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NCDs schnell erklärt

Was sind NCDs?

NCD steht für Non-Communicable Diseases. Die englische Bezeichnung fasst die Krankheiten zusammen, die nicht ansteckend sind, auch wenn manche davon immer häufiger auftreten. Dazu gehören beispielsweise Krebserkrankungen, Diabetes Typ 1 und 2, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sowie psychische Störungen. Zusammen genommen sind sie heutzutage die Haupttodesursachen weltweit. In der EU machen sie drei Viertel aller Erkrankungen aus.

Was sind Risikofaktoren für NCDs?

Mehr als die Hälfte der NCDs könnten mit einem gesünderen Lebensstil – Bewegung, maßvoll essen und Alkohol trinken, nicht rauchen – vermieden oder zumindest verzögert werden. Aber auch die Luftqualität spielt eine wichtige Rolle. Statistisch zeigt sich, dass gesellschaftliche und wirtschaftliche Faktoren, wie etwa der Bildungsstand, ebenfalls Einfluss auf das Entstehen einer NCD nehmen können.

In Schwellen- und Entwicklungsländern entspricht die medizinische Infrastruktur zudem häufig nicht den Anforderungen zur Behandlung dieser Krankheiten, die meist komplexe Diagnose- und Therapieoptionen erfordern. Der Mangel an Ärzten und anderem medizinischem Personal kommt meist noch hinzu.

Was wird zur Eindämmung der NCDs getan?

Weltweit setzen sich viele in Forschung, Medizin und Gesundheitswirtschaft für die Bekämpfung der NCDs ein. Beispielsweise arbeiten 22 forschende Pharma-Unternehmen mit der Weltbank und Partnern wie der Union for International Cancer Control (UICC) zusammen, um die Zahl der NCD-bedingten Todesfälle bis 2030 um mindestens ein Drittel zu reduzieren. Im Fokus stehen hierbei vor allem Länder mit geringem und mittlerem niedrigem Einkommen. Nur mit gemeinsamen Anstrengungen aller Akteure und einem beträchtlichen Anstieg der finanziellen Aufwendungen lässt sich den Risikofaktoren für NCDs entgegenwirken.

Dabei geht es jedoch nicht nur um Risikovermeidung. Notwendig sind auch Therapien, die den Schaden durch Krankheiten begrenzen – etwa bei Diabetes Typ 2, Blutdruck- und Blutfettsenkung. Das rettet Leben und eröffnet gleichzeitig Chancen für die ökonomische Entwicklung der am meisten betroffenen Länder.