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Warum die Zukunft Netzwerken gehört

Die forschenden Pharmaunternehmen werden ihren Teil für bessere Gesundheit und zu einem besseren Gesundheitsstandort beitragen: Sei es durch die Entwicklung neuer Medikamente, als Partner der Wissenschaft und der Gesundheitsakteure sowie als Unterstützer der Patientinnen und Patienten im Umgang mit ihrer Erkrankung. Birgit Fischers Ausblick auf das neue Jahr:

Auch im Jahr 2018 haben forschende Pharmaunternehmen wieder mit zahlreichen neuen Medikamenten mit neuen Wirkstoffen die therapeutischen Möglichkeiten für Patientinnen und Patienten verbessert. Darunter gibt es sowohl neue Therapien gegen Volkskrankheiten als auch völlig neue Wirkprinzipien wie die Car-T-Zelltherapie gegen schwere und lebensbedrohliche Krankheiten wie Krebs. Auch neue Medikamente gegen seltene Krankheiten finden sich wieder in der Jahresbilanz, darunter ein ganz spezielles Medikament für die Behandlung einer Erkrankung, an der weltweit nur 100 Menschen erkrankt sind.

Die Unternehmen forschen also erfolgreich auf vielen Gebieten und ein Blick in die Forschungslabore verspricht auch für die nächsten Jahre neue Behandlungsmöglichkeiten – von Antibiotika bis zu Krebstherapien.

Die Pharmaforschung wird dank der neuen digitalen Möglichkeiten effizienter und schneller; Immer größere Datenmengen können dank intelligenter Software immer schneller verarbeitet werden und exaktere Ergebnisse produzieren. Smart Data simuliert Krankheitsprozesse und verarbeitet individuellere Abläufe. Daraus gewonnene Erkenntnisgewinne können so schneller und sicherer in neue Produkte überführt werden. Leistungsfähige Diagnostik sorgt dafür, dass die „richtigen“ Medikamente die „richtigen“ Patienten erreichen. Das Zusammenspiel von Diagnostik und Medikamentenentwicklung wird dank der digitalen Möglichkeiten immer exakter und fördert so den medizinischen Fortschritt. Dabei kommt gerade auch den Patientinnen und Patienten eine besondere Rolle zu: Sie werden, dank smarter Helfer wie spezielle, auf ihre Krankheit abgestimmte Apps, in die Lage versetzt, besser zu ihrem eigenen Therapieerfolg beizutragen.

Die dabei gewonnen Erkenntnisse können so wiederum in die Entwicklung noch besserer Medikamente einfließen und zu weiteren medizinischen Fortschritten beitragen.

Unser Gesundheitswesen ist nach wie vor in viele einzelne Sektoren unterteilt, die sich bisher schwer damit tun, gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen zu arbeiten. Dabei entsteht Fehlversorgung, obwohl eine bessere Hilfe für Patienten möglich wäre, und die unnötigerweise die finanziellen Ressourcen des deutschen Gesundheitssystems beansprucht. Darunter leidet aber auch die Geschwindigkeit, mit der möglicher Fortschritt letztendlich in der Versorgung ankommt und wirken kann. Nur wenn sich alle Akteure untereinander vernetzen und ihre gewonnenen Erkenntnisse austauschen und gemeinsam Neues entwickeln, kann es gelingen, dass die vielen neuen Möglichkeiten schnelle Fortschritte für unser Gesundheitssystem - und damit erfolgreiche Ergebnisse für Patienten und Patientinnen bringen.

Die Akteure im deutschen Gesundheitswesen haben das Potential dazu, Gesundheitslösungen und den medizinischen Fortschritt in unserem Land voran zu bringen. Doch die Erfahrung lehrt auch: Wenn wir uns dazu nicht vernetzen – und zwar schnell – werden andere Akteure das Heft des Handelns in die Hand nehmen: Google, Amazon, Alibaba, Apple und andere sind längst dabei, neben ihrer technologischen Weltmarktführerschaft auch im Gesundheitsbereich zu bestimmenden Akteuren zu werden. Doch wenn es gelingt, aus einem starken System heraus die herausragende Expertise der Akteure produktiv zu nutzen, kann die Gesundheitswirtschaft am Standort Deutschland selbst ein exzellenter Player im weltweiten Wettbewerb bleiben.

Drei junge Kreative, eine Frau und zwei Männer,  besprechen sich an einem Stehtsich