Drucken
öffnen / schließen
Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA übertragen und unter Umständen auch dort gespeichert. Näheres erfahren Sie hier: https://www.heise.de/ct/artikel/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html

Patienten in klinischen Studien

So werden Studien veröffentlicht

Die Studiendaten von allen, die teilgenommen haben, werden zusammen ausgewertet. Die Fachleute, die das machen, können nicht erkennen, von wem die Daten stammen. Sie sehen nur, welche Daten von solchen Personen stammen, die das zu untersuchende Medikament erhalten haben, und welche Daten von Personen aus der Vergleichsgruppe kommen.

Bei der Auswertung zeigt sich, ob die verglichenen Behandlungen im Schnitt gleichwertig waren oder eine davon ein besseres Ergebnis erzielt hat. Auch sieht man, ob bestimmte Nebenwirkungen bei der einen Behandlung häufiger oder stärker auftraten als bei der anderen.

Forschende Pharma­-Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, die Ergebnisse aller ihrer seit 2004 begonnenen Patientenstudien zu veröffentlichen, wenn daran Kliniken oder Arztpraxen in der EU mitgewirkt haben (im Falle von Studien mit Kindern oder Jugendlichen auch solche, die komplett außerhalb der EU stattfanden) – unter www.clinicaltrialsregister.eu. Oft werden die Ergebnisse zusätzlich in einem ausführlicheren Artikel in einer medizinischen Zeitschrift veröffentlicht. Die Daten einzelner Patientinnen und Patienten kommen in all diesen Veröffentlichungen nicht vor. Also kann auch niemand lesen, wie Ihre Behandlung verlief.

Wenn Sie das Ergebnis Ihrer Studie inte­ressiert, wenden Sie sich am besten an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aus der Studie.
Allerdings dauert es in der Regel viele Monate, bis die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht sind; manchmal sogar Jahre, wenn die Studie über einen Zeitraum von mehreren Jahren angelegt ist.