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Beschleunigter Weg zur Zulassung nicht häufiger als früher

Medikamente müssen vor ihrer Zulassung gründlich geprüft werden. Aber Patientinnen und Patienten, die an bisher nur unzureichend behandelbaren Krankheiten leiden, sollen auch nicht länger als nötig auf bessere Medikamente warten müssen. Die Arzneimittelagentur der EU, die EMA, verfügt über mehrere Instrumente, um Medikamente schneller bis zur Zulassung zu bringen. Sie setzt sie seit Jahren mit ein, aber ohne dass die Häufigkeit ihrer Anwendung stiege.

Das zeigt die folgende Tabelle, in der die Medikamente gezählt sind, deren Weg zur Zulassung auf die eine oder andere Weise beschleunigt wurde. Sie stützt sich auf die Jahresberichte der EMA.

Jahr der ZulassungBeschleunigtes ZulassungsverfahrenBedingte ZulassungZulassung unter außergewöhnlichen Umständen
2015050303
2016070801
2017070302
2018040203
2019030701
2020(1) 010200

(1) bis einschl. 05/2020

Seit 2016 hat die EMA außerdem das PRIME-Programm (für PRIority MEdicines) eingerichtet, mit dessen Hilfe Projekte für dringend benötigte Medikamente schon früher in ihrer klinischen Erprobung beschleunigt werden sollen - nicht erst, wenn der Zulassungsantrag ansteht. In dieses Programm wurden in den letzten Jahren vermehrt Entwicklungsprojekte für Medikamente einbezogen.

2016: 06
2017: 10
2018: 11
2019: 16
2020: bislang noch keins

Derzeit haben allerdings erst drei dieser Projekte eine Zulassung erreicht; eins im Beschleunigten Zulassungsverfahren (accelerated assessment), zwei im gewöhnlichen Zulassungsverfahren.

Einen Überblick über die verschiedenen Instrumente zur Beschleunigung des Wegs zur Zulassung bietet der Artikel "Beschleunigte Zulassung – Wenn zeit zum Lebensretter wird".