Seit März 2010 sind die Arzneimittelpreise deutlich gesunken und haben sich damit von der allgemeinen Verbraucherpreisentwicklung abgekoppelt.

Im Januar 2011 liegen die Abgabepreise der pharmazeutischen Unternehmen um 1,8 Prozent unter dem Stand Januar 2010. Die Verbraucherpreise sind dagegen um 1,7 Prozent gestiegen (Dezember 2010 gegenüber Dezember 2009).

Für die Ausgabenentwicklung bei verordneten Arzneimitteln spielen Änderungen der Nominalpreise bis Ende 2013 faktisch keine Rolle mehr, da nach Gesetzeslage jegliche Preiserhöhungen zwangsläufig durch Rabatte der Unternehmen in entsprechender Höhe abgeschöpft werden. Diese Regelung erstreckt sich seit diesem Jahr nicht nur auf die gesetzlichen Krankenkassen, sondern auch auf privat versicherte Patienten.

2011 gilt eine weitere Besonderheit: die Apothekenabgabepreise werden durch einen gesetzlich verordneten Abschlag des Großhandels um rund 0,85 Prozent vermindert. Dieser Einmaleffekt ist bei Vergleichen zu Vorjahrespreisen zu berücksichtigen.


Preisentwicklung bei Arzneimitteln

Index: Januar 2009 = 100
Verbraucherpreise: Monatsdurchschnitt
Arzneimittelpreise: Stand jeweils zum Monatsersten
(© Quelle: Statistisches Bundesamt, vfa)