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Individuell gegen den Tumor - Innovative Therapien gegen Brustkrebs

Neue Entwicklungen auf dem Prüfstand

Eine wachsende Zahl forschender-Pharmaunternehmen arbeitet intensiv an neuen Medikamenten gegen Brustkrebs. Sie erfinden neue Wirkstoffe in ihren internationalen Krebsforschungslabors, von denen einige auch in Deutschland betrieben werden, etwa von Bayer, Merck, Roche, MediGene, Mologen und Trion Pharma.

Erst wenn neue Wirkstoffe in Zellkultur- und Tierversuchen für ausreichend wirksam und sicher befunden wurden, werden sie mit Menschen erprobt. Dies geschieht in zahlreichen Studien im Laufe dreier Phasen, die in Zusammenarbeit mit Kliniken durchgeführt werden. Zuerst wird mit gesunden oder (im Falle von Zytostatika: erkrankten) Freiwilligen die Verträglichkeit geprüft (Phase I), dann mit wenigen teilnahmebereiten Patientinnen die Wirksamkeit (Phase II). Schließlich wird in Phase III überprüft, ob sich die Resultate auch bei Hunderten oder sogar Tausenden von teilnahmebereiten Patientinnen bestätigen lassen und welche auch weniger häufigen Nebenwirkungen auftreten. Insgesamt dauert die Entwicklung neuer Krebsmedikamente von der Idee bis zur Zulassung im Schnitt mehr als 13 Jahre.

An klinischen Studien teilnehmen
Frauen, die Interesse haben, an klinischen Studien teilzunehmen, können sich beispielsweise an ihren behandelnden Arzt oder an den Krebsinformationsdienst (www.krebsinformation.de) wenden. Dort erfahren sie, ob und wo Kliniken an Studien mitwirken, die zu ihrer spezielle Krankheitssituation passen. Einen internationalen Überblick über klinische Studien bietet auch www.ifpma.org/clinicaltrials.

Früherkennung und Vorbeugung

Medikamentöse Vorbeugung gegen Brustkrebs: Erste Zulassung in den USAAuch wenn sich die derzeit in Entwicklung befindlichen Brustkrebsmedikamente als wesentliche Verbesserungen erweisen, werden die Chancen auf Heilung weiterhin in großem Maße davon abhängen, wie früh der Krebs erkannt wird. Die Verbesserung der Diagnostik und qualitätsgesicherte Früherkennungsprogramme können dazu einen Beitrag leisten.

Je mehr Risikofaktoren für Brustkrebs - gerade auch ererbte - bekannt werden, desto drängender wird auch der Bedarf an Möglichkeiten zur Vorbeugung. Dafür kommt insbesondere eine Hormontherapie in Betracht. Ein Anti-Östrogen wurde bereits für die Vorbeugung von Brustkrebs geprüft und ist in den USA dafür zugelassen; doch hat es belastende Nebenwirkungen. Weitere Anti-Östrogene, aber auch verschiedene Aromatase-Hemmer werden derzeit daraufhin untersucht, ob sie Frauen mit hohem Krebsrisiko noch besser und zugleich nebenwirkungsärmer schützen.

Durch eine gesunde Lebensführung kann aber auch jede Frau selbst zur Minderung ihres Brustkrebsrisikos beitragen.