Das Bundesgesundheitsministerium plant die Einführung eines Arztinformationssystems. Es will über sogenannte Nutzenbewertungsbeschlüsse informieren. Angesichts der Fülle von Informationen und Verwaltungsaufgaben, der sich Praxen und Kliniken heute ausgesetzt sehen, ist es gut, erst einmal zu fragen, welche Art von Information Ärzte brauchen und welche nicht.



Das Votum der Ärzte, das neue Arztinformationssystem an der Therapierelevanz auszurichten, ist keine Überraschung. Was ihnen im beruflichen Alltag hilft, ist sicher willkommen. Und was nicht hilft zumindest überflüssig. Während die Leitlinien der Fachgesellschaften der Therapieoptimierung dienen, sind die Nutzenbewertungsbeschlüsse der Selbstverwaltung auf Erstattungsfragen ausgerichtet.

Als Therapieempfehlungen innerhalb eines Arztinformationssystems sind diese Beschlüsse nicht geeignet. Es droht sogar eine Verschlechterung der Patientenversorgung, wenn die sich Therapie stärker auf Erstattungsfragen als auf medizinische Notwendigkeiten ausrichtet. Doch wie kann man es besser machen? Nutzenbewertungsbeschlüsse können ein Arztinformationssystem ergänzen, dominieren sollten sie es nicht.

Maßstab für die Bedeutung einer Information im Arztinformationssystem, sollte die Therapierelevanz sein und da rangiert die Leitlinie immer noch weit vor dem Nutzenbewertungsbeschluss.