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Positionen

Der vfa vertritt über 40 Unternehmen der forschenden Pharmaindustrie. Wie wir zu aktuellen Themen der Forschung und der Gesundheitspolitik stehen, welche Positionen wir konkret vertreten, das können Sie hier einsehen.

Thema

Patientenzentrierung bedeutet für die forschenden Pharma-Unternehmen, die Wünsche und Bedürfnisse von Patienten (sowie ihrer Angehörigen) in den Mittelpunkt des eigenen Handelns zu stellen. Das erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit den Versorgungserfordernissen und –wünschen der Patienten sowie eine offene und verständliche Kommunikation.

Die fortschreitenden Erkenntnisse bezüglich Krankheitsursachen erfordern komplexe Studiendesigns. Bei deren Entwicklung und Etablierung besteht ein hohes Interesse seitens der Industrie an der Zusammenarbeit mit den Bundesoberbehörden und Ethik-Kommissionen, welche die Durchführung der Studien genehmigen/bewerten müssen, sowie den Nutzenbewertungsagenturen. In übergreifenden Diskussionen sollte gemeinsam ausgelotet werden, welche Voraussetzungen für die Genehmigung und Bewertung komplexer Studiendesigns erforderlich sind.
Von diesem Papier gibt es auch eine englische Version.

Neue Antibiotika gegen Problemkeime werden dringend gebraucht. Forschende Pharma-Unternehmen arbeiten weltweit wieder verstärkt an solchen Präparaten; darunter acht große und mehr als fünfzig kleine und mittelständische Unternehmen. Einen Teil dieser Forschung und Entwicklung betreiben sie gemeinschaftlich. Diese Anstrengungen reichen aber wahrscheinlich nicht aus, um den zunehmenden Resistenzen Herr zu werden. Daher werden nationale sowie insbesondere globale Strategien zur Entwicklung neuer Antibiotika dringend benötigt.

„Gender Mainstreaming“ bedeutet die Gleichstellung von Mann und Frau in allen Lebensbereichen. Es bedeutet auch zu fragen, ob geschlechtsspezifische Unterschiede im medizinischen Bereich ausreichend berücksichtigt werden. Inzwischen gibt es in Deutschland auch einige gendermedizinische Lehrstühle, die in gezielten Forschungsprojekten diagnostisch oder therapeutisch relevante Geschlechts-Unterschiede identifizieren konnten. Diese führen zu der Frage, ob solche Unterschiede in ausreichendem Maße bei der Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln berücksichtigt werden.

Innovationsfreundliche und vor allem langfristig verlässliche Rahmenbedingungen - dazu zählen unter anderem auch eine faire Erstattung für innovative Präparate - sind von zentraler Bedeutung, um die Zukunft des Produktionsstandortes Deutschland zu sichern.

Aufgrund der Schwere onkologischer Erkrankungen unterliegen Zulassungsstudien in der Onkologie methodischen Besonderheiten, die bei der Wahl der Endpunkte und bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden müssen.

Die Pharmakogenetik (Genetik der Reaktion auf Arzneimittel) hilft Ärzten, aufgrund von genetischen Markern die Wirksamkeit und Verträglichkeit eines Arzneimittels bei Patienten individuell besser abschätzen zu können. Neben der Steigerung des therapeutischen Nutzens können dadurch klinische Prüfungen gezielt an kleineren Patientengruppen durchgeführt werden. Dies trägt dazu bei, neue innovative Arzneimittel schneller zu entwickeln und den Patienten früher zur Verfügung zu stellen.

Das vfa-Positionspapier „Digitalisierung und Pharma“ greift zentrale Grundsatzfragen zur Relevanz der digitalen Transformation für das Gesundheitswesen und für Pharma auf und bietet eine Übersicht zu den wesentlichen Trends und Entwicklungen. Kernbestandteil sind fünf politische Empfehlungen für eine digitale Handlungsstrategie, die als Impuls für die weiterführenden Diskussionen dienen.

Die Frage, ob Pharmafirmen die Veröffentlichung der Ergebnisse von klinischen Studien zu ihren Gunsten beeinflussen, ist ein seit Jahren in der öffentlichen Diskussion adressiertes Thema. In den letzten Jahren wurde die Ursache für den publication bias in öffentlichen Statements, Presseberichten und Meinungsäußerungen häufig – wenn nicht ausschließlich – der pharmazeutischen Industrie zugeschrieben. Aus Sicht des vfa sind diese Vorwürfe gegenüber der pharmazeutischen Industrie einseitig und ebenfalls einer unausgewogenen, unvollständigen Berichterstattung geschuldet.