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Covid-19-Impfung für Kinder und Jugendliche

Auch wenn die meisten Kinder und Jugendliche eine Corona-Erkrankung ohne schwere Symptome überstehen, sind doch einige von ihnen schwerer betroffen oder müssen Spätfolgen erdulden. Deshalb werden die Covid-19-lmpfstoffe auch für sie erprobt und zur Zulassung gebracht.

Eine Seniorin blickt ihre Enkelin an, die auf ihrem Schoß sitzt.

Für Minderjährige kann ein Impfstoff nur zugelassen werden, wenn er auch mit ihnen erprobt wurde. Bislang ist in der EU ein Impfstoff ab 5 Jahren zugelassen (von BioNTech/Pfizer), ein weiterer (von Moderna) ab 6 Jahren.

Stand der Impfstoff-Entwicklung für Minderjährige

Für Minderjährige ab 5 Jahren sind in der EU mittlerweile Covid-19-Impfstoffe für die Grundimmunisierung verfügbar. Das zeigt die folgende Tabelle.

Hersteller (Impfstoff)zugelassene Dosierung für 12-17-Jährigezugelassene Dosierung für 5-11-Jährigefür jüngere Kinder
BioNTech/Pfizer (Comirnaty)2x 30 Mikrogramm mRNAJa: 2x 10 Mikrogramm mRNAnoch keine Zulassung, aber positive Ergebnisse
Moderna (Spikevax)2x 100 Mikrogramm mRNA2x 50 Mikrogramm mRNA (ab 6 Jahren)Zulassung für Kinder ab 6 Monaten beantragt
Novavax (Nuvaxovid)von der EMA zur Zulassung empfohlennoch keine Zulassungnoch keine Zulassung
Im folgenden finden sich ausführlichere Angaben zu den Zulassungen und laufenden Entwicklungsprogrammen für Minderjährige.

Entwicklungspläne für Covid-19-Impfstoffe für Minderjährige

Der Erprobung der Impfstoffe, für die eine Zulassungserweiterung für Minderjährige in der EU vorgesehen ist, erfolgt auf der Grundlage von mit der EMA abgestimmten "pädiatrischen Entwicklungsplänen (sogenannte Paediatric Investigation Plans = PIPs). Sie liegen bislang für BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca, Janssen und Novavax vor.

Empfehlungen der Ständigen Impfkommission in Deutschland

Seit 16.08.2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland die Covid-19-Impfung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Das RKI schreibt dazu: "Diese Empfehlung zielt in erster Linie auf den direkten Schutz der geimpften Kinder und Jugendlichen vor COVID-19 und den damit assoziierten psychosozialen Folgeerscheinungen ab. Unverändert soll die Impfung nach ärztlicher Aufklärung zum Nutzen und Risiko erfolgen. Die STIKO spricht sich ausdrücklich dagegen aus, dass bei Kindern und Jugendlichen eine Impfung zur Voraussetzung sozialer Teilhabe gemacht wird."
Zuvor hatte die STIKO die Impfung nur für solche Jugendliche ausdrücklich empfohlen, die besondere Krankheitsrisiken mitbrachten; aber verbunden mit dem Hinweis, dass sich auch andere Jugendliche und ihre Eltern nach ausführlicher Aufklärung über Nutzen und Risiken für die Impfung entscheiden können.