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Positionen

Der vfa vertritt über 40 Unternehmen der forschenden Pharmaindustrie. Wie wir zu aktuellen Themen der Forschung und der Gesundheitspolitik stehen, welche Positionen wir konkret vertreten, das können Sie hier einsehen.

Thema

Bei der Erforschung und Entwicklung neuer Arzneimittel und Therapien werden geschlechtsspezifische Unterschiede heutzutage umfassend berücksichtigt. Seit bald 20 Jahren ist die Ermittlung eventueller Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Rahmen klinischer Prüfungen in der EU gesetzlich gefordert.

Arzneimittel für neuartige Therapien (ATMP = Advanced Therapy Medicinal Products) umfassen Gentherapeutika, Zelltherapeutika und biotechnologisch bearbeitete Gewebeprodukte. Mit ihrer Neuartigkeit gehen Besonderheiten bei ihrer Entwicklung, Produktion, Zulassung und dem Marktzugang bzw. der Erstattung einher.

Umwelt- und Wasserexperten fordern eine Reduzierung des Eintrags von Arzneistoffen in Gewässer. Der vfa sieht in Verboten von bestimmten Medikamenten kein geeignetes Mittel, da hierdurch die Behandlung von Patienten gefährdet werden könnte. Dies ist auch in der Arzneimittelgesetzgebung verankert, wonach eventuelle Umweltrisiken bei Arzneimitteln für Menschen kein Grund sein dürfen, die Zulassung zu verweigern.

Über Jahrtausende waren Pflanzen und Pflanzenbestandteile die wichtigste Ressource für die Behandlung von Krankheiten. Nun eröffnet die moderne Biotechnologie die Möglichkeit, gezielt gentechnisch veränderte Pflanzen (transgene Pflanzen) zur Herstellung von Arzneistoffen wie Proteinen oder monoklonalen Antikörpern, also Biopharmazeutika, zu verwenden.

Patientenberichtete Endpunkte haben einen hohen Stellenwert in der Nutzenbewertung. Sie liefern wertvolle Informationen über die Sicht von Patientinnen und Patienten auf die Erkrankung, die Nebenwirkungen der Therapie oder die Lebensqualität.

vfa und vfa bio, die biopharmazeutische Unternehmen mit und ohne Biosimilar-Aktivitäten vertreten, stehen für den Wettbewerb bio-pharmazeutischer Therapieoptionen, um die Versorgung von Patienten zu verbessern. Wir setzen uns für folgende Rahmenbedingungen für die qualitätsgesicherte Anwendung von Biopharmazeutika – Originalprodukten und Biosimilars – ein:

Für die Aufklärung von Krankheitsprozessen, die Entwicklung neuer Therapieansätze und die Prüfung neuer Arzneimittel sind Tierversuche derzeit unverzichtbar. Für den Einsatz von Tieren in der Forschung sind aus gesetzlichen, moralischen und ethischen Gründen höchste Standards einzuhalten.

Die Mitgliedsunternehmen des vfa leisten Beiträge für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen und Tieren, indem sie neue Therapien gegen Erkrankungen bei Menschen und Tieren erforschen und entwickeln. Für diese Forschung sind Tierversuche immer noch unerlässlich. Die Prinzipien zur Reduzierung, Verbesserung und zum Ersatz von Tierstudien werden von den vfa-Mitgliedsunternehmen dabei konsequent angewendet und durch eigene Forschungsanstrengungen zur Entwicklung von tierfreien Versuchsmethoden aktiv vorangetrieben.

In den letzten Jahren hat es beachtliche Arzneimittelentwicklungen gegeben. Insbesondere die neuen Gen- und Zelltherapien, „Advanced Therapy Medicinal Products“ (ATMP) genannt, sind in aller Munde. Mit ihnen verknüpfen sich große Hoffnungen für Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen, denen bislang nicht geholfen werden kann. ATMP können bei einmaliger Anwendung eine langanhaltende therapeutische Wirksamkeit, möglichweise sogar eine Heilung, erzielen.