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Positionen

Der vfa vertritt über 40 Unternehmen der forschenden Pharmaindustrie. Wie wir zu aktuellen Themen der Forschung und der Gesundheitspolitik stehen, welche Positionen wir konkret vertreten, das können Sie hier einsehen.

Thema

Für die Aufklärung von Krankheitsprozessen, die Entwicklung neuer Therapieansätze und die Prüfung neuer Arzneimittel sind Tierversuche derzeit unverzichtbar. Für den Einsatz von Tieren in der Forschung sind aus gesetzlichen, moralischen und ethischen Gründen höchste Standards einzuhalten.

Die Mitgliedsunternehmen des vfa leisten Beiträge für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen und Tieren, indem sie neue Therapien gegen Erkrankungen bei Menschen und Tieren erforschen und entwickeln. Für diese Forschung sind Tierversuche immer noch unerlässlich. Die Prinzipien zur Reduzierung, Verbesserung und zum Ersatz von Tierstudien werden von den vfa-Mitgliedsunternehmen dabei konsequent angewendet und durch eigene Forschungsanstrengungen zur Entwicklung von tierfreien Versuchsmethoden aktiv vorangetrieben.

In den letzten Jahren hat es beachtliche Arzneimittelentwicklungen gegeben. Insbesondere die neuen Gen- und Zelltherapien, „Advanced Therapy Medicinal Products“ (ATMP) genannt, sind in aller Munde. Mit ihnen verknüpfen sich große Hoffnungen für Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen, denen bislang nicht geholfen werden kann. ATMP können bei einmaliger Anwendung eine langanhaltende therapeutische Wirksamkeit, möglichweise sogar eine Heilung, erzielen.

Die forschende Pharma- und Biotech-Industrie, die allein schon durch ihre hohen Forschungsaufwendungen zu den Hightech-Industriezweigen zählt, ist über ihre kontinuierlichen Innovationen ein wesentlicher Treiber des medizinischen Fortschritts. Innovationen zeigen sich dabei nicht allein in neuen Medikamenten und therapeutischen Optionen, sondern im gesamten Leistungsangebot dieser Industrie.

Medizinische Information dient dem wissenschaftlichen Austausch, liefert Informationen und unterstützt Ärzte und Apotheker bei der verantwortungsvollen, kompetenten Entscheidungsfindung vor und während einer Arzneimitteltherapie. Sie beschreibt die Bereitstellung von medizinisch-wissenschaftlichen Informationen zu Arzneimitteln und dient der Sicherstellung von deren sachgerechten Einsatz auf Basis des aktuellen Standes der wissenschaftlichen Erkenntnis. Dies ermöglicht eine qualitativ hochwertige Arzneimittelversorgung der Patienten und erhöht die Arzneimittelsicherheit.

Neue Antibiotika und andere antibakterielle Therapien gegen Problemkeime werden dringend gebraucht. Forschende Pharma- und Biotech-Unternehmen arbeiten weltweit an solchen Präparaten; darunter eine Reihe großer und mehr als 50 kleine und mittelständische Unternehmen. Die bestehenden Anstrengungen reichen aber wahrscheinlich nicht aus, um den zunehmenden Resistenzen Herr zu werden und von jeher schwer behandelbare Krankheiten wie Tuberkulose schon bald rasch und nebenwirkungsarm heilbar zu machen.

Forschung ist für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland von zentraler Bedeutung für Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb muss Deutschland Branchen stärken, die zur Hoch- oder Spitzentechnologie zählen.

Der zulassungsüberschreitende Einsatz von Arzneimitteln, der sogenannte Off-Label-Use, ist in einigen Indikationsgebieten und bei bestimmten Patientengruppen ein integraler Bestandteil der Therapie, um im Interesse der Patienten diese nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand behandeln zu können.

Die Pharmakogenetik (Genetik der Reaktion auf Arzneimittel) hilft Ärzten, aufgrund von genetischen Markern die Wirksamkeit und Verträglichkeit eines Arzneimittels bei Patienten individuell besser abschätzen zu können. Neben der Steigerung des therapeutischen Nutzens können dadurch klinische Prüfungen gezielt an kleineren Patientengruppen durchgeführt werden. Dies trägt dazu bei, neue innovative Arzneimittel schneller zu entwickeln und den Patienten früher zur Verfügung zu stellen.