Drucken PDF-Download
öffnen / schließen
Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA übertragen und unter Umständen auch dort gespeichert. Näheres erfahren Sie hier: https://www.heise.de/ct/artikel/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html

Wissenstransfer zwischen Medizin und Industrie hilft Patienten

  • Medizinischer Fortschritt braucht Austausch von Medizin und Industrie
  • Ärztliche Unabhängigkeit muss gewahrt bleiben
  • Freiwillige Selbstkontrolle sorgt für strenge Regeln und Transparenz

Berlin (vfa). Forschende Pharma-Unternehmen setzen auf den Erfahrungsaustausch zwischen Medizin und Industrie.

Warum sie dies tun, erklärt Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des vfa: "Die Entwicklung neuer Medikamente und ihre richtige Anwendung in der Therapie hängen entscheidend vom Austausch zwischen Theorie und Praxis ab. Um Ideen für Neues und Erfahrungen in der Behandlung zu teilen, arbeiten Pharma-Unternehmen und Ärzte eng zusammen. So entsteht medizinischer Fortschritt."

Bei einem Arzneimittel zählt nicht allein das Produkt, sondern auch das Wissen um den richtigen Einsatz. Deshalb sind Anwendungsbeobachtungen ein unverzichtbares Instrument für die Arzneimittelforschung. Denn anders als bei klinischen Studien werden hier Informationen über Arzneimittel unter Alltagsbedingungen gewonnen. So hängt das Ergebnis einer Therapie auch davon ab, welche Begleiterkrankungen der Patient hat und wie genau er sich an die Einnahmevorschriften des Arztes hält.

"Es ist im Interesse der Patienten, dass Mediziner an neuen Therapien arbeiten und deren Einsatz in Theorie und Praxis begleiten. Dabei muss selbstverständlich die ärztliche Unabhängigkeit gewahrt bleiben. Das geht nur über strenge Regeln und Transparenz, zu denen sich die forschenden Pharma-Unternehmen freiwillig verpflichtet haben," so Fischer weiter.

Hintergrund: Der Verein Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V. (FSA)

Die Mitgliedsunternehmen des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) haben bereits im Jahr 2004 den Verein Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V. (FSA) gegründet. Aufgabe des FSA ist es, im Wege der Selbstregulierung für strenge Regeln und Transparenz in der Zusammenarbeit im Gesundheitssystem zu sorgen: Seit 2009 legen die forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland einmal jährlich detailliert offen, welche Patientenorganisationen sie unterstützen und in welcher Weise. 2013 haben die forschenden Pharma-Unternehmen einen Transparenzkodex beschlossen. Er sieht vor, Zuwendungen an Ärzte zu veröffentlichen. Bis spätestens Ende Juni 2016 geschieht genau dies.

Links:

https://www.vfa.de/de/verband-mitglieder/transparenzkodex-der-pharmaindustrie/2016-beginnt-die-heisse-phase-der-transparenzinitiative.html

https://www.vfa.de/de/verband-mitglieder/transparenzkodex-der-pharmaindustrie

http://www.pharma-transparenz.de/

Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland mehr als 76.000 Mitarbeiter. Mehr als 16.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/vfapharma