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#abcGesundheitspolitik

Das Gesundheitssystem in Deutschland ist hervorragend aber komplex. Nicht immer sind Begriffe und Bestimmungen einfach zu verstehen. Mit unserem Glossar und in einzelnen Artikeln erklären wir kurz und bündig die wichtigsten Begriffe aus Gesundheitswesen, Medikamentenforschung und Gesundheitspolitik.

Ein Mann sitzt auf einem Stuhl und schaut verwirrt auf ein Gekritzel an der Wand

AMNOG schnell erklärt

AMNOG steht für das „Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz“ und meint die Preisregulierung innovativer Medikamente in Deutschland. Nach diesem Verfahren werden seit Januar 2011 die Preise für neue, patentgeschützte Arzneimittel auf Basis einer Zusatznutzenbewertung bestimmt.
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Forschungspersonal mit Tablet im Labor

Anwendungsbegleitende Datenerhebung schnell erklärt

Seit 2020 können für ausgewählte Arzneimittel Daten erfasst werden, die in der täglichen Praxis bei der Behandlung anfallen. Diese sogenannten Versorgungsdaten liefern zusätzliche Informationen über den Nutzen und mögliche Nebenwirkungen.
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Eine Apothekerin gibt mit Blick auf eine Medikamentenschachtel Informationen in eine Computer-Datenbank ein.

Arzneimittelausgaben schnell erklärt

Arzneimittel rangieren bei den GKV-Leistungsausgaben in der BMG-Statistik auf dem zweiten Platz. Der Anteil der pharmazeutischen Industrie beträgt davon 12%. Der Rest der Arzneimittelausgaben wird durch die Mehrwertsteuer, die Handelsstufen und den Großhandel generiert.
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Blaugrüne Fläche mit neun gelben Bleistiften, die nebeneinander liegen, von oben fotografiert

Biosimilars schnell erklärt

Biosimilars sind Nachahmerpräparate von Biopharmazeutika, also von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln. Diese werden alle mit Hilfe gentechnisch veränderter lebender Organismen hergestellt. Das können z. B. Hefen, Bakterien oder tierische Zellen sein.
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Eine Krankenschwester trägt ein in ein Laken gewickeltes Kind über einen Krankenhausflur.

Compassionate Use schnell erklärt

Compassionate Use ist die englische Bezeichnung für Arzneimittel-Härtefall-Programme. Damit können bestimmte Patientinnen und Patienten im Ausnahmefall mit einem Medikament behandelt werden. Doch dafür gibt es strikte Voraussetzungen.
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Eine Apothekerin steht an einer Glasvitrine und inspiziert das Sortiment.

DDD schnell erklärt

Arzneimittel werden in sehr unterschiedlichen Intervallen eingenommen oder verabreicht: von mehrmals täglich bis beispielsweise einmal alle vier Wochen oder noch seltener. Die Kennzahl „definierte Tagesdosis“ (Daily Defined Dose, DDD) ist hier eine Hilfsgröße um verschiedene Arzneimittel vergleichbar zu machen.
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Eine junge Ärztin mit Locken zeigt einem Mann mit blauem T-Shirt etwas auf einem Tablet

DiGA schnell erklärt

Die digitalen Gesundheitsanwendungen – kurz DiGA – sind Medizinprodukte niedriger Risikoklassen, deren medizinische Zwecke durch eine digitale Hauptfunktion erreicht werden. Das können etwa Apps oder online-Anwendungen sein.
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Ein Stethsokop mit blauem Verbindungsstück liegt auf einem feinkarierten Papier mit Ergebnissen eines EKG. Unter diesen Zetteln liegt ein Fragebogen auf Englisch der von den Patient:innen gemeinsam mit dem Arzt ausgefüllt werden muss.

Endpunkte schnell erklärt

Ein Endpunkt ist das, was im Rahmen einer klinischen Studie als Ergebnis gemessen wird. Es sind also die Messgrößen, mit denen die Effekte einer Therapie beurteilt werden.
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Eine junge Patientin betrachtet gemeinsam mit ihrer Ärztin ihren Handy-Bildschirm

ePA schnell erklärt

Die elektronische Patientenakte – kurz ePA – dokumentiert die Gesundheitsgeschichte von Patient:innen digital. Alle, die an der medizinischen Behandlung beteiligt sind, schreiben daran mit - etwa Ärzt:innen oder Apotheker:innen.
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Ein junger Asiate fährt auf einem Mofa durch den Stadtverkehr und trägt dabei eine Schutzmaske.

Epidemie schnell erklärt

Von einer Epidemie spricht man, wenn in einer Region Krankheitsfälle in einer bestimmten Bevölkerungsgruppe deutlich gehäuft auftreten. Meist handelt es sich um Infektionskrankheiten.
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Apothekerin die einen QR-Code vom Handy der gegenüber stehenden Kundin abscannt.

eRezept schnell erklärt

Das E-Rezept ist neuer Standard: Patient:innen erhalten Rezepte elektronisch – per Smartphone, elektronischer Gesundheitskarte oder Ausdruck.
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Erstattungsbetrag schnell erklärt

Der Preis, den Krankenkassen in Deutschland für neue, patentgeschützte Arzneimittel an Pharma-Unternehmen zahlen, nennt man im Gesundheitssystem Erstattungsbetrag.
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Die Abbildung zeigt mehrere Gruppierungen von Menschen in Verbindung mit einem Netzwerk, das aus leuchtenden Linien besteht und die digitale Vernetzung im Europäischen Gesundheitsdatenraum symbolisiert.

Europäischer Gesundheitsdatenraum (EHDS) – Chancen für Innovation und Versorgung

Der Europäische Gesundheitsdatenraum ist eine Initiative in der EU. Ziel ist es, nationale Gesundheitssysteme durch sicheren und effizienten Austausch von Gesundheitsdaten stärker zu verknüpfen.
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Wehende Europa-Flaggen sowie verschiedener EU-Staaten vor der Fensterfront des  EU-Parlaments

Europäische Nutzenbewertung schnell erklärt

Der europäische Gesetzgeber hat die Einführung einer Nutzenbewertung für neue Arzneimittel auf europäischer Ebene beschlossen. Diese wird parallel zur europäischen Zulassung stattfinden und ab 12. Januar 2025 für die ersten Medikamente starten.
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Festbeträge schnell erklärt

Für viele Medikamente gibt es Obergrenzen in der Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung, sogenannte Festbeträge. Sie werden gebildet, wenn mehrere Arzneimittel als vergleichbar eingestuft werden.
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Rechteckiges Eingangsschild Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) auf dem Fußweg stehend mit Gebäude der Geschäftsstelle im Hintergrund

G-BA schnell erklärt

G-BA ist die Abkürzung für „Gemeinsamer Bundesausschuss“. Er bestimmt, welche medizinischen Leistungen gesetzlich Versicherte erhalten. Seine Richtlinien sind in der gesetzlichen Krankenversicherung bindend.
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Ärztin sitzt mit Kittel am Schreibtisch. In ihrer Brille spiegelt sich das Licht des Tablets auf das sie schaut. Vor ihr ein Laptop und Papier auf einem Klemmbrett.

Nutzen von Gesundheitsdaten schnell erklärt

Das Gesundheitsdatennutzungsgesetz verfolgt das Ziel, die Patientenversorgung durch die gemeinwohlorientierte Nutzung von Daten zu verbessern. Auch die pharmazeutische Industrie soll Zugang zu diesen Daten erhalten.
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Eine junge Ärztin hört den Rücken einen jungen Frau ab. Die Patientin hat einen blauen Krankenhaus-Kittel an und trägt ein beige-farbenes Kopftuch. Die Ärztin mit Stethoskop trägt eine runde schwarze Brille und trägt die schwarzen geflochtenen Haare zum Dutt gebunden.

NCDs schnell erklärt

NCD steht für Non-Communicable Diseases. Die englische Bezeichnung fasst die Krankheiten zusammen, die nicht ansteckend sind, auch wenn manche davon immer häufiger auftreten. Dazu gehören z.B. Krebs oder Diabetes.
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Eine Krankenschwester mit dunklen geflochtenen Haaren, blauem Kittel und Stethoskop spricht mit Kindern, die auf einer Bank vor einer blauen Wand sitzen. Sie haben bunte kenianische gewänder an.

NTDs schnell erklärt

NTD steht für Neglected Tropical Diseases. Die WHO fasst mit der Bezeichnung armutsassoziierte, vernachlässigte Tropenkrankheiten zusammen. Weltweit leiden mehr als 1 Mrd. Menschen daran.
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Rückenansicht eines einsamen Satdionbesuchers alleine auf einer Tribüne

Orphan Drugs schnell erklärt

Forschende Pharma- und Biotech-Unternehmen bieten nicht nur Medikamente gegen häufige Erkrankungen an, sondern auch gegen seltene. Die wichtigsten Erklärungen hierzu auf einen Blick.
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Ein Mann steht in einer Flughafenhalle und trägt einen Mundschutz.

Pandemie schnell erklärt

Mit dem Begriff Pandemie beschreibt man eine weiträumige Epidemie. Sie erfasst ganze Landstriche, Kontinente oder breitet sich global aus.
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Parallelexport schnell erklärt

Innovative Arzneimittel haben in Europa zum Teil unterschiedliche Preise. Das macht es für sogenannte Parallelhändler attraktiv, Produkte in einem Land – zum Beispiel in Deutschland – günstig einzukaufen und zu höheren Preisen im Ausland weiterzuverkaufen.
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Eine junge Medizinerin klärt im Sprechzimmer einen seniorigen Patienten auf.

Randomisierte kontrollierte Studie (RCT) schnell erklärt

Sie ist die objektivste Möglichkeit, herauszufinden, wie eine Therapie im Vergleich zu einer anderen Option abschneidet Qualitativ gut geplante und durchgeführte RCTs haben den höchsten Evidenzgrad und gelten daher als der Goldstandard unter den klinischen Studien.
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Forscherin und Forscher schauen auf ein Tablet in Laborumgebung. Sie betrachten ein Krebsregister

Register schnell erklärt

Ein medizinisches Register ist eine systematische, anonymisierte bzw. pseudonymisierte Daten-Sammlung für eine bestimmte Erkrankung. Darin werden Informationen zu Krankheitsverläufen, zur Therapie und/oder zur Diagnose untersucht und zusammengestellt.
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Eine Apothekerin lehnt mit Tabelt in der Hand und verschränkten Händen mit einer Schulter an einem Generalalphabet im Backoffice-Bereich einer Apotheke.

Spezielle Zulassungswege schnell erklärt

Bevor ein Fertigarzneimittel in Deutschland in den Verkehr gebracht werden darf, muss eine Zulassung der zuständigen Bundesbehörde oder eine Registrierung vorliegen. Neben dem gängigen zentralisierten Verfahren gibt es spezielle Zulassungswege.
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Eine Pinzette hält eine kleine weiße Tablette, im Hintzergrund unscharf eine größere weiße Kapsel auf einer behandschuhten Handfläche

Zweckmäßige Vergleichstherapie schnell erklärt

Für neue Arzneimittel wird per AMNOG-Verfahren ein Erstattungspreis ermittelt. Die Preise werden auf Basis einer Zusatznutzenbewertung bestimmt. Um den Zusatznutzen zu ermitteln, wird eine zweckmäßige Vergleichstherapie festgelegt.
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