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Impfstoffe zum Schutz vor Covid-19, der neuen Coronavirus-Infektion

Covid-19, die neue durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegsinfektion, verbreitet sich international. Unternehmen und Forschungsinstitute entwickeln jedoch Schutzimpfungen dagegen. Auch auf andere Weise helfen Unternehmen gegen die Epidemie.

Ein asiatischer Junge mit Mundschutz schaut aus dem Fesnter eines Hochhauses

Technologien

Dank neuer Technologien hoffen die Forschungsteams, schon binnen Monaten Impfstoff-Prototypen soweit entwickelt zu haben, dass sie mit Tieren und später auch Menschen erprobt werden können. Die Impfstoffe von CureVac, Moderna und Inovio/Wistar Institute sollen beispielsweise wirken, indem die in ihnen enthaltene mRNA bzw. DNA im Körper die Bildung von (ungefährlichen) Virusproteinen hervorruft; diese lösen dann als Antigene wie bei einem konventionellen Impfstoff den Aufbau des Immunschutzes aus. Solche RNA- und DNA-basierten Impfstoffe haben den Vorteil, dass von ihnen sehr schnell viele Injektionsdosen produziert werden können. Allerdings ist bislang noch kein solcher Impfstoff auf dem Markt.

Die Forschungsgruppen, die auf Impfstoffe mit Virusproteinen hinarbeiten (wie die an der University of Queensland oder bei Johnson & Johnson), können hingegen auf viele zugelassene Impfstoffe dieses Typs verweisen. Aber die schnelle Produktion von ausreichenden Mengen ist bei diesen Impfstoffen voraussichtlich schwieriger.

Impfstoffe gegen andere Coronaviren

Auch wenn Sars-CoV-2 zuvor nicht als Erreger von Infektionen beim Menschen in Erscheinung getreten ist, haben Impfstoff-Entwickler doch bereits Erfahrung mit anderen Erregern aus der Familie Coronaviren. So zählte auch das von Ende 2002 bis Sommer 2003 aufgetretene SARS-Virus zu den Corona-Viren. Seinerzeit wurden gleich 22 Projekte dagegen aufgelegt, die allerdings – weil das Virus wieder verschwand – nicht zu Ende entwickelt werden konnten. Doch lieferten einige Projekte gute Zwischenergebnisse.

Zu den Corona-Viren gehört auch das MERS-Virus, das 2012 von Kamelen auf den Menschen übersprang und seither immer wieder schwere Atemwegsinfektionen verursacht (genannt "Middle East Respiratory Syndrome"). Seit einigen Jahren arbeiten mindestens vier Unternehmen und Forschungsgruppen an Impfstoffen gegen das Virus; und auch hierbei werden einige von CEPI unterstützt. Einen dieser Impfstoffe entwickelt das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) mit mehreren Partnern, darunter dem Unternehmen IDT Biologica.

Weitere Hilfe gegen die Epidemie

Impfstoffentwicklung ist nicht der einzige Beitrag forschender Pharma- und Biotech-Unternehmen gegen die Epidemie und die davon Betroffenen. So unterstützt Bayer das chinesische Rote Kreuz finanziell bei Maßnahmen zur Prävention, Diagnose, Behandlung und Eindämmung der Erkrankung. Darüber hinaus spendet es Medikamenten wie Antibiotika, Schmerz- und Kontrastmittel.

Johnson & Johnson (in Deutschland: Janssen) stellt eins seiner HIV-Medikamente dafür zur Verfügung, dass seine Eignung gegen die Erkrankung in China erprobt wird. Gilead Sciences prüft, ob eine noch in Erprobung befindliche Behandlung gegen Ebola auch gegen Sars-CoV-2 einsetzbar sein könnte.

Roche versorgt China kostenfrei mit seinen Geräten für den Corona-Schnelltest, neben medizinischer und finanzieller Hilfe für die chinesische Hubei-Region.