Raffelhüschen: "Erschreckende Zahlen"
Nach Berechnungen des Freiburger Finanzwissenschaftlers Prof. Bernd Raffelhüschen belastet die Diskrepanz zwischen Einnahmen- und Ausgabenseite im Gesundheitssystem die öffentlichen Haushalte dauerhaft mit rund 3,9 Billionen Euro. Insgesamt ermittelte Raffelhüschen, der auch Mitglied der Rürup-Kommission ist, eine Nachhaltigkeitslücke der gesamten deutschen Fiskalpolitik einschließlich ihrer Sozialversicherungen von insgesamt 6,8 Billionen Euro - das entspricht dem knapp Dreieinhalbfachen des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Um zukünftigen Generationen keine Schuld aufzubürden, müssten alle Deutschen also theoretisch drei Jahre und vier Monate lang allein für den Staat arbeiten, so das Gutachten.

Im Rahmen der vom VFA in Auftrag gegebenen Studie errechnete Raffelhüschen auch die Auswirkungen einer wettbewerblich orientierten Gesundheitsreform. Sein Fazit: Durch einen konsequenten, wie vom VFA vorgeschlagenen, wettbewerblichen Reformansatz mit allgemeiner Versicherungspflicht, risiko-orientierten Prämien und - wo nötig - staatlicher Unterstützung, würde das Nachhaltigkeitsproblem im Gesundheitswesen "im Wesentlichen behoben".

Pressemitteilung des VFA zum Raffelhüschen-Gutachten
Zusammenfassung des Gutachtens "Zur Zukunftsfähigkeit des Gesundheitswesens. Eine Nachhaltigkeitsstudie zur marktorientierten Reform des deutschen Gesundheitssystems." (PDF)
Originalfassung des Gutachtens (PDF)