Suche Inline - Login

27. Juli 2023 Jede dritte Führungskraft in Deutschlands Pharmaindustrie ist weiblich

Die Pharma-Industrie ist für Frauen eine vielversprechende Karriereoption: In der Belegschaft liegt der Frauenanteil bei fast 40 Prozent. Und fast jeder dritte Führungskraft ist weiblich.

Frauenanteil in der Belegschaft der Pharmaindustrie

In der Pharmaindustrie insgesamt 39,2 % der Vollzeitbeschäftigten weiblich. Demgegenüber sind in der Chemieindustrie (ohne Pharma) nur 21 % der Belegschaft weiblich, im verarbeitenden Gewerbe, in Fahrzeug- und Maschinenbau sogar nur Anteile zwischen 12 und 18 %. Das geht aus Angaben des Statistischen Bundesamtes von 2021 hervor.

Auch im Bereich der Führungskräfte ist die Pharmaindustrie weiter als einige andere Branchen: Jede dritte Führungskraft ist mittlerweile eine Frau. Von den Mitgliedsfirmen des vfa wird ein Viertel (25,5 %) von Frauen geführt (Stand: Juli 2023).


Was die Pharmabranche für Frauen attraktiv macht

In einem 2023 veröffentlichten Artikel Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster) gehen Simon Schumacher und Lydia Malin vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) darauf ein, was die Attraktivität gerade der pharmazeutischen Kernberufe wie z.B. Chemie- oder Pharmatechniker:in für Frauen ausmacht. Sie schreiben u.a.: "... pharmazeutische Unternehmen [setzen] bereits seit Jahren vermehrt auf flexible Arbeitszeitmodelle, Unterstützung bei der Kinderbetreuung sowie die Schaffung passender Rahmenbedingungen für einen Wiedereinstieg, um dem Wunsch vieler nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu begegnen."

Frauen in Forschung und Entwicklung

Noch stärker vertreten sind Frauen in Pharmaunternehmen in der Belegschaft für Forschung und Entwicklung.

Laut Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft waren 2021 in Deutschland 52 % der Beschäftigten in der industriellen Pharma-Forschung und -Entwicklung Frauen (gerechnet in Vollzeitäquivalenten). Und auch in der Teilgruppe der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler war der Frauenanteil mit 46 % nahezu ausgeglichen.

Kaum eine andere Industriebranche hat einen so hohen Frauenanteil in der F&E vorzuweisen (siehe Tabelle). Nur bei „Herstellung von Textilien, Bekleidung, Leder, Lederwaren und Schuhen“ mit 53 % und „Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei“ mit 54 % liegt er noch etwas höher.

Frauenanteil in den Bereichen Forschung und Entwicklung ausgewählter Industriebranchen

WirtschaftsbrancheFrauenanteil insgesamtWissenschaftlerinnenTechnikerinnensonst. Mitarbeiterinnen der F&E
Pharma52 %46 %56 %59 %
Chemie sonst36 %28 %41 %44 %
Maschinenbau13 %9 %15 %29 %
PKW/LKW-Bau11 %10 %13 %15 %
Luft- und Raumfahrzeugbau13 %12 %11 %18 %
Baugewerbe / Bau24 %20 %26 %38 %
Textilien, Bekleidung, Leder, Lederwaren und Schuhe53 %52 %53 %56,9 %
Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei54 %43 %62 %50,6 %

Alle Anteile wurden in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) berechnet.

Veröffentlicht sind diese Zahlen in:
Stifterverband (Hrsg.). Zahlenwerk 2023 – Forschung und Entwicklung in der Wirtschaft 2021. Download: https://www.stifterverband.org/sites/default/files/2023-07/zahlenwerk_2023.pdf Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster) (letzter Abruf 25.07.2023).

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere Kampagnenbotschafter

Vreni Frost bei Takeda und Abbvie

Eine Forscherin im Pharmalabor, sollte man meinen, ist heute so normal wie ein Forscher. Doch die Gespräche von Bloggerin Vreni Frost mit Vertreterinnen der Unternehmen Takeda und AbbVie zeigen: Es gibt Unterschiede.

Mehr erfahren Vreni Frost bei Takeda und Abbvie