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Das Gemeinsame bleibt, auch nach dem Brexit

  • Britische Gesundheitswirtschaft eng mit Kontinent verbunden
  • Zusammenarbeit führt zu guter Arzneimittelversorgung
  • Handelsabkommen in beiderseitigem Interesse

Berlin (vfa). Am 31. Januar 2020 verlässt Großbritannien die Europäische Union und nimmt zugleich Verhandlungen über ein Anschlussabkommen mit Brüssel auf.

Dazu sagt vfa-Präsident Han Steutel: "Die Briten nehmen zusammen mit Deutschland eine Spitzenposition in der europäischen Arzneimittelindustrie ein: Beide Länder sind die Heimat bedeutender Forschungseinrichtungen, exportstarker Pharma-Unternehmen und einflussreicher Gesundheitssysteme. Beide Länder sind Schrittmacher unserer Branche in Europa! Das wird auch nach dem Brexit so bleiben. Und deshalb haben auch beide Länder ein vitales Interesse daran, neue Formen der Zusammenarbeit zu finden. Jetzt ruhen alle Hoffnungen auf einem soliden Handelsabkommen zwischen London und Brüssel."

Ganz oben auf der Liste der zu klärenden Fragen steht: Wie können Regelungen für Arzneimittel auch künftig unbürokratisch gegenseitig anerkannt werden? Etwa in der Zulassung von Medikamenten und bei Fragen der Arzneimittelsicherheit. Zeit, diese Dinge zu regeln, bleibt bis Ende 2020. Denn für diese Übergangsfrist gelten alle EU-Regelungen auch nach dem Brexit weiter.

Jährlich werden 1 Milliarde Arzneimittelpackungen zwischen dem Vereinigten Königreich und den übrigen EU-Staaten gehandelt. Kommt dieser Warenstrom auch nur teilweise zum Erliegen, entstehen nicht nur wirtschaftliche Probleme. Es drohen auch medizinische Engpässe im Vereinigten Königreich. Denn die Briten können bei Häfen, Transportwegen, Zollkapazitäten und Arzneimittelproduktionen auf weniger Alternativen zurückgreifen als die Europäer.

Mehr zum Thema Brexit & Arzneimittelindustrie unter:

www.vfa.de/brexit

Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiter. Mehr als 18.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/vfapharma