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Impfstoffe zum Schutz vor der Coronavirus-Infektion Covid-19

An Covid-19, der durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursachten Krankheit, leiden Menschen in der ganzen Welt. Unternehmen und Forschungsinstitute entwickeln jedoch Schutzimpfungen. In der EU sind mittlerweile drei Impfstoffe zugelassen, einer im Zulassungsverfahren, und für zwei weitere wurde schon ein Teil der Zulassungsunterlagen eingereicht.

Impfaktion in Deutschland

In Deutschland wie in den meisten EU-Ländern wird ausschließlich mit Covid-19-Impfstoffen geimpft, die über die EMA eine EU-Zulassung erhalten haben. Über die eingetroffenen Impfstofflieferungen und den Stand des Impfens in Deutschland informiert die Bundesregierung auf ihrem Impfdashboard.

Entwicklungsprojekte für Covid-19-Impfstoffe

Gegen Covid-19 sind seit Januar 2020 mindestens 272 Impfstoffprojekte angelaufen: Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt derzeit 261 (Aufstellung vom 05.03.2021). Dazu kommen noch mindestens elf weitere Projekte, die sie noch nicht verzeichnet. Es sind Projekte der folgenden Unternehmen und Institute:

Stand der Impfstoffentwicklung

Impfstoffe gegen Covid-19 – Der weltweite Entwicklungsstand in Zahlen:


Impfstoffe gegen Covid-19, EU-zugelassen, im Zulassungsverfahren oder in der letzten Entwicklungsphase

Unternehmen / ForschungsinstitutImpfstoffImpfstofftypErprobung mit FreiwilligenProduktionQuellen
BioNTech / Pfizer // BioNTech / Fosun PharmaBNT162b2mRNA-basierter ImpfstoffZulassung in der EU am 21.12.2020. Notfallzulassungen in UK (02.12.2020), USA (11.12.2020) und anderen Ländern. Phase III-Studie seit 27.07.2020 in den USA, Brasilien, Argentinien, Deutschland, Türkei und Südafrika; Ergebnis: 95 % Wirksamkeit beim Verhindern der Erkrankung, auch bei Senioren. Zudem Phase I-Studie mit Fosun Pharma in China. Der EU-Zulassung ging "Rolling Review" voraus.in Mainz / Marburg / Puurs (Belgien) / Kalamazoo (Michigan, USA) / Andover (Massachusetts, USA) / Chesterfield (Missouri, USA), zudem Fertigungsschritte bei Rentschler Biopharma (Deutschland), Polymun (Österreich), Dermapharm (Deutschland), Acuitas Therapeutics (Kanada), Delpharm (Frankreich); Abfüllung bei Siegfried (Hameln, Deutschland); sterile Fertigungsdienstleistungen bei Baxter BioPharma Solutions in Halle (Westfalen, Deutschland)The Wall Street Journal Eintrag EU Clinical Trials Register, Pr.mitt. Pfizer, Crain's Detroit Business, Pr.mitt. BioNTech, Mitteldeutsche Zeitung, Wiener Zeitung, Pr.mitt. BioNTech/Pfizer, Pr.mitt. BioNTech, DGAP, Pr.mitt. Rentschler Biopharma, Pr.mitt. BioNTech/Pfizer; Pr.mitt. BioNTech/Pfizer, Pr.mitt. Pfizer/BioNTech, tagesschau.de, Pr.mitt. BioNTech/Pfizer; Pr.mitt. BioNTech/Pfizer, EMA, Pr.mitt. BioNTech, Pr.mitt. BioNTech, LCI
Moderna (USA)mRNA-1273mRNA-basierter ImpfstoffZulassung in der EU am 06.01.2021. Zulassung auch in den USA und weiteren Ländern. Phase-III-Studie ergab Wirksamkeit von 94,1 % bzgl. Verhinderung einer Covid-19-Erkrankung und 100 % bzgl. Verhinderung einer schweren Covid-19-Erkrankung. Teile des Zulassungsantrags hatten die Unternehmen für "Rolling Review" schon vorab bei EMA eingereicht.in eigenem Werk in den USA; durch Lonza (in Portsmouth, New Hampshire [USA], und künftig in Visp [Schweiz]); Formulierung bei Recipharm (Frankreich); Abfüllung bei Recipharm (Frankreich), Catalent (USA) und Rovi (Spanien); Zulieferung von Lipiden von Corden Pharma (Werke in Schweiz, Frankreich, USA); Vertriebspartner in Japan: TakedaABC News, Bloomberg, Forbes, Reuters, Pr.mitt. Moderna, Pr.mitt. Moderna, Fierce Pharma, FoxSanAntonio, Der Aktionär, Pr.mitt. Moderna, Pr.mitt. Moderna, BBC News, Pr.mitt. EMA, Pr.mitt. Moderna, tagesschau.de, EMA, Reuters
AstraZeneca Life Science / Oxford University (UK)ChAdOx1 nCoV-19 (AZD1222)Vektorviren-Impfstoff (auf Basis eines Adenovirus, das sich nicht in menschlichen Zellen vermehren kann)Zulassung für die EU am 29.01.2021 nach "Rolling Review" seit Oktober 2020; für das Impfschema "2x volle Dosis", das lt. EMA-Auswertung in Studien 59,5 % Wirksamkeit im Verhindern von Covid-19-Erkrankung erzielt hat. In UK (seit 30.12.2020) und Ungarn schon für "emergency supply" zugelassen. Lizenzversion "Covishield" des Unternehmens Serum Institute of India in Indien seit 02.01.2021 für "emergency use" zugelassen. Zuvor Studien in Brasilien (seit Ende Juni), den USA (seit Anfang September) und UK. Zwischenergebnis aus kleiner Gruppe von bis zu 55 jährigen gesunden Teilnehmern innerhalb der Phase III mit bis zu 55-jährigen gesunden Teilnehmern und Dosierung "erst halbe, dann volle Dosis": 90 % Wirksamkeit.ganz oder hinsichtlich einzelner Fertigungsschritte durch AstraZeneca, Halix (Niederlande), Pall Life Science, Cobra Biologics (USA, UK, Schweden), Oxford Biomedica (UK), Novasep (Belgien), Albany Molecular (USA), Reig Jofre (Spanien); , künftig auch im britischen Vaccines Manufacturing and Innovations Centre (VMIC). Produktion in Lizenz auch durch Serum Institute of India (als "Covishield"), SK Bioscience (Südkorea), R-Pharm (Russland + Deutschland), CSL (Australien), Siam Bioscience Group (Thailand), mAbxience (INSUD Group, Argentinien)The Guardian Online, Meldung Merck, The Lancet, The Telegraph, inews, LiveScience, BBC, BBC, clinicaltrials.gov, Statnews, Fiercepharma Reuters, Oxford University, Reuters,Fierce Pharma, Pr.mitt. CSL, The Phuket News, NTV News, Pr.mitt. AstraZeneca, NTV, BBC, DAZ Online, Pr.mitt. Reig Jofre, Reuters, Pr.mitt. Novasep, Pr.mitt. EMA, Pr.mitt. EMA, Pr.mitt. EU-Kommission
Janssen (Johnson&Johnson)Ad26.COV2-SVektorviren-Impfstoffim Zulassungsverfahren in der EU seit 16.02.2021; nach Phase III-Studie seit September 2020. In den USA Notfall-Zulassung am 26.02.2021 erteilt. Bei der EMA Teile des Zulassungsantrags in "Rolling Submission" schon übermittelt, aber noch kein kompletter Zulassungsantrag. Phase III-Studie läuft in den USA, Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexico, Peru, Südafrika, Ukraine und den Philippinen. Zwischenergebnisse aus der Studie zeigen eine 66 % Wirksamkeit hinsichtlich des Verhinderns einer moderaten bis schweren Covid-19-Erkrankung (nicht: Verhinderns jeglicher Covid-19-Erkrankung). Auch eine Phase-II-Studie in den Niederlanden, Deutschland (UKE, Charité Berlin, Uniklinik Rostock) und Spanien läuft weiter.in eigenen Werken in Bümpliz (Schweiz) und Leiden (Niederlande) / durch Catalent Biologics (USA) / Zulieferung von Emergent BioSolutions (USA) / Zulieferung für Impfstoff für klinische Studien durch Vibalogics (Cuxhaven) / voraussichtlich auch Fertigung durch Aspen Pharmacare (Südafrika)Meldung Johnson&Johnson, Artikel Johnson&Johnson, Langenthaler Tagblatt, Biopharma Reporter, Biopharma Reporter, FiercePharma, Pr.mitt. Vibalogics Pr.mitt. Janssen, Biopharma Reporter, S&P Global Market Intelligence, MOPO, clinicaltrials.gov, Pr.mitt. Janssen, CNN, Reuters, Pr.mitt. EMA, Pr.mitt. Johnson&Johnson, Pr.mitt. Janssen
NovavaxNVX-CoV2373Totimpfstoff mit gentechnisch hergestelltem Virusantigen (Nanopartikel-Technologie) und Adjuvans auf Saponin-Basisin Phase III-Studie in UK seit Ende September, in USA und Mexiko seit Dezember; auch für Mexico geplant; zudem Phase IIb-Studie seit Aguust 2020 in Südafrika. 89,3 % Wirksamkeit (Verhinderung von Covid-19-Erkrankung) laut Phase-III-Studie in UK. Teile des Zulassungsantrags in "Rolling Submission" schon am 03.02.2021 an die EMA übermittelt.durch Emergent BioSolutions (USA), das National Research Council’s Biologics Manufacturing Centre in Montréal (Kanada) und künftig durch Tochter Praha Vaccines (Tschechien). Zulieferung des Adjuvans durch AGC Biologics (USA und Dänemark) und PolyPeptide Group (USA und Schweden) und des Antigens durch Fujifilm Diosynth (UK) und Biofabri (Spanien), SK Bioscience (Südkorea) und Takeda Pharmaceuticals (Japan). Abfüllung auch durch Par Sterlie Products (USA). In Lizenz auch Antigenproduktion und Abfüllung durch Serum Institute of India (Indien).Pr.mitt. Novavax, clinicaltrials.gov, Pr.mitt. Novavax, Quartalsbericht Novavax, ABC News, Pr.mitt. Novavax, Handelsblatt; Pr.mitt. Novavax, Pr.mitt. Novavax, NDTV, Reuters, Pr.mitt. Novavax, Pr.mitt. Novavax, Pr.mitt. EMA, The New York Times
CureVacCVnCoVmRNA-basierter Impfstoffin Phase III-Studien in Europa und Lateinamerika seit 14.12.2020 bzw. 19.12.2020 (Deutschland). Teile des Zulassungsantrags in "Rolling Submission" schon am 13.02.2021 an die EMA übermittelt.in eigener Anlage in Tübingen; mRNA-Produktion auch durch Unternehmen Wacker in Amsterdam; Formulierung durch Polymun (Österreich); Abfüllung und Verpackung durch Fareva (Frankreich); Produktion (mRNA, Aufreinigung und Formulierung) auch durch Rentschler Biopharma (Laupheim, Baden-Württemberg); künftig auch Produktion durch Novartis in Kundl (Österreich) und Bayer in WuppertalPr.mitt. CureVac, Grenzecho, Pr.mitt. CureVac, Pr.mitt. CureVac, dpa, Pr.mitt. CureVac, Fierce Pharma, Mitteldeutsche Zeitung; Pr.mitt. Curevac, FAZ, Pr.mitt. Curevac, Pr.mitt. CureVac und Fareva, Pr.mitt. CureVac, Polymun, Pr.mitt. Bayer, Pr.mitt. Rentschler Biopharma, Pr.mitt. CureVac, Pr. Mitt. CureVac
Natl. Gamaleya-Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie (Russland), Gesundheitsministerium von Russland / R-PharmGam-COVID-Vac = Sputnik VVektorviren-Impfstoff (Adenovirus); verwendet unterschiedliche Adenoviren (Ad26 und Ad5) für die erste bzw. die zweite Impfungin Phase III-Studie seit 31.08. in Russland u.a. Ländern. Teile des Zulassungsantrags bei der EMA in "Rolling Submission" schon am 03.03.2021 übermittelt. In Russland schon nach Ph. II zugelassen worden. Zulassungen auch in Belarus und Argentinien. Einsatz auch in Ungarn. 91,6 % Wirksamkeit laut Lancet-Veröffentlichung über Zwischenergebnisse der Phase III-Studie vom 02.02.2021durch Gamaleya Institut (3 Produktionsbetriebe), Binnopharm (Russland), Generium, Biocad und R-PharmSputnik Deutschland, TASS, AA, Reuters, Reuters, GxP News, Lancet, Pr.mitt. EMA
Sinopharm / Wuhan Institute of Biological Products / Wuhan Institute of Virology der Chinesischen Akademie der Wissenschafteninactivated Novel Coronavirus Pneumonia (COVID-19) vaccine (Vero cells)Impfstoff mit inaktiviertem Virusin Phase III in China, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain und Peru; in einer Zwischenauswertung hat der Impfstoff laut Veröffentlichung vom 29.12.2020 eine Wirksamkeit von 79 %; er wurde am 30.12. in China zugelassentbdClinicaltrialsarena, ChiCTR, CGTN, Reuters, CNN, South China Morning Post
Sinovac BiotechCoronaVacImpfstoff mit inaktiviertem Virusin Phase III u.a. in Brasilien seit 21.07.2020 (Partnerschaft mit Instituto Butantan); Zwischenergebnisse aus Studien deuten auf Zuverlässigkeit zwischen 50 % und 91 %; Ungarn hat lt. Medienberichten Liefervertrag mit Sinovac abgeschlossentbdPr.mitt. Sinovac, Registereintrag Clinicaltrials.gov, CGTN, Fierce Pharma, clinicaltrials.gov, Reuters, Bangkok Post, BBC, CGTN
Beijing Institute of Biological Products / SinopharmtbdTotimpfstoff (inaktivierte Viren)in Phase IIIin eigener AnlageWHO, Reuters, Asharq Al-Awsat
CanSino Biologics (China) / Beijing Institute of Biotechnology, Academy of Military Medical Sciences, PLA of ChinaAd5-nCoVVektorvirus-Impfstoff (Adenovirus Typ 5)in Phase III-Studien in Pakistan und Russland; Studie in Saudi Arabien geplant; geplante Studie in Kanada ist abgesagtmit dem National Research Council of Canada (NRC) (Zelllinie HEK293) in Montreal (Kanada)Nature Reviews Drug Discovery, Registereintrag Clinicaltrials.gov Pr.mitt. Natl. Research Councel Canada, Hindustan Times, Reuters, TrialSiteNews
Bharat Biotech / Indian Council of Medical Research / Natl. Institute of Virology (Indien)Covaxin (BBV152)Vektorviren-Impfstoffin Phase III in Indien seit 12.11.2020 (Ziel: 26.000 Teilnehmer); in Indien zugelassen für "emergeny use" seit 02.01.2021, obwohl zu dieser Zeit keine Ergebnisse zur Wirksamkeit veröffentlicht warenk. A.Pr.mitt. Bharat Biotech, expresspharma.in, Zeenews, Reuters, NDTV, Hindustan Times
Anhui Zhifei Longcom Biopharmaceutical / Institute of Microbiology, Chinese Academy of Sciencesk. A.Subunit-Impfstoff (Antigen und Adjuvans)in Phase III seit 30.11.2020k. A.CNBCTV18, CHICTR
Research Institute for Biological Safety Problems / Natl. Scientific Center for Phthisiopulmonology of the Republic of Kazakhstan (Kasachstan)QazCovid-inImpfstoff mit inaktivierten SARS-CoV2in Phase III-Studie in Kasachstan seit 25.12.2020k. A.clinicaltrials.gov, clinicaltrials.gov
Zydus Cadila Healthcare (Indien)ZyCoV-DDNA-basierter Impfstoff (Plasmid)in Phase III seit Januar 2021 in Indienk. A.CTRI, News18, Pr.mitt. Zydus Cadila, ThePrint, Livemint
Instituto Finlay de Vacunas (Kuba)FINLAY-FR-2 anti SARS-CoV-2Totimpfstoff mit Protein-Antigen, chemisch verbunden mit Tetanus-ToxoidPhase III-Studiek. A.Registro Público Cubano des Ensayos Clínicos
Vector Virology Institute (Russland)EpiVacCoronaTotimpfstoff mit Peptid-Antigenennach Phase III-Studie seit November 2020 in Russland. In Russland bereits zugelassen. Laut russischer Nachrichtenagentur TASS vom 19.01.2021 zu 100 % wirksam.k. A.Clinicaltrialsarena, clinicaltrials.gov, TASS, Reutersclinicaltrials.gov
Institute of Medical Biology / Chinese Academy of Medical Sciencesk. A.Impfstoff mit inaktiviertem VirusPhase III in ChinatbdWHO
Inovio (USA)INO-4800DNA-basierter Impfstoff, der durch Elektroporation verabreicht wirdseit 16.11.2020 in Phase II-Teil einer Phase II/III-Studie in den USAdurch Richter-Helm BioLogics (Germany), VGXI (USA), Ology Bioservices (USA), Advaccine (China, für China); Advaccine wirkt auch an Studien mit und kann den Impfstoff später in China vermarktenInovio, Inovio, Registereintrag Clinicaltrials.gov, Pr.mitt. Inovio, Pr.mitt. Inovio, Pr.mitt. Inovio/Advaccine
Medicago (Kanada) / GSKCoVLPTotimpfstoff mit Virus-like Particles aus in Pflanzen hergestellten Antigenen und Adjuvans von GSKseit 19.11.2020 in Phase II-Teil einer Phase II/III-Studie in Kanadak. A.Medicago, Finanznachrichten, Pr.mitt. Medicago/GSK
AnGes (Japan) / Osaka University / Takara BioAG0302-COVID19DNA-basierter Impfstoff mit Adjuvansin Phase II/III in Japan seit 23. Novemberdurch Takara Bio Inc. (Japan)Japan Times, Japan Times, clinicaltrials.gov, clinicaltrials.gov
Clover Biopharmaceuticals / DynavaxSCB-2019Subunit-Impfstoff (Antigen: gentechnisch erzeugtes trimeres Spikeprotein; Adjuvantien: CpG 1018 von Dynavax und Aluminiumsalz)in Phase II/III-Studie seit u.a. in Deutschland (Rekrutierung hat noch nicht begonnen)in eigener Anlage in ChinaCanberra Times, Reuters, Pr.mitt. Clover, Fierce, clinicaltrials.gov

Laufende Projekte in früheren Entwicklungsstadien finden sich in der laufend aktualisierten Tabelle "COVID-19 Landscape of novel coronavirus candidate vaccine development worldwide" der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Nach klinischer Erprobung vorzeitig beendet wurde bisher drei Impfstoff-Projekte: von der University of Queensland und CSL, von MSD mit dem Institut Pasteur und der University of Pittsburgh und von MSD zusammen mit IAVI. In einem Fall stimulierte der Impfstoff das Immunsystem in geeigneter Weise, führte jedoch zu falsch positiven Resultaten bei HIV-Tests. Die anderen beiden Impfstoffe erzielten keine zureichende starke Immunreaktion. Das führte jeweils zu der Entscheidung, das Projekt abzubrechen.

Zulassungsanforderungen für Covid-19-Impfstoffe

Für die EU-Länder (sowie Norwegen, Island und einige andere Staaten) ist die europäische Arzneimittelagentur EMA für die Zulassung von Covid-19-Impfstoffen zuständig; die Behörden der Mitgliedstaaten wirken dabei wesentlich an den Zulassungsverfahren mit. Die EMA bearbeitet alle Zulassungsverfahren für Covid-19-Impfstoffe prioritär. Zudem bietet sie Unternehmen an, dass sie im Rahmen einer "Rolling Submission" einige Kapitel ihres Zulassungsantrags schon zur Bearbeitung einreichen können, während die Phase-III-Studie noch läuft. Mehrere Unternehmen haben davon schon Gebrauch gemacht.

Produktionskapazität

Die Unternehmen haben parallel zur klinischen Entwicklung große Anstrengungen unternommen, um auch die Großproduktion ihrer Impfstoffe rechtzeitig serienreif zu bekommen. Um auf große Kapazitäten zu kommen, sind sie vielfach Kooperationen mit anderen Herstellern eingegangen oder haben anderen Herstellern Lizenzen dafür erteilt, dass sie den betreffenden Impfstoff in Eigenregie ebenfalls produzieren dürfen. Mehr dazu steht im Artikel "Ausweitung der Liefermengen für Covid-19-Impfstoffe".

Weltweiter Zugang zu COVID-19-Impfstoffen

Die Impfstoffe werden in jedem Land gebraucht. Am 30. September traten die Bill-and-Melinda-Gates-Foundation und 16 Pharma- und Diagnostika-Unternehmen der Befürchtung entgegen, dass sie sich bei der Entwicklung der Impfstoffe allein auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Industrienationen konzentrieren, mit der Erklärung "Commitments to Expanded Global Access for COVID-19 Diagnostics, Therapeutics, and Vaccines". Die Unterzeichner bekennen sich dazu, Innovationen für Patienten weltweit zu entwickeln, auf Bezahlbarkeit und rasche Verfügbarkeit für alle Länder hinzuarbeiten, Mechanismen für eine faire weltweite Ressoucenverteilung wie die COVAX Facility zu unterstützen und das Vertrauen in die Covid-19-Impfstoffe (wie auch die Therapeutika und Diagnostika) zu stärken, indem sie die Sicherheit der Anwender zur höchsten Anforderung an jedes Produkt machen.

Mehr zur COVAX Facility findet sich hier.

Arten von Impfstoffen

Schematische Darstellung des Virus, der Virusbestandteile im Impfstoff sowie im Körper, unterteilt nach Totimpfstoff, Vektorimpfstoff und RNA-Impfstoff

Dieses Schaubild können Sie sich auch als PDF oder als JPG herunterladen (Verwendung mit Quellenangabe frei).

Lebendimpfstoffe mit Vektorviren: Bei mehreren Projekten dienen gut bekannte, harmlose Viren als Ausgangspunkt, beispielsweise das „Modifizierte Vaccinia-Virus Ankara“ (MVA) oder das Adenovirus Serotyp 26. Solche sogenannten Vektorviren können in menschliche Zellen eindringen, ohne eine Erkrankung auszulösen. Man weiß auch, wie man sie in Zellkulturen in großen Mengen produzieren kann. Damit sie zum Impfen taugen, ergänzt man sie um ein oder mehrere Gene für Oberflächenproteine von SARS-CoV-2. Wenn sie nach dem Impfen in menschliche Zellen eingedrungen sind, veranlassen sie dort die Produktion der SARS-CoV-2-Proteine. Damit sorgen sie dafür, dass ein Immunschutz aufgebaut wird, der auch eine echte Infektion abwehren kann. Jeweils aufbauend auf einem Vektorvirus sind auch die ersten zugelassenen Ebola-Impfstoffe, der erste Dengue-Impfstoff und einige experimentelle (noch nicht zugelassene) Impfstoffe entwickelt worden. Zu den Vektorviren-Impfstoffen zählt der zugelassene Impfstoff von AstraZeneca, aber auch die Impfstoffe von Janssen, dem russischen Gamaleya-Institut ("Sputnik V"), dem Konsortium ReiThera / Leukocare / Univercells und dem Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) mit IDT Biologika.



Totimpfstoffe mit Virusproteinen: Diese Impfstoffe enthalten entweder ausgewählte Virusproteine (so etwa bei Novavax, Greffex, der University of Queensland, UMN Pharma (Tochter von Shionogi) und Sanofi / GSK); oder sie enthalten das ganze Material inaktivierter SARS-CoV-2-Viren (etwa bei Beijing Institute of Biological Products / Sinopharm). Damit beruhen sie im wesentlichen auf lang bewährter Technologie: Sehr viele zugelassene Impfstoffe sind so zusammengesetzt; beispielsweise solche gegen Hepatitis B oder Grippe. Möglicherweise ist es aber bei anderen Impfstoffen leichter, schnell große Mengen von Impfeinheiten zu produzieren. Das allerdings wird sich erst zeigen, wenn es soweit ist.


RNA-Impfstoffe: Diese Impfstoffe enthalten ein ausgewähltes Gen des Virus in Form von RNA, genauer gesagt der Form von RNA, in der in allen lebenden Zellen bei Bedarf Abschriften einzelner Gene erstellt werden, die für die Proteinherstellung nötig sind: messenger-RNA (kurz mRNA). Die mRNA aus dem Impfstoff soll nach der Injektion im Körper die Bildung von (ungefährlichem) Virusprotein hervorrufen, das dann wiederum wie bei einem konventionellen Impfstoff den Aufbau des Immunschutzes bewirkt. mRNA-Impfstoffe haben den Vorteil, dass von ihnen sehr schnell viele Injektionsdosen produziert werden können. Allerdings ist bislang noch gegen keine Krankheit ein solcher Impfstoff auf dem Markt. Zu den Unternehmen und Instituten, die solche Impfstoffe gegen Covid-19 entwickeln, gehören unter anderem BioNTech/Pfizer, Moderna, CureVac, Arcturus Therapeutics und eTheRNA. Die Wirkungsweise dieser Impfstoffe ist in diesem Video von #EUmythbusters noch genauer erklärt.
– Ähnlich funktionieren auch Impfstoffe, die statt mRNA ein Stück DNA mit einem Virengen enthalten; daran arbeiten unter anderem das Unternehmen Inovio, das Genexine-Konsortium und das OpenCorona-Konsortium unter Führung des schwedischen Karolinska-Institut und Mitwirkung der Universität Gießen. Bislang ist allerdings noch kein Covid-19-Impfstoff auf DNA-Basis über die Phase I hinaus gekommen


Applikationsformen

Unterschiede gibt es auch bei den Applikationsformen. Zwar zielen die meisten Projekte auf injizierbare Impfstoffe ab, doch gibt es Ausnahmen:

Die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI)

Mehrere Impfstoffprojekte und die Herstellung von Adjuvantien (Wirkverstärker) werden von CEPI, der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations, finanziell unterstützt. Es sind die Projekte von:

Drei weitere von CEPI unterstützte Projekte wurden gestoppt. Eins hatte die University of Queensland (Australien) geleitet, ein anderes betrieben das Institut Pasteur, das Unternehmen Themis (Tochter von MSD) und die University of Pittsburg (Frankreich / Österreich / USA). Ein drittes Projekt führte die University of Hong Kong (China) durch. Auch die Unterstützung von GSK
im Bereich der Adjuvantien wurde beendet.

Das Bild zeigt eine symbolische Impfstoffflasche mit der Aufschrift Coronavirus Vaccine sowie eine Spritze, beides gehalten von einer Hand, die einen blauen Schutzhandschuh trägt.

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