Zwar haben beachtliche Fortschritte in der Medizin in den vergangenen Jahrzehnten dafür gesorgt, dass immer mehr Infarktpatienten überleben - dennoch ist der Herzinfarkt nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland.

Lebenserwartung und Lebensqualität verschlechtern sich nach einem 2. oder 3. Herzinfarkt massiv. Daher gilt: Wenn ein Patient einen Infarkt überstanden hat, gilt es unbedingt, einen erneuten Herzinfarkt zu verhindern. Entscheidend ist hierbei, die zunehmende Verengung und Verkalkung Herzkranzarterien aufzuhalten.

Das erfordert meist eine Änderung des Lebensstils, allem voran ein konsequenter Rauchstopp, eine gesunde Ernährung, ausreichend Sport und Bewegung im Alltag und nicht zuletzt auch eine entspannte, achtsame Lebenseinstellung.

Daneben stellt die dauerhafte Einnahme einiger hochwirksamer Medikamente einen Grundpfeiler der Behandlung nach Herzinfarkt dar. Hierdurch können wichtige Risikofaktoren, wie ein Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte und die Blutgerinnselbildung kontrolliert und das Voranschreiten der Erkrankung effektiv aufgehalten werden.

Viele Studien haben eindrucksvolle Effekte einer medikamentösen Behandlung auf die Lebenserwartung betroffener Patienten zeigen können. So haben z.B. Patienten, die nach Ihrem Infarkt regelmäßig ihre empfohlenen Standardmedikamente einnehmen eine 3 x geringere Sterblichkeit im Vergleich zu Patienten, die dies nicht tun: