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Warum das AMNOG jetzt neu ausgerichtet werden muss

Das AMNOG war lange ein zentraler Grund dafür, dass Patient:innen in Deutschland früh Zugang zu neuen Arzneimitteln erhalten haben. Es verband schnelle Verfügbarkeit mit einer nutzenbasierten Preisbildung im Zuge einer Verhandlungslösung zwischen Kostenträgern und pharmazeutischen Unternehmen. Damit schuf es einen international anerkannten Ordnungsrahmen, der Versorgung, Finanzierbarkeit und Innovationsanreize miteinander in Einklang bringen sollte. Durch globale Herausforderungen sowie systemfremde Eingriffe durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) gerät dieser Ordnungsrahmen zunehmend unter Druck.

Drei Reformfelder für ein AMNOG im globalen Wettbewerb

Eine Grafik zeigt das Wort Handlungsfeld, darunter die Ziffer 1, in weißer Schrift auf blauem Grund.

US-Preispolitik: AMNOG für innovative Arzneimittel weiterentwickeln

Die US-Preispolitik verändert die internationalen Rahmenbedingungen für die Preisbildung innovativer Arzneimittel. Da deutsche Erstattungspreise über internationale Preisreferenzierung auf andere Märkte wirken können, entstehen neue Risiken für Markteinführungen in Deutschland. Um den schnellen Zugang zu Innovationen zu sichern, muss das AMNOG aus Sicht des vfa als Versorgungs- und Standortfaktor weiterentwickelt werden.

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Eine Grafik zeigt das Wort Handlungsfeld, darunter die Ziffer 2, in weißer Schrift auf blauem Grund.

Rückkehr zum nutzen- und evidenzbasierten AMNOG

Das AMNOG folgt dem Grundprinzip einer nutzenbasierten Preisbildung: Der G-BA bewertet den Zusatznutzen eines neuen Arzneimittels. Auf dieser Grundlage verhandeln pharmazeutischer Unternehmer und GKV-Spitzenverband den Erstattungsbetrag. Jüngste gesetzgeberische Eingriffe haben dieses Prinzip geschwächt. Für einen schnellen Zugang zu Innovationen und einen starken Pharmastandort braucht es verlässliche und innovationsfördernde Rahmenbedingungen.

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AMNOG zukunftsfähig weiterentwickeln

Neue europäische Bewertungsprozesse und der medizinische Fortschritt stellen das AMNOG vor zusätzliche Anforderungen. Diese müssen aufgegriffen werden, damit die Nutzenbewertung verlässlich, anschlussfähig und innovationsoffen bleibt. Notwendig sind insbesondere die Anerkennung besonderer Therapiesituationen, eine bessere Verzahnung mit dem europäischen HTA-Prozess, mehr Verlässlichkeit bei der zweckmäßigen Vergleichstherapie, die Berücksichtigung eines relevanten Versorgungsbedarfs und Optionen für innovative Erstattungsmodelle.

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Das komplette AMNOG-Konzept des vfa als PDF-Broschüre (deutsch und englisch)

"Arzneimittelversorgung sichern!"

Warum das AMNOG jetzt neu ausgerichtet werden muss - Drei Reformfelder für ein AMNOG im globalen Wettbewerb: Den Risiken der US-Preispolitik für die Versorgung aktiv begegnen, Rückkehr zum nutzen- und evidenzbasierten AMNOG, das AMNOG zukunftsfähig weiterentwickeln

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"Securing Access to Medicines!"

Why the AMNOG needs to be realigned now — Three areas of reform for an AMNOG competitive in the global market: Actively addressing the risks posed by U.S. pricing policies to healthcare access, Returning to a benefit- and evidence-based AMNOG, Further developing the AMNOG to ensure its future viability

DOWNLOAD (PDF, 929 KB)