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Last Exit: Brexit

Die Briten werden der EU fehlen! Das gilt für viele Lebensbereiche - auch für den Gesundheitssektor und die Pharmaindustrie. Denn das Vereinigte Königreich ist, genau wie Deutschland, die Heimat bedeutender Forschungsstätten und wichtiger Pharmaunternehmen. Jetzt, da die Würfel gefallen sind, geht es um die Frage nach dem zukünftigen Miteinander.

Englischsprachige Aufschrift einer Bahnsteigkante mit den Worten Mind the gap

Dass bis zum Ende des Jahres ein Abkommen über die künftigen Beziehungen unter Dach und Fach ist, wird mit jedem Tag schwieriger. Aber es wäre jede Mühe wert: Ohne Abkommen hätten wir nämlich einen ungeregelten Brexit. Und dann drohen Grenzkontrollen und Zölle, die die bislang reibungslosen Handelsströme verzögern. Auf beiden Seiten des Ärmelkanals.

Großbritannien kann einen Stresstest für die medizinische Versorgung wesentlich schwerer wegstecken als die große Europäische Union: So gibt es in UK keinen einzigen Hersteller von Insulin, auf das viele Diabetiker angewiesen sind. Deshalb haben die Insulinhersteller auf Bitten der britischen Regierung Vorräte in UK angelegt. Auch andere wichtige Medikamente wurden von den Firmen in UK über das übliche Maß hinaus bevorratet.

Ein Haufen zahlloser kleiner Fragezeichen in rot, weiß und blau

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Im Falle eines ungeordneten Brexits ist der Vorrat von Arzneimitteln im Vereinigten Königreich schnell aufgebraucht.»

Dr. Siegfried Throm, vfa-Geschäftsführer Forschung/Entwicklung/Innovation