2. November 2026 RNA-Medikamente: Potenzial für den Standort Deutschland
Wo solche Medikamente (oder Technologien dafür) in Deutschland entwickelt werden, wo sie produziert werden und wo die erforderlichen Vorprodukte hergestellt werden, zeigt die folgende Karte.
Ein Doppelklick auf die Karte sorgt für Hineinzoomen; ein Klick auf ein Namensfeld öffnet eine Infobox. Diese und weitere Bedienmöglichkeiten für die Karte zeigt das folgende Erklärvideo:
Wie man auf der Karte sieht, gibt es in Deutschland sowohl Unternehmen, die mRNA-Impfstoffe und andere RNA-basierte Medikamente entwickeln (auf der Karte mit M gekennzeichnet), als auch Zulieferer für essenzielle Vorprodukte (gekennzeichnet mit Z). Die Produktion der eigentlichen Medikamente führen die entwickelnden Unternehmen entweder selbst durch oder übertragen sie ganz oder teilweise an Auftragsproduzenten (Produktionsstandorte tragen ein P). Daneben findet Technologieentwicklung (T) durch Forschungsinstitute und Unternehmen statt; oft in Kooperation.
So findet sich Kompetenz zu allen Aspekten dieses Fortschrittsgebietes in Deutschland; und die Wege für Kooperationen sind kurz. Zugleich ist die deutsche RNA-Landschaft eng vernetzt mit Partnern in anderen Ländern: über Produktionskooperationen, über Forschungsverbünde, über den Bezug weiterer Hilfsstoffe und Geräte.
Allerdings: Auch wenn Deutschland aktiv im RNA-Feld ist, bleibt diese Aktivität bislang doch wesentlich hinter der in den USA und China zurück.[1] Und auch andere Länder verfügen über Kompetenzen und Ressourcen, etwa Belgien, Indien, Südkorea, die Schweiz und andere. Deutschland hat nur Chancen auf eine bleibende wesentliche Rolle in diesem Feld, wenn es seine Aktivitäten noch steigert. Dazu rät auch die Boston Consulting Group in der vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) beauftragten Studie "Deep Tech für den Industriestandort Deutschland" Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster) vom September 2025.
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[1] Das gilt, auch wenn die US-Regierung derzeit die Projektförderung für Impfstoffe auf mRNA-Basis eingestellt hat. Projekte für mRNA-Therapeutika und andere RNA-basierte Medikamente sind davon nicht betroffen.