DiGA Watchlist 05/2025
Allen gesetzlich Versicherten in Deutschland stehen grundsätzlich Versorgungsleistungen im Rahmen der Anwendung von digitalen Gesundheitsanwendungen (kurz DiGA) zur Verfügung. Behandelnden ermöglicht das Gesetz, in der Versorgung ihrer Patient:innen, auf alltäglich gebrauchte Medien wie Smartphone und Tablet zurückzugreifen.
Übersicht zu Anträgen und Aufnahmen im Vergleich zum Vormonat
Anträge auf vorläufige Aufnahme
178Anträge auf dauerhafte Aufnahme
50Abgelehnte Aufnahme
23Vorläufige Aufnahmen
19Dauerhafte Aufnahmen
40Zurückgezogene Aufnahmen
118* zum Vormonat
Allen gesetzlich Versicherten in Deutschland stehen grundsätzlich Versorgungsleistungen im Rahmen der Anwendung von digitalen Gesundheitsanwendungen (kurz DiGA) zur Verfügung. Behandelnden ermöglicht das Gesetz, in der Versorgung ihrer Patient:innen, auf alltäglich gebrauchte Medien wie Smartphone und Tablet zurückzugreifen.
DiGA Dashboard
DiGA-Aufnahmen im Zeitverlauf
Seit Anfang Januar fehlt eine gesetzliche Grundlage, damit DiGA-Hersteller die GesundheitsID für die Anmeldung ihrer Nutzer:innen anbieten dürfen. Dadurch ist der Einsatz der GesundheitsID in neuen oder aktualisierten DiGA vorerst unzulässig, obwohl sie eigentlich für Funktionen wie das Einspielen von DiGA-Daten in die ePA vorgesehen ist ( Link Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster) ).
Art des positiven Versorgungseffekts
Die randomisierte Studie von GAIA zur digitalen Therapie priovi zeigt eine signifikante Reduktion der Symptome der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS). Laut Hersteller ist dies die erste wirksame skalierbare Intervention für BPS, die je in einem RCT belegt wurde und markiert damit einen Meilenstein. Die Studie wurde in „The Lancet Psychiatry“ veröffentlicht ( Link Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster) ).
Anwendungsform
15 Prozent aller gelisteten DiGA bieten ihre Anwendung per App und Webapplikation an.
DiGA Meilensteine
Mit 124.000 Verordnungen im Jahr 2024 hat Oviva Direkt einen Meilenstein erreicht. Eine sechsstellige Anzahl an Verordnungen in einem Jahr hat zuvor kein Hersteller mit einer DiGA erreicht. Spitzenreiter war im letzten Berichtszeitraum zanadio mit insgesamt 56.000 Verordnungen gewesen. Nicht ganz unumstritten ist allerdings das Vorgehen von Oviva: Das Unternehmen mit der Anwendung zur Hilfe gegen Adipositas könnte vor allem aufgrund seiner aggressiven Marketingstrategie so erfolgreich gewesen sein, wie Business Insider berichtete. So soll auch die Wettbewerbszentrale das Start-Up verklagt haben und auch der AOK-Bundesverband spricht von einem „Eingriff in die ärztliche Diagnosestellung und Behandlung“ ( Link Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster) ).
2020
27.05.2020
Seit dem 27.05.2020 können DiGA-Herstellereinen Antrag auf Aufnahme in das BfArM-Verzeichnis stellen. Der erste Antragssteller ist nicht offiziell bekannt.
2024
Q1 2024
Das DigiG tritt formal in Kraft und bringt somit Änderungen für die DiGA mit sich.
Q2 2024
Erstes technisches Konzept zur Verordnung von DiGA per eRezept wird durch die gematik veröffentlicht.
Q3 2024
HelloBetter hat als erste deutscher Q3 Hersteller die Listung in einem DiGA- 2024 Fast-Track-Pendant (PECAN, FR)
angestrebt.
Q3 2024
Prof. Dr. Jürgen Wasem übernimmt erneut den Vorsitz der DiGA- Schiedsstelle.
Q4 2024
HelloBetter und die Sana Kliniken gehen erstmals eine Kooperation dieser Art ein.
Q4 2024
Bayer kündigt an die Vermarktung der Q4 DiGA Cara Care und den DiGA- 2024 Hersteller in Q1 2025 zu übernehmen.
2025
Q1 2025
Meilenstein in Belgien: Erste Telehealth-Apps werden dauerhaft erstattungsfähig.
Q1 2025
40 DiGA dauerhaft im BfArM- Verzeichnis gelistet: Mit der Umwandlung von My4Steps App wurde dieser Meilenstein erreicht.
Q1 2025
2. SVDGV DiGA Report veröffentlicht: Fast eine Million Patient*innen wurden bisher mit min. einer DiGA behandelt.
Q2 2025
Mit dem flächendeckenden Rollout ist der offizielle Startschuss für die ePA gefallen. Zukünftig sollen auch DiGA-Daten einfließen.
Nutzung von DiGA pro Altersgruppe
Oviva
Die Nutzung von Oviva Direkt im Vergleich zu anderen DiGA steigt mit zunehmendem Alter, insbesondere ab dem Alter 35 und hat ihren Peak in der Altersgruppe 65-69 Jahre. Das Durchschnittsalter liegt bei 51 Jahren.
Zanadio
Die Inanspruchnahme der DiGA zanadio zeigt ein ähnliches Muster wie bei Oviva mit einem Durchschnittalter von 47 Jahren.
Selfapy Depression
ie Inanspruchnahme der DiGA Selfapy Depression zeigt eine leichte Tendenz hin zu jüngeren Personen ( 45 Jahren). Deprexis wird hingegen vorwiegend in einer etwas älteren Zielgruppe genutzt (55-59 Jahre).
Die DiGA Watchlist als Newsletter
Interessieren Sie sich für die neuesten Entwicklungen rund um DiGA? Gemeinsam mit unserem Partner Flying Health Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster) hat der vfa die DiGA Watchlist entwickelt. Das Angebot ist kostenlos und bietet aktuelle Insights, Fakten und Zahlen rund um den wachsenden Markt der DiGA.
Mit dem Mail-Abonnement Externer-Link (Öffnet im neuen Fenster) erhalten sie alle vier Wochen die PDF-Version der DiGA-Watchlist mit spannenden Zusatzinfos. Damit sind Sie immer auf dem aktuellsten Stand und direkt zum Monatsanfang mit den neuesten DiGA-Informationen versorgt. Darüber hinaus bietet die PDF-Version weiterführende Informationen.
Verteilung der verordneten DiGA nach Arztgruppe
Über 40 Prozent aller DiGA-Verordnungen in der Allgemeinmedizin entfielen auf Oviva Direkt (43 %). Platz 2 bis
5 belegen zanadio, deprexis, somnio und Selfapy Depression. Von Fachärzt:innen wurden vorwiegend Vivira (Orthopädie) und Kalmeda (HNO) verordnet. Rechnet man die Oviva Direkt-Verordnungen heraus, würde der Facharzt-Anteil bei ca. zwei Drittel aller Verordnungen liegen (vergleichbar zu Berichtszeitraum 3).
Verordnungen nach Indikation & Geschlecht
Bei den Verordnungen je Indikation und Geschlecht zeigen sich nach wie vor starke Unterschiede. Während bei den onkologischen Erkrankungen nahezu jede Verordnung – insbesondere durch die Indikation Brustkrebs – an eine Frau geht, ist das Verhältnis bei den Erkrankungen des Ohres relativ ausgeglichen. Insgesamt wurden in diesem Berichtszeitraum ca. 71 % der DiGA von Frauen eingelöst.
Eingelöste Codes der TOP-5-DiGA
Das starke Wachstum der eingelösten Verordnungen ist vor allem auf die TOP-5-Hersteller zurückzuführen. Insbesondere Oviva mit der Adipositas-DiGA Oviva Direkt fällt hier noch einmal besonders ins Gewicht (ca. 30 % aller eingelösten Verordnungen), wohingegen zanadio – ebenfalls Hersteller einer Adipositas-DiGA – lediglich um 14 % wuchs.
Erst- und Folgeverordnungen
Der Anteil der Folgeverordnungen variiert zwischen den DiGA und hängt vermutlich von einer Vielzahl von Faktoren ab. Den bisher höchsten Anteil an Folgeverordnungen verzeichnet zanadio mit einem Anteil von fast einem Drittel (im vorherigen Zeitraum: 33,8 %). Oviva Direkt kann den Anteil seiner Folgeverordnungen von 2,6 % auf 17,9 % steigern.