahre zeigt, dass der Herstelleranteil auch in der Langfristperspektive weitestgehend konstant geblieben ist. Trotz enormer Innovationsschübe, insbesondere in den Jahren 2021 und 2022, blieb der Herstelleranteil auf dem Niveau von rund 12 Prozent.
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Aktuelle Entwicklung der Arzneimittelausgaben
Die Arzneimittelversorgung ist ein Leistungsbereich, der sich im Vergleich zu den Leistungsausgaben insgesamt im ersten Halbjahr diesen Jahres mit 6 Prozent unterdurchschnittlich entwickelt.
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Arzneimittelausgaben seit Jahren unterdurchschnittlich
Die langfristige Entwicklung der GKV-Arzneimittelausgaben zeigt, dass sich diese seit Jahren unterdurchschnittlich gegenüber den Leistungsausgaben entwickeln.
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Ausgabenanteil patentgeschützter Arzneimittel konstant unter 50 Prozent
Die Unterscheidung des GKV-Arzneimittelmarktes nach Marktsegmenten zeigt, dass der Anteil von patentgeschützten Arzneimitteln konstant ist und sich seit Jahren unter der 50 Prozent-Marke bewegt. Obwohl in den Jahren 2021 und 2022 besonders viele neue patentgeschützte Arzneimittel in den Markt gekommen sind, sind die Schwankungen nur gering.
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ATMP-Ausgabenanteil gering
Deutschland zeichnet sich durch eine hohe Verfügbarkeit hinsichtlich der zugelassenen ATMP aus. Die tatsächliche Anwendung im Versorgungsalltag ist jedoch zurückhaltend. Das zeigt sich auch an dem Ausgabenanteil, denn ATMP belasten das GKV-System nicht unverhältnismäßig. Im Jahr 2024 machten sie nur 0,7 Prozent der Arzneimittelausgaben sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich aus.
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GKV-Umsätze mit Orphan Drugs
Der GKV-Umsatz mit Orphan Drugs blieb trotz wachsender Zahl an verfügbaren Therapien über Jahre konstant. Der jüngste Anstieg ist auf die Rückführung des Herstellerabschlags zurückzuführen.
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Arzneimittelpreise sinken
Seit Einführung des AMNOG ist das Preisniveau bei den nicht festbetragsgebundenen bzw. den patentgeschützten Arzneimitteln um 11 Prozent zurückgegangen. Das Preisniveau im privaten Konsum ist in den letzten Jahren hingegen stetig angestiegen. Durch die Folgen der Corona-Pandemie, den Krieg in der Ukraine und die allgemein schwache Wirtschaftslage in Deutschland sind hier insbesondere die Jahre seit 2020 durch außergewöhnlich hohe Preissteigerungen gekennzeichnet.
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Verbrauch beeinflusst den Markt maßgeblich
Der Verbrauch von Arzneimitteln ist der maßgebliche Einflussfaktor, der die Ausgabenentwicklung im GKV-Arzneimittelmarkt prägt. Der Mehrverbrauch ist eine Folge der alternden Gesellschaft.
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Der Preis wirkt absenkend auf den GKV-Umsatz
Mit -1,1 Prozent beeinflusst der Preis im ersten Halbjahr 2025 die Umsatzentwicklung im GKV-Arzneimittelmarkt. Die wesentliche Ursache der gesamten Umsatzänderung in Höhe von 4,7 Prozent sind strukturelle Einflüsse (Verschiebung innerhalb von Präparaten durch Packungsgröße, Dosis/Stärke und Darreichungsform und Effekte zwischen Präparaten bspw. durch Segmente und Indikationsgruppen untereinander).
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AMNOG-Einsparungen erhöhen sich weiter
Die durch das AMNOG realisierten Einsparungen erhöhen sich immer weiter. Für 2025 werden Entlastungen in Höhe von rund 12 Mrd. Euro erwartet.
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Pharma leistet hohen Sparbeitrag
Im Arzneimittelmarkt wirken viele verschiedene Kostendämpfungsinstrumente. In diesem Jahr werden dadurch Einsparungen für die GKV von rund 29 Mrd. Euro erwartet.
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Patentabläufe 2025 bis 2029
In dieser Legislatur sind mehr als zwanzig Patentausläufe mit relevantem Umsatzvolumen zu erwarten. Vor allem in den Therapiegebieten Herz-Kreislauf und Stoffwechselerkrankungen laufen die Schutzfristen von bedeutenden, häufig eingesetzten Wirkstoffen ab. Hinzu kommt ein freiwerdendes Ausgabenvolumen für den generischen Wettbewerb in der Onkologie, bei Muskel-Skelett-, Atemwegs- und Augenerkrankungen.
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Absteigendes Preisniveau auch im europäischen Vergleich
In Deutschland zeigt sich über die letzten fünf Jahre, dass die Arzneimittelpreise im Patentmarkt um 6,7 Prozent gesunken sind. Unter den sogenannten BIG-4 der EU, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, zeigt Deutschland den stärksten Preisrückgang bei den patentgeschützten Arzneimitteln.
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Preise von verbrauchsstarken Therapiegebieten sinken
Das in den letzten Jahren verbrauchsstärkste Therapiegebiet „Antineoplastische Mittel“ (Arzneimittel gegen bösartige Neubildungen) verzeichnen negative durchschnittliche Preisänderungen in Deutschland: -12,7 Prozent bei patentgeschützten antineoplastischen Mitteln - der größte Rückgang im EU-4 Vergleich.
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Preise von verbrauchsstarken Therapiegebieten sinken
Dasselbe gilt für die ebenfalls verbrauchsstarken „Immunsuppressiva“ (Arzneimittel, welche die Funktionen des Immunsystems unterdrücken). Sie belegen mit einem Preisrückgang von -5,7 Prozent in Deutschland den zweiten Rang; nur in Frankreich sind die Preise etwas stärker gesunken.
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