Bei illegalen Internet-Händlern georderte Medikamente stellen eine große Gefahr dar. Denn rund die Hälfte davon sind gefälscht. Das gilt keineswegs nur für Potenzmittel, Muskelaufbaupräparate oder Mittel gegen Haarausfall. Auch falsche Herztabletten, Krebspräparate, Schmerzmittel, Antibiotika usw. werden angeboten. Im harmlosesten Fall bewirkt deren Einnahme gar nichts – allerdings auch keine Linderung oder Heilung – im schlimmsten Fall endet sie tödlich.

Aber jeder kann das Risiko, gefälschte Arzneimittel zu beziehen und einzunehmen, minimieren, wenn er nur einige simple Dinge beachtet:

Spam: Kaum Schutz vor Fälschungen
Kauf vor Ort
  • Die sicherste Möglichkeit: Kaufen Sie Ihre Arzneimittel in einer deutschen Apotheke vor Ort. So gut wie nie haben es Fälscher bisher geschafft, ihre Ware in die regulären Vertriebswege einzuschleusen.



Kauf bei deutschen Versandapotheken
  • Wenn Ihre örtliche Apotheke auch den Kauf von Medikamenten durch einen Versandservice anbietet, können Sie – eine weitere sichere Möglichkeit – auch hier Ihre Arzneimittel bestellen.
  • Sollten Sie bei einer Ihnen nicht bekannten Apotheke im Versandhandel kaufen wollen, sollten Sie vorher abklären, ob es sich um eine seriöse Apotheke handelt. Das können Sie beispielsweise bei Ihrer Krankenkasse erfragen; oder in der laufend aktualisierten Liste zugelassener Versandapotheken des DIMDI (dem Deutschen Institut für medizinische Dokumentation und Information) überprüfen. Auch Verbraucherzentralen oder die Apothekerkammer kann Auskunft geben.
  • Die Internetseite einer Versandhandel betreibenden Apotheke sollte neben Angaben zur Apotheke und dem Apotheker auch die zuständige Aufsichtsbehörde und Apothekerkammer der Apotheke benennen.
  • Der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA, www.bvdva.de) vergibt ein Gütesiegel an Versandapotheken – allerdings ist dieses Siegel nicht fälschungssicher.



Kauf bei Versandapotheken aus dem europäischen Ausland
  • Sie können auch Medikamente bei Versandapotheken aus bestimmten europäischen Staaten beziehen. Zugelassen für den Versand nach Deutschland sind Apotheken aus Großbritannien, Island, den Niederlanden, Schweden und Tschechien.
  • Holen Sie vor einer Bestellung bei einer solchen Apotheke ebenfalls den Rat Ihrer Krankenkasse ein.
  • Kaufen Sie keinesfalls bei Internet-Versendern, die mit Spam werben!



Unbedingt meiden:
  • Bestellen Sie keinesfalls bei ausländischen Versandapotheken aus anderen als den angegebenen Ländern. Ihnen ist der Versand von Arzneimitteln direkt an Endverbraucher in Deutschland verboten.
  • Kaufen Sie keinesfalls bei Internet-Versendern, die rezeptpflichtige Arzneimittel verkaufen, ohne dafür ein Rezept zu verlangen!
  • Kaufen Sie nie bei Internet-Versendern, die mit Spam werben!



Weitere Informationen zum Thema Versandapotheken finden Sie auch beim
Bundesministerium für Gesundheit. Das Ministerium bietet auch ein Informationsblatt zum Schutz vor gefälschten Arzneimitteln.