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#MacroScopePharma 08/25

Der Economic Policy Brief des vfa



Exportmärkte: China und die europäischen Nachbarn machen Deutschland Konkurrenz


Chinas Wirtschaft gewinnt auf den internationalen Absatzmärkten immer mehr
an Bedeutung, selbst in Kernbereichen der exportstarken deutschen Industrie. Deutschlands Weltmarktanteile bröckeln seit knapp zehn Jahren auch in den bislang stark verbundenen benachbarten Absatzmärkten und bei Produkten wichtiger Schlüsselindustrien. Die übrigen EU-Länder hingegen können sich behaupten: Gerade auf dem US-Markt gewannen sie erhebliche Anteile. Die USA verzeichneten in vielen Bereichen Marktanteilsverluste, was durch ihre Energieexporte kompensiert wurde. Dennoch wollen die USA bei der Industrie umsteuern und erheben hohe Zölle auf Einfuhren: Vor allem für Europa ist der nun eingeschlagene Weg der USA deshalb eine Herausforderung.


China gewinnt in Europa, Europa in den USA – Deutschland hat das Nachsehen

China gewinnt weltweit seit Jahren Marktanteile. Im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2024 gewann das Reich der Mitte jedes Jahr rund 0,36 Prozentpunkte am Weltmarkt dazu (Abbildung unten). Besonders in Europa (hier und im Folgenden: ohne Deutschland) und in der restlichen Welt außerhalb Chinas, den USA und Europas gewannen chinesische Exporteure deutlich hinzu. Auf dem amerikanischen Markt dagegen mussten spürbare Einbußen hingenommen werden. Diese Entwicklung Chinas ist nicht zufällig: Im Jahr 2013 begann China das Projekt der Neuen Seidenstraße. Ziel ist es, die Märkte außerhalb Europas und den USA zu erschließen.(2) Die Wirtschaftsbeziehungen mit über 100 Ländern vor allem in Asien und in Afrika werden damit intensiviert. Die Partnerschaften gehen dabei weit über den Handel hinaus: Vielfach beteiligt sich China beim Aufbau von Infrastruktur, um sich so langfristigen Einfluss zu sichern.

Der Rückgang der Marktanteile in den USA ist wiederum Ergebnis der sich deutlich verschlechterten Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Seit dem Jahr 2018, während der ersten Amtszeit von Präsident Trump, stieg der Anteil chinesischer Exporte, die US-Zöllen unterliegen, von knapp einem Prozent auf zwei Drittel. Mittlerweile belegen beide Länder alle Importe mit Zöllen. Der durchschnittliche Zollsatz liegt bei rund 58 Prozent für chinesische Waren und knapp 33 Prozent für US-Waren.(3) Diese Zölle führen zu Handelsumlenkungen, sichtbar in den gestiegenen Marktanteilen Chinas vor allem in Europa.(4)

Spiegelbildliche Entwicklungen sind in den USA und Europa zu beobachten. Die Vereinigten Staaten verloren erhebliche Marktanteile in China, die sie teilweise durch Zugewinne in Europa und Deutschland ausgleichen konnten. Europa dagegen füllt die Lücke der chinesischen Importe in die USA, während die Marktposition in China quasi unverändert blieb. Das Nachsehen in diesen Verschiebungen hat Deutschland. Chinas Zugewinne in der Europäischen Union gingen auch in erheblichem Maße zulasten Deutschlands, das im Europäischen Markt am meisten verlor. Zweitens konnte Deutschland – anders als der Rest Europas – nicht von dem jüngsten Rückgang chinesischer Marktanteile auf dem US-Markt profitieren. Diese Anteile sicherten sich andere EU-Länder.

Die Marktanteilsverluste Deutschlands sind weit überwiegend auf angebotsseitige Defizite zurückzuführen.(5) Erheblichen Einfluss haben die Energie- und Produktionskosten, die in Folge der Lieferkettenstörungen während der Corona-Pandemie und in Folge des Angriffs Russlands auf die Ukraine kräftig gestiegen sind. Zudem wirken sich ein zunehmender Fachkräftemangel und steigende Arbeitskosten sowie eine ausgeprägte Bürokratiebelastung negativ auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit aus.

Industriestrategien Chinas und der USA: In vielen Feldern erfolgreich

Hinter Chinas Aufstieg stehen nicht nur Kostenvorteile, sondern auch gezielte industriepolitische Maßnahmen wie das Programm „Made in China 2025“. Dadurch gelang es, Schlüsselindustrien gezielt zu fördern – etwa Chemie, Metallerzeugung und -verarbeitung, Maschinenbau und insbesondere den Fahrzeugsektor. Die Anteilsverschiebungen in einzelnen Absatzregionen lassen sich auf Güter runterbrechen (Abbildungen unten). Die steigende Bedeutung chinesischer Produkte erstreckt sich über nahezu alle Warengruppen (fast alle Einträge in der ersten Spalte der ersten Abbildung unten sind positiv). Hier verschafften staatliche Subventionen und die konsequente strategische Ausrichtung auf Hybrid- und Elektroantriebe der chinesischen Industrie einen klaren Vorsprung, während die deutsche Automobilindustrie erst spät den Kurswechsel vollzog.

Hinweis und Lesebeispiel: Die erste Zeile entspricht den in Abbildung oben (Mittlere jährliche Änderung zwischen 2013 und 2024 der Marktanteile nach Absatzregion) dargestellten Balken. Dort decken sich etwa die blauen Balken, für China, mit den Zahlen im linken Block dieser Abbildung: Bei allen Waren zusammengenommen, hat China seit 2013 seine Weltmarktanteile pro Jahr um 0,4 Prozentpunkte ausgebaut, innerhalb der EU um 0,4, auf dem deutschen Markt um 0,1 und auf den übrigen Absatzmärkten um 0,6 Prozentpunkte – lediglich auf dem US-Markt büßte China 0,2 Prozentpunkte ein. Die weiteren Zeilen beziehen sich auf die Marktanteile der jeweiligen Gütergruppe: Beispielsweise hat China auf dem US-Markt bei Computer-Technologien wie Halbleitern 2,0 Prozentpunkte pro Jahr verloren; da sich die Anteile zwischen den Ländergruppen verschieben, summieren sie sich zu Null – die Anteilsgewinne auf dem US-Markt lagen also (abgesehen von +0,1 Prozentpunkten der EU) fast ausschließlich (+2,0 Prozentpunkte) bei den übrigen Ländern (deren Block nicht abgebildet ist).

In der Folge hat China seinen Weltmarktanteil bei Kraftfahrzeugen von sechs Prozent im Jahr 2013 auf 14 Prozent im Jahr 2024 gesteigert (vgl. die dunkelblaue Linie der ersten Abbildung unten), in der EU von vier auf elf Prozent (vgl. die grün markierte, dunkelblaue Linie). Demgegenüber blieben chinesische Erfolge in der Pharmaindustrie bislang begrenzt, und in der Computertechnologie verlor das Land sogar massiv – gerade in der Halbleiterproduktion, die eigentlich zu den erklärten Prioritäten der chinesischen Industriestrategie zählt. Vor allem auf dem US-Markt erodierte Chinas marktbeherrschende Position im Bereich der Computertechnologie (von 58 Prozent Jahr 2013 auf zuletzt 39 Prozent) zugunsten der übrigen Länder. Hiervon konnten neben Südkorea insbesondere auch Taiwan profitieren (zweite Abbildung unten).

Die Stabilität der US-Markanteile im Warenhandel ist maßgeblich auf den gestiegenen Export von Energierohstoffen zurückzuführen (vgl. die zweite Zeile in der Abbildung oben: Anteilsverschiebung zwischen 2013 und 2024; USA). Getrieben durch den massiven Ausbau von Fracking und verstärkt durch die geopolitischen Verwerfungen seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine, konnte die US-Exportwirtschaft ihre Position in diesem Bereich ausbauen. Dies erklärt auch zu großen Teilen den Zugewinn in Deutschland. In nahezu allen anderen Sektoren verloren die USA an Marktanteilen. Die einzige Ausnahme ist die Pharmaindustrie, die vor allem auf dem chinesischen Markt kräftig gewinnen und auch in Europa und Deutschland ihre Marktanteile ausbauen konnte. Den Verlust industrieller Wertschöpfung hatte bereits die Biden-Administration mit dem „Inflation Reduction Act“ als industriepolitisches Großprogramm wirtschaftspolitisch adressiert.(6) Die Kombination aus Klimaschutzmaßnahmen, Investitionsanreizen und lokaler Wertschöpfungsbindung sollte die Position der US-Industrie im globalen Wettbewerb stabilisieren.

Die jetzige Regierung versucht die heimische Industrieproduktion vor allem handelspolitisch zu stärken. Die eigentliche Stärke der USA liegt ohnehin nicht bei den hier betrachteten Industriegütern, sondern im Dienstleistungssektor, wo Finanzdienste und IT-Dienste wie Cloud-Computing, soziale Netzwerke und KI-Anwendungen die zentralen Wachstumsträger darstellen."

Deutschland dagegen büßt weltweit in fast allen Bereichen ein. Gewichtigster Treiber dieser Verluste ist die Automobilindustrie. Diese steht seit Jahren unter Druck (Abbildung oben: Marktanteile bei Kraftfahrzeugen), weil sie zentrale Zukunftstrends zu spät aufgegriffen hat. Besonders die verspätete strategische Wende hin zu alternativen Antrieben hat dazu geführt, dass Hersteller in Europa, den USA und zunehmend auch in Asien Marktanteile einbüßen. Hinzu kommen hohe Produktionskosten, Abhängigkeiten von internationalen Zulieferketten sowie eine geringe Flexibilität bei digitalen Geschäftsmodellen, etwa im Bereich vernetzter Fahrzeuge und Softwarelösungen, wo US- und asiatische Anbieter deutlich dynamischer agieren.(7)

Trotz dieser strukturellen Schwächen konnte die deutsche Autoindustrie in China lange Zeit zulegen, weil dort ein enormer Nachholbedarf an Fahrzeugen bestand und deutsche Marken mit einem positiven Image belegt besonders stark nachgefragt wurden. Erst in den vergangenen zwei Jahren haben deutsche Autobauer auch in China Marktanteile eingebüßt (vgl. die dunkelblau markierte, rote Linie in Abbildung oben: Marktanteile bei Kraftfahrzeugen). Ebenfalls deutlich hat der deutsche Maschinenbau und die Chemie in Europa an Boden verloren. Auch hier wächst die Konkurrenz aus Fernost.

Die übrige EU verzeichnet ähnlich wie Deutschland bei vielen Gütern Anteilsverluste. Allerdings hat die europäische Pharmaindustrie weltweit an Bedeutung gewonnen. Dies trifft auf alle Regionen zu, am meisten jedoch auf den US-Markt: Dort stieg der Marktanteil der EU-Pharmalieferungen pro Jahr im Trend um 1,9 Prozentpunkte – seit 2013 um etwa 20 Prozentpunkte auf zuletzt 47 Prozent.

Pharma: Vor allem Europa legt zu

Der stärkste Wettbewerbsdruck für die deutsche Pharmaindustrie kommt derzeit aus Europa. Europas Pharmaindustrie hat in den vergangenen zehn Jahren die größten Marktanteilsgewinne verzeichnen können. Wichtigster Absatzmarkt sind dabei die USA, besonders erfolgreich sind hier – wie auch weltweit – Belgien und Irland (Abbildung unten). Dies hat unterschiedliche Gründe, die neben steuerlichen Anreizen auch zahlreiche strukturelle Maßnahmen umfassen.(8) Im Falle Belgiens ist der Schub durch die Produktion von Corona-Impfstoffen in den Jahren 2021/22 zu berücksichtigen. Allen voran auf dem US-Markt haben die beiden Länder im Bereich Pharma in den vergangenen Jahren kräftig zugelegt (vgl. Abbildung unten: Anteile ausgewählter Länder bei Arzneimitteln auf dem US-Markt).

Die USA haben im Bereich Biotech, getragen durch hohe Forschungsinvestitionen, enge Kooperationen zwischen Universitäten, Start-ups und Kapitalmärkten sowie eine günstige regulatorische Umgebung weltweit eine Spitzenstellung erreicht. Damit macht die Konkurrenz aus den USA deutschen Unternehmen zunehmend zu schaffen: Die US-Pharmabranche zählt zu den wenigen Ausnahmen, in denen die USA weltweit Marktanteile erringen konnten. Vor allem in China konnten US-Hersteller punkten, aber auch in den übrigen EU-Ländern, wo auch Deutschland zulegen konnte.

Fazit: Deutschland unter Druck – US-Handelspolitik ist eine große Herausforderung

"Deutschlands Industrie hat nach wie vor erhebliches Potenzial und ist erfolgreich auf internationalen Märkten positioniert. Das Auslandsgeschäft trug in den vergangenen Jahren meist positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes bei. Allerdings hat dies überdeckt, dass Deutschland schon seit geraumer Zeit kontinuierlich an Marktanteilen verliert. Dies äußert sich meist nicht in sinkenden Ausfuhren. Jahrelang stiegen die Exporte allerdings weniger stark als das Welthandelsvolumen. Es ist also ein bereits seit Jahren andauernder, schleichender Marktanteilsverlust, der nun immer deutlicher sichtbar wird.

Die Handelspolitik der USA trifft Deutschland und Europa in dieser Situation besonders. Die Zollschranken von jetzt 15 Prozent auf nahezu alle europäischen Einfuhren in die USA machen den wichtigsten Absatzmarkt vieler Branchen deutlich schwerer erreichbar. Wegen der Bedeutung des US-Markts kann dies dazu führen, dass Investitionen künftig verstärkt in die USA fließen – und damit auch Beschäftigung und Wertschöpfung. Dem kann und sollte eine europäische industriepolitische Agenda entgegengestellt werden: Erstens muss dem US-Markt ein quantitativ mindestens ebenbürtiger europäischer Markt gegenüberstehen, von dem aus weitere große Märkte erreichbar sind. Die Integration des Binnenmarkts ist an vielen Stellen noch unvollständig – so auch im Pharmasektor, wo in allen Mitgliedsstaaten einzeln über die Marktbedingungen entschieden wird. Weitere Handelsabkommen können den Exportstandort stärken. Darin müssen aber dringend ureigene Interessen, wie der Schutz geistigen Eigentums, verankert werden.

Zweitens liegt eine große Chance in der Geschwindigkeit. Die USA und China setzen in ihren jeweiligen industriepolitischen Agenden massiv auf den schnellen Ausbau von Kapazitäten in zentralen Technologiefeldern. Diese Geschwindigkeit wird in Europa, vor allem aber in Deutschland, längst nicht erreicht. Ohne eine deutliche Beschleunigung auf allen Ebenen wird die Lücke gegenüber der Konkurrenz noch größer werden. Dabei geht es nicht um einen radikalen Bürokratieabbau mit der Kettensäge, sondern um einen funktionsfähigen Staat. So erkennen beispielsweise die USA und Europa gegenseitig ihre Zertifizierung von Produktionsstätten für Arzneimittel an. Die damit verbundene Bürokratie sichert die Qualität und Wirksamkeit lebenswichtiger Medikamente. Werden die langwierigen Prozesse für den Ausbau von Produktionsstätten deutlich beschleunigt, dann macht sich dies unmittelbar auf der Ertragsseite der Unternehmen bemerkbar. Würde die laufende Bürokratie in der Qualitätskontrolle beispielsweise in stark digitalisierten Prozessen vereinfacht, würde dies die Kostenseite der Unternehmen entlasten. Beides hätte erheblichen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.

Drittens braucht es eine Investitionsoffensive – neben der Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur ist vor allem aber privates Geld für moderne Maschinen und Anlagen, viel wichtiger aber noch für Forschung und Innovationsprozesse, dringend notwendig. Es fehlen neue Ideen und Unternehmen, die in wichtigen Technologien wie der Biotech oder digitalen Feldern forschen. Damit die Erneuerung an Dynamik gewinnen kann, braucht es ein stärkeres Bemühen um Fachkräfte und deren Qualifikation, bessere Finanzierungsbedingungen für junge Unternehmen, Investitionsanreize für große Unternehmen und einen mutigen Impuls, verstärkt auf Forschung und Entwicklung zu setzen. Die Forschungszulage wurde zwar schon ausgeweitet – im internationalen Vergleich ist sie allerdings nach wie vor sehr überschaubar.

Fußnoten:

(1) Zu den verwendeten Handelsdaten und zu Details der Berechnung vgl. Box: Daten und Methoden.

(2) Klein, M. (2019). Neue Seidenstraße: Die eurasische Herausforderung. Wirtschaftsdienst, 99(4), 234 – 234, online verfügbar.

(3) Vgl. US-China Trade War Tariffs: An Up-to-Date Chart, Peterson Institute, online verfügbar.

(4) Hinz, J., Méjean, I., & Schularick, M. (2025). The consequences of the Trump trade war for Europe (No. 190). Kiel Policy Brief, online verfügbar.

(5) Deutsche Bundesbank (2025): Was steckt hinter dem mehrjährigen Rückgang der deutschen Exportmarktanteile? Monatsbericht
Juli 2025, Frankfurt am Main, S. 31–47. Online verfügbar.

(6) Grimm, V., Malmendier, U., Schnitzer, M., Truger, A., & Werding, M. (2023). The Inflation Reduction Act: Is the new US industrial policy a threat to europe. German Council of Economic Experts, Policy Brief 1/2023, online verfügbar.

(7) Puls, T., et al. (2021). Strukturwandel in der Automobilindustrie – wirkt die Pandemie als Beschleuniger?. ifo Schnelldienst, 74(05), 03 – 35, online verfügbar.

(8) Irlands Pharmaindustrie: Der lange Weg an die Spitze, Euractiv vom 9.10.2023, online verfügbar.

(9) Konkret wurden folgende Abschnitte (bzw. Divisionen) genutzt (in Klammern: Bezeichnung im Text): SITC-3 (Energierohstoffe),
SITC-54 (Pharma), SITC-5 ohne 54 (Chemie), SITC-67 bis 69 (Metallwaren), SITC-75 (Computer-Technologie), SITC-76 und 77 (übr. Elektro), SITC-78 und 79 (Fahrzeuge), SITC-7 ohne Elektro und Fahrzeuge, also SITC-71 bis 74 (Maschinen) und zusammengenommen SITC-0, 1, 2, 4, 61 bis 65, 8 und 9 (Übriges)

(10) Die Summe aller weltweiten Importe im Jahre 2024 über alle meldenden Länder zusammen, im Wert von rund 20,8 Billionen US-Dollar, bilden etwa als Weltimporte die Bezugsgröße für die Berechnung der globalen Marktanteile. Die hochgerechnete und für die Berechnungen im Text verwendete Größe beträgt 23,9 Billionen US-Dollar. In dem Maß, wie die hier untersuchten Länder in Summe weiter Anteile gewinnen (etwa wegen China), überschätzen die verwendeten historischen Anteile der fehlenden Länder die tatsächlichen – und spiegelbildlich sind die im Text ausgewiesenen Marktanteile tendenziell alle geringfügig unterschätzt, da die Hochschätzung der fehlenden Länder die Bezugsgröße mutmaßlich etwas zu hoch ansetzt.

(11) Der Marktanteil eines Landes in einem Absatzmarkt wird üblicherweise als Relation der entsprechenden Exporte dieses Landes zu den Gesamtimporten des Absatzlandes (des entsprechenden Gutes) gemessen.

Autor:

Dr. Claus Michelsen
Geschäftsführer Wirtschaftspolitik
Dr. Claus Michelsen

Telefon 030 20604-120

c.michelsen@vfa.de

Co-Autor:

Dr. Simon Junker
Senior Manager Konjunkturpolitik
Dr. Simon Junker

Telefon 030 20604-511

s.junker@vfa.de

Pressekontakt:

Henrik Jeimke-Karge
Pressesprecher Wirtschaftspolitik
Henrik Jeimke-Karge

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h.jeimke-karge@vfa.de