1. Juli 2026 RNA-Medikamente: Potenzial für den Standort Deutschland
Natürliche RNA-Moleküle findet man in jeder Zelle. Sie erfüllen dort unterschiedliche Aufgaben. Künstlich hergestellte RNA dient als Wirkstoff in einer wachsenden Zahl von Impfstoffen und Therapeutika. Wo solche Medikamente in Deutschland entwickelt und produziert werden und wo die erforderlichen RNA-Moleküle oder Zusatzstoffe hergestellt werden, zeigt die folgende Karte.
So funktioniert die Standortkarte
Dieses kurze Erklärvideo zeigt, dass die interaktive Standortkarte zahlreiche Informationen und weiterführende Links bereit hält. Die Inhalte können gespeichert oder in eigenen Webcontent übernommen werden.
Statische Versionen der Standortkarte
Die folgende statische Version der Karte kann mit der Angabe "Quelle: vfa" kostenfrei genutzt werden.
Die eine statische Kartenversion zeigt alle deutschen mit RNA-Medikamenten befassten Standorte (Stand: September 2025). Auch Zulieferer für Komponenten sind eingetragen. Sie lässt sich als pdf Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster) oder als PNG-Bilddatei Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster) herunterladen.
Wie man auf den Karten sieht, gibt es in Deutschland sowohl Unternehmen, die mRNA-Impfstoffe und andere RNA-basierte Medikamente entwickeln (auf der Karte mit M gekennzeichnet), als auch Zulieferer für essenzielle Hilfsstoffe, die für deren Produktion erforderlich sind (gekennzeichnet mit Z). Die Produktion der eigentlichen Medikamente führen die entwickelnden Unternehmen entweder selbst durch oder übertragen sie für einzelne Fertigungsschritte oder die ganze Produktion Auftragsproduzenten (Produktionsstandorte tragen ein P). Forschungsinstitute tragen ebenfalls bei, insbesondere mit der Weiterentwicklung von Technologien zur Nutzung von RNA in Medikamenten, meist in Kooperation mit einzelnen Unternehmen (an Technologie-Entwicklung beteiligte Standorte tragen ein T). Beispielsweise wird im Rahmen des Leitprojekts RNAuto Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster) an sieben Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft die Automatisierung der mRNA-Produktion optimiert.
So findet sich Kompetenz zu allen Aspekten dieses Fortschrittsgebietes in Deutschland; und die Wege für Kooperationen sind kurz. Zugleich ist die deutsche RNA-Landschaft eng vernetzt mit Partnern in anderen Ländern: über Produktionskooperationen, über Forschungsverbünde, über den Bezug weiterer Hilfsstoffe und Geräte.
Allerdings: Auch wenn Deutschland aktiv im RNA-Feld ist, bleibt diese Aktivität bislang doch wesentlich hinter der in den USA und China zurück.[1] Und auch andere Länder verfügen über Kompetenzen und Ressourcen, etwa Belgien, Indien, Südkorea, die Schweiz und andere. Deutschland hat nur Chancen auf eine bleibende wesentliche Rolle in diesem Feld, wenn es seine Aktivitäten noch steigert. Dazu rät auch die Boston Consulting Group in der vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) beauftragten Studie "Wie Zukunftstechnologien Wachstum und Resilienz stärken können" Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster) vom September 2025.
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[1] Das gilt, auch wenn die US-Regierung derzeit die Projektförderung für Impfstoffe auf mRNA-Basis eingestellt hat. Projekte für mRNA-Therapeutika und andere RNA-basierte Medikamente sind davon nicht betroffen.
