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16.06.2026 | GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG 006/2026 Starkes Signal für den Pharmastandort Sachsen-Anhalt

  • Pharma-Gipfel in Magdeburg auf Einladung von Ministerpräsident Sven Schulze
  • Land, Verbände und IGBCE unterzeichnen gemeinsame Erklärung
  • Fokus auf Investitionen, Fachkräfte, Versorgungssicherheit, Innovationen und Sichtbarkeit

Sachsen-Anhalt ist ein wichtiger Pharmastandort in Deutschland. Unternehmen aus Arzneimittelproduktion, Biotechnologie, Wirkstoffherstellung, Forschung und chemischer Vorproduktion bilden hier ein starkes industrielles Ökosystem. Beim Pharma-Gipfel in Magdeburg haben die Verbände AGV Nordostchemie, BPI, Pharma Deutschland, Pro Generika, VCI Nordost und vfa sowie die Gewerkschaft IGBCE gemeinsam mit dem Land Sachsen-Anhalt eine Erklärung zur Stärkung des Standorts unterzeichnet.

Die Erklärung bündelt zentrale Anliegen für einen wettbewerbsfähigen und resilienten Pharmastandort: schnellere Investitions- und Genehmigungsverfahren, bessere Rahmenbedingungen für Fachkräfte, eine krisensichere Grundversorgung mit Generika und Biosimilars, stärkeren Transfer zwischen Forschung und Industrie sowie mehr Sichtbarkeit gegenüber Bund, Europa und internationalen Investoren.

Han Steutel, Präsident des vfa: "Sachsen-Anhalt hat alles, was einen starken Pharmastandort ausmacht. Jetzt kommt es darauf an, daraus verlässliche Standortpolitik zu machen – mit schnellen Verfahren, Planungssicherheit und innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen. Der Gipfel sendet dafür ein wichtiges Signal: Forschung, Produktion und Versorgungssicherheit gehören in Deutschland und Europa wieder enger zusammen."

Dr. Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer des BPI: "Unsere Industrie kann Wachstumsmotor und Innovationstreiber sein. Unsere Unternehmen können noch mehr hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmen. Es ist gut, dass sich die Landesregierung, allen voran der Ministerpräsident selbst, dafür einsetzen. Wir brauchen eine starke pharmazeutische Industrie im Land, um die Versorgung zu sichern. Jetzt und erst recht im Krisenfall."

Alexander Bercht, Mitglied des Hauptvorstandes und komm. Leiter des Landesbezirks Nordost der IGBCE: "Die Attraktivität Sachsen-Anhalts als Pharmastandort ist eine tragende Säule für die zukünftige Entwicklung des gesamten Wirtschaftsstandorts. Dazu gehört, dass pharmazeutische Produkte, die in Deutschland und Europa unter Tarifbindung erforscht, entwickelt und produziert werden, als zentraler Pfeiler der Versorgungssicherheit bessere Bedingungen bei Preis- und Erstattungssystemen erhalten müssen. Das ist ein industriepolitischer Ansatz, von dem am Ende der gesamte Chemie- und Pharmastandort profitiert."

Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland: "Der Pharma-Gipfel setzt ein wichtiges Zeichen für den Standort Sachsen-Anhalt. Entscheidend ist nun, dass die vereinbarten Handlungsfelder konsequent umgesetzt werden und die Unternehmen die Verbesserungen auch tatsächlich in ihren Verfahren spüren."

Bork Bretthauer, Geschäftsführer von Pro Generika: "Wer Medikamente braucht und sie nicht bekommt, verliert das Vertrauen in den Staat. Deshalb ist es so wichtig, dass die Politik heute anerkennt: Versorgungssicherheit ist nicht nur im Krisenfall relevant, sondern jeden Tag – und sie fängt in Generikawerken wie dem in Barleben an. Sachsen-Anhalt zeigt, was das wert ist. Jetzt muss der Bund dafür sorgen, dass sich Generika-Produktion in Deutschland auch lohnt."

Nora Schmidt-Kesseler, Hauptgeschäftsführerin des VCI Nordost und der AGV Nordostchemie: "Wer Arzneimittelproduktion in Deutschland stärken will, muss auch die industrielle Basis dahinter sichern. Sachsen-Anhalt profitiert von der engen Verbindung von Chemie und Pharma im mitteldeutschen Industrieverbund. Diese Verbundstrukturen stärken Wertschöpfung, Resilienz und Versorgungssicherheit gleichermaßen. Die gemeinsame Erklärung zeigt, dass Landesregierung, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaft die Weiterentwicklung des Pharmastandorts Sachsen-Anhalt gemeinsam vorantreiben. Die Sozialpartnerschaft ist dabei ein wichtiger Standortfaktor, wenn es darum geht, Investitionen, Fachkräfte und industrielle Wertschöpfung langfristig zu sichern."

Die Beteiligten verstehen die Erklärung als Auftakt für einen weiteren Prozess. Die vereinbarten Handlungsfelder sollen konkretisiert und ihre Umsetzung regelmäßig überprüft werden. Ziel ist es, Sachsen-Anhalt als Standort mit industrieller Tiefe, wissenschaftlicher Stärke und strategischer Bedeutung für Versorgung und Innovation weiterzuentwickeln.

Hintergrundinformation

Pressemitteilung der Landesregierung von Sachsen-Anhalt Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster)

Pressekontakte

BPI
Hermann Hofmann, Leiter Kommunikation, Tel. 0176 12790936, hhofmann@bpi.de

IGBCE
Tom Karl, Gewerkschaftssekretär Landesbezirk Nordost, Tel. 030 27871347, tom.karl@igbce.de

Pharma Deutschland
Hannes Hönemann, Leitung Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 030 3087596138, hoenemann@pharmadeutschland.de

Pro Generika
Anna Steinbach, Leiterin Kommunikation, Tel. 0151 40792101, steinbach@progenerika.de

VCI Nordost / AGV Nordostchemie
Tanja Buntrock, Leiterin Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 030 34381628, buntrock@nordostchemie.de

vfa
Henrik Jeimke-Karge, Pressesprecher, Tel. 0151 61908651, h.jeimke-karge@vfa.de