Wie Sie sich am besten vor gefälschten Arzneimitteln schützen können...

Kauf vor Ort

  • Die sicherste Möglichkeit: Kaufen Sie Ihre Arzneimittel in einer deutschen Apotheke.

Versandhandel deutscher Apotheken

  • Wenn Ihre örtliche Apotheke auch den Kauf von Medikamenten durch einen Versandservice anbietet, können Sie - eine weitere sichere Möglichkeit - auch hier Ihre Arzneimittel bestellen.

  • Sollten Sie bei einer Ihnen nicht bekannten Apotheke im Versandhandel kaufen wollen, beachten Sie: Jede Apotheke, die Versandhandel betreibt, muss eine Erlaubnis zum Versandhandel mit Arzneimitteln nach § 11a des Apothekengesetzes besitzen. Ob das der Fall ist, können Sie bei den für die Erteilung zuständigen Behörden der Bundesländer erfragen.

  • Die Internetseite einer Versandhandel betreibenden Apotheke sollte neben Angaben zur Apotheke und dem Apotheker auch die zuständige Aufsichtsbehörde und Apothekerkammer der Apotheke benennen. Auch die Apothekerkammer kann Ihnen Auskunft darüber geben, ob sich hinter einer Internetadresse eine richtige Apotheke verbirgt und diese einen Versandhandel betreiben darf.

  • Der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA, www.bvdva.de) vergibt ein Gütesiegel an Versandapotheken.

Versandhandel im Ausland


Spam: Kaum Schutz vor Fälschungen
  • Bestellen Sie keinesfalls bei Versandapotheken außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR); der EWR umfasst alle EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Norwegen und Liechtenstein. Der Versand von Arzneimitteln aus Ländern außerhalb des EWR direkt an Endverbraucher in Deutschland ist verboten.

  • Holen Sie vor einer Bestellung bei einer ausländischen Apotheke aus dem Europäischen Wirtschaftsraum den Rat Ihrer Krankenkasse ein.

  • Kaufen Sie keinesfalls bei Internet-Versendern, die mit Spam werben!

  • Kaufen Sie keinesfalls bei Internet-Versendern, die rezeptpflichtige Arzneimittel verkaufen, ohne dafür ein Rezept zu verlangen!

Wo Sie Rat erhalten

  • Auskunft zu Versandapotheken geben auch Ihre Krankenkasse und Ihre Verbraucherzentrale.


Der europäische Pharmaverband EFPIA erprobt derzeit in Schweden zusammen mit Großhändlern und Apotheken ein System zur Fälschungsabwehr. Dabei wird jede Medikamentenpackung mit einem Data-Matrix-Code bedruckt, wie sie beispielsweise schon bei Bahn- und Flugtickets üblich sind. Dieser Code enthält eine individuelle Packungsnummer, die in einer Datenbank hinterlegt ist. Der Apotheker kann mit einem Scanner die Echtheit der Packung prüfen, ehe er diese einem Patienten übergibt.

Verwandte Artikel:

Aktuelles vom vfa per RSS Aktuell

Cornelia Yzer zu Röslers Reformvorhaben
"Schnellschüsse helfen kranken Menschen nicht"


Studie zur Kostensenkung im Gesundheitswesen
Optimierte Versorgung spart Milliarden


Gutachten
Steuerliche Forschungsförderung sinnvoll und notwendig


Zur Gründung von NAMSE:
Forschende Pharma-Unternehmen sind Bündnispartner des neuen Aktionsbündnisses für Menschen mit seltenen Erkrankungen

Publikationen

Ethik-Handbuch Ethisches Verhalten bei der Zusammenarbeit der forschenden Arzneimittelhersteller mit Ärzten, Patientenorganisationen und den anderen Partnern im Gesundheitswesen
Ethik-Handbuch
Download PDF Zur Bestellung
vormerken

Weitere Publikationen...

Aus F&E

Pharmakogenetik
In Deutschland zugelassene Arzneimittel für die individualisierte Medizin


Arzneimittelentwicklung:
Patienten und Ärzte hoffen auf bessere Behandlungsmöglichkeiten - und die Chancen dafür sind gut: Bis Ende 2013 können gegen rund 130 Krankheiten neue Medikamente herauskommen


Gerinnungshemmer:
Thrombosen, Embolien und Schlaganfälle: Besser vorbeugen