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24.06.2026 | GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG 007/2026 Bayern, Biotech- und Pharmaindustrie in Deutschland fordern starke europäische Standortpolitik

Der Pharma Summit Brüssel 2026 sendet ein starkes Signal: Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention sowie die Verbände vfa, BPI, BIO Deutschland, Pro Generika und Pharma Deutschland haben in Brüssel eine gemeinsame Erklärung vorgestellt: Darin fordern sie eine entschlossene europäische Standortpolitik, um Innovationen zu fördern, die Arzneimittelversorgung zu sichern und die strategische Autonomie Europas auszubauen.

Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen, wachsender internationaler Konkurrenz und anhaltender Herausforderungen in globalen Lieferketten sehen die Unterzeichner dringenden Handlungsbedarf. Die pharmazeutische und biotechnologische Industrie ist nicht nur unverzichtbar für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung, sondern auch ein zentraler Wachstumsmotor für Innovation, Beschäftigung und wirtschaftliche Stärke in Europa.

Anlässlich dieser Veranstaltung betonte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach: „Gesundheitspolitik muss immer starker Teil einer umfassenden Industrie- und Standortpolitik sein. Denn Europa soll international attraktiv für Investitionsentscheidungen bleiben. In unserer gemeinsamen Erklärung benennen wir zentrale Punkte, um das zu erreichen.“

Die gemeinsame Erklärung benennt vier zentrale Handlungsfelder:

Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft stärken
Die Unterzeichner sprechen sich für einen verlässlichen Schutz geistigen Eigentums, innovationsfreundliche regulatorische Rahmenbedingungen sowie beschleunigte und digitalisierte Zulassungsverfahren aus. Ziel ist es, Forschung und Entwicklung in Europa zu fördern und neue Therapien schneller zu den Patientinnen und Patienten zu bringen.

Versorgungssicherheit und strategische Autonomie ausbauen
Um die Abhängigkeit von außereuropäischen Produktions- und Lieferketten zu reduzieren, sollen Investitionen in europäische Produktionskapazitäten gezielt gefördert werden. Darüber hinaus fordern die Beteiligten eine stärkere Berücksichtigung von Resilienz- und Standortkriterien bei Vergabe- und Erstattungssystemen.

Biotechnologie-Offensive vorantreiben
Die Erklärung unterstreicht die strategische Bedeutung der Biotechnologie für Europas Zukunft. Verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten für Wachstumsunternehmen, schnellere Genehmigungsverfahren und stärkere Forschungsnetzwerke sollen dazu beitragen, Europa als führenden Biotechnologiestandort zu positionieren.

Nationale Standortpolitik stärken
Die Unterzeichner betonen, dass ein wettbewerbsfähiger europäischer Pharma- und Biotechstandort starke nationale Rahmenbedingungen voraussetzt. Dazu gehören innovations- und produktionsfreundliche Erstattungsregelungen, Bürokratieabbau, Digitalisierung sowie langfristige Investitions- und Planungssicherheit.

„Europa muss jetzt die richtigen Weichen stellen, um seine Rolle als globaler Innovations- und Produktionsstandort im Pharmabereich zu behaupten. Medizinischer Fortschritt, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit müssen gemeinsam gedacht werden“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Mit ihrem Appell richten sich die Beteiligten an die Europäische Kommission, das Europäische Parlament, den Rat der Europäischen Union sowie die Bundesregierung. Sie fordern eine ambitionierte Umsetzung des EU-Pharma-Pakets und des Critical Medicines Act sowie eine Überarbeitung der kommunalen Abwasserrichtlinie und des geplanten European Biotech Act. So kann Europas Gesundheitswirtschaft nachhaltig gestärkt werden. Der Pharma Summit Brüssel 2026 sendet damit ein klares Signal: Für Innovationsstärke, für eine sichere Arzneimittelversorgung und für einen wettbewerbsfähigen Pharmastandort in Bayern, Deutschland und Europa.

Die Erklärung findet sich hier: https://www.pharmainitiative-bayern.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/06/Gem.-Erkl.-Pharma-Summit-2026.pdf Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster)


Ansprechpartner:innen:

BIO Deutschland e.V.
Website: www.biodeutschland.org Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster)
Pressekontakt: Dr. Claudia Englbrecht,
Tel. +49 30 2332164-32, englbrecht@biodeutschland.org

BPI - Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.
Website: www.bpi.de Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster)
Pressekontakt: Herrmann Hofmann,
Tel. +49 176 12790936, hhofmann@bpi.de

Pharmainitiative Bayern
Website: www.pharmainitiative-bayern.de Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster)
Pressekontakt: Dr. Cordula Weiß
Tel. 089 92691-35, weiss@lv-bayern.vci.de

Pharma Deutschland e.V.
Website: www.pharmadeutschland.de Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster)
Pressekontakt: Hannes Hönemann,
Tel. +49 171 56 18 203, hoenemann@pharmadeutschland.de

Pro Generika e.V.
Website: www.progenerika.de Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster)
Pressekontakt: Anna Steinbach,
Tel. +49 151 40792101, steinbach@progenerika.de

vfa – Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V.
Website: www.vfa.de Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster)
Pressekontakt: Dr. Jochen Stemmler,
Tel. +49 30 20604-203, j.stemmler@vfa.de