• Drei junge Wissenschaftler aus aller Welt gewinnen bei der 68. Lindauer Nobelpreisträgertagung mit ihren Projektpräsentationen
  • Der vfa unterstützt die 68. Lindauer Nobelpreisträgertagung


Berlin (vfa). Die Grundlage des Schlaf-Wach-Rhythmus erforschen, die Funktionsweise intrazellulärer Kanäle aufklären und entschlüsseln, wie Zellen trotz Gendefekten funktionieren können: Für die Präsentation dieser herausragenden Beispiele neuester physiologisch-medizinischer Forschung wurden heute drei Nachwuchsforscherinnen und -forscher bei der 68. Lindauer Nobelpreisträgertagung geehrt. Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) unterstützte diese Auszeichnungen.

Der Fokus der diesjährigen Tagung vom 24. bis 29. Juni in Lindau am Bodensee liegt auf Physiologie und Medizin. 39 Nobelpreisträger haben mit mehr als 600 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus 84 Ländern über neueste Entwicklungen in den Lebenswissenschaften und über Wissenschaftskommunikation diskutiert. Im Rahmen dieses Programms hatten 30 Nachwuchskräfte die Gelegenheit, ihre eigenen Projekte mit Postern und Kurzvorträgen - Poster Flashes - vorzustellen. Alle Zuhörer konnten dann durch Abstimmung die Beiträge bewerten.

Dr. Siegfried Throm, Geschäftsführer Forschung des vfa, begründete das Engagement seines Verbandes bei der Tagung: "Medikamente sind letztlich Früchte der physiologisch-medizinischen Forschung. Doch die niedrig hängenden Früchte sind bereits geerntet. Für neue Grundlagen-Erkenntnisse, die helfen, künftig weiteren Patienten eine wirksame und verträgliche Behandlung zu ermöglichen, brauchen wir den Ideenreichtum und das Durchhaltevermögen leidenschaftlicher junger Forschenden - wie sie hier in Lindau versammelt sind. Wir möchten dazu beitragen, dass ihr Engagement wahrgenommen wird."

Der erste Platz wurde zweimal vergeben, zum einen an:

Mohamed A. El-Brolosy, M.Sc.

Max-Planck Institute for Heart and Lung Research, Deutschland

Postertitel: "Mutant mRNA decay confers genetic robustness to mutations through triggering transcriptional upregulation of related genes"

Manche Zellen überleben trotz eines schweren Gendefekts, indem andere Gene den Ausfalls teilweise kompensieren. In dieser Arbeit wurde untersucht, wie das möglich ist.

Preisgeld: 1.250 Euro

Und ebenso an:

Takato Honda Ph.D.

International Institute for Integrative Sleep Medicine, University of Tsukuba, Japan

Postertitel: "Investigation of Sleep/Wake Regulatory Mechanisms by Analysis of the Sik3 Gene Identified Through Forward Genetics"

Noch immer ist nur unzureichend bekannt, wie der Schlaf-Wach-Rhythmus gesteuert wird. In diesem Projekt wurde bei Mäusen gezeigt, welche Rolle dabei dem Sik3-Gen zukommt.

Preisgeld: 1.250 Euro

Der zweite Platz ging an:

Miaohui Hu
Institute of Biophysics, University of Chinese Academy of Sciences, China

Postertitel: "Architecture and Gating Mechanism of TRIC Channels"

TRIC Channels sind intrazelluläre Ionenkanäle. Im Projekt ist es gelungen, ihre räumliche Struktur aufzuklären und zu erkennen, wie sie funktionieren.

Preisgeld: 750 Euro

Die Ehrung nahmen die wissenschaftlichen Leiter der diesjährigen Tagung, Prof. Stefan H. E. Kaufmann (MPI für Infektionsbiologie, Berlin) und Prof. Klas Kärre (Karolinska Institutet, Solna, Schweden) vor.





Fotos

Fotos der Preisträger stehen unter www.vfa.de/presse-lindau-2018 zur Verfügung.

Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 42 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland mehr als 80.000 Mitarbeiter. Mehr als 16.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/vfapharma