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Weltweit an der Spitze: Arzneimittel „Made in Germany“

In puncto Medikamentenproduktion gehört Deutschland dank gut ausgebildeter Fachkräfte, einer hervorragenden technischen Ausstattung und der engen Vernetzung zu anderen Branchen zu den besten Standorten der Welt. Das ist auch der Produktion mehrerer Corona-Impfstoffe zugutegekommen, die schon zig Millionen Menschen geschützt haben.

Eine Mitarbeiterin in der Pharmaproduktion bedient einen Monitor zur Steuerung einer Produktionsanlage

Für die Herstellung von Arzneimitteln sind aufgrund der Komplexität der Produkte und der hohen Ansprüche an die Reinheit und die Genauigkeit der Wirkstoffmengen ein umfassendes Know-how und eine hervorragende technische Ausstattung ein Muss. Der Standort Deutschland bietet Pharma- und Biotech-Unternehmen dank der über viele Jahre gewachsenen Kombination aus fachlicher und technischer Expertise beides. Das wissen insbesondere die forschenden Unternehmen zu schätzen – und auch die Menschen weltweit profitieren von den hervorragenden Standortbedingungen.

Pluspunkt 1: Enge Verzahnung zu anderen Branchen

Als Pluspunkt erweist sich die räumliche Nähe zu anderen Branchen wie etwa dem Maschinenbau – einem Sektor, in dem viele deutsche Unternehmen weltweit zur ersten Liga zählen. Sie ermöglicht nicht nur einen intensiven Austausch bei der Planung von Produktionsanlagen, sondern stellt auch sicher, dass bei technischen Schwierigkeiten jederzeit und ohne Zollformalitäten Ersatz beschafft werden kann – und auch Wartungsarbeiten ohne großen Zeitverlust möglich sind.

Pluspunkt 2: Hoher Spezialisierungsgrad

Im Jahr 2020 haben die forschenden Pharma- und Biotech-Unternehmen pharmazeutische Erzeugnisse im Wert von 22,4 Milliarden Euro produziert – mehr als im Vorjahr. In diesem hoch spezialisierten Marktsegment kann man nur wachsen, wenn man über ein besonderes Know-how in der Herstellung von therapeutischen Arzneimitteln und Impfstoffen verfügt.

Pluspunkt 3: Hoch qualifizierte Mitarbeiter

Für die erfolgreiche Produktion von Pharmaprodukten bedarf es unter anderem hoch qualifizierter Pharmazeut:innen, Ingenieur:innen für Verfahrenstechnik, Chemikant:innen und Pharmatechniker:innen. Zudem werden im Zuge der Digitalisierung zunehmend auch Spezialist:innen für die Konzeption der digitalisierten Produktionsabläufe, die Überwachung und die Datenauswertung benötigt. In Deutschland sind diese Voraussetzungen dank der hohen Ausbildungsstandards gegeben.

Die Pharmabranche – ein Stabilisator für den Arbeitsmarkt

Die forschenden Pharma- und Biotech-Unternehmen leisten nicht nur bei der Bekämpfung von Krankheiten einen wichtigen Beitrag, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt: So beschäftigten die im vfa organisierten Unternehmen rund 92.000 Mitarbeiter (2020). Daran dürfte auch die durch das Corona-Virus ausgelöste Wirtschaftskrise kaum etwas ändern, denn die Branche zeigt sich in Krisenzeiten traditionell als sehr robust. Das erweist sich angesichts der Tatsache, dass jeder Arbeitsplatz in dieser Branche fünf weitere nach sich zieht, als stabilisierender Faktor in von wirtschaftlicher Unsicherheit gekennzeichneten Zeiten wie der Corona-Pandemie.


Deutschlands Patienten können auf Versorgungssicherheit vertrauen…

Von der leistungsstarken Arzneimittelindustrie profitiert auch die Versorgungssicherheit in Deutschland. Dabei decken die Pharma- und Biotech-Unternehmen mit ihrer deutschen Produktion ein breites Spektrum ab, darunter Medikamente zur Bekämpfung von Krebserkrankungen sowie der Behandlung von Rheumatoider Arthritis, Schlaganfällen, Diabetes, Hepatitis C und HIV sowie Impfstoffen u.a. gegen Grippe, Covid-19, Ebola und demnächst auch Dengue-Fieber.

…und auch Patienten weltweit

Rund um den Globus profitieren Patient:innen von pharmazeutischen Produkten „Made in Germany“: Die Exportquote der deutschen Pharmaindustrie lag 2020 bei 62 Prozent. Und auch im für Exporte herausfordernden Pandemie-Jahr 2020 ist die weltweite Versorgung mit deutschen Pharmaprodukten sichergestellt, da die Arzneimittelhersteller dank hoher Vorratshaltung bei Wirkstoffen und Pharmazeutika weitaus weniger von Liefer- und Produktionsengpässen betroffen waren und sind als andere Branchen. So fielen die Exporte 2020 um sechs Prozent höher aus als im Vorjahreszeitraum, während die deutschen Exporte insgesamt um neun Prozent einbrachen.

Expansion statt Stagnation: Deutsche Pharmabranche besteht Corona-Stresstest

Die forschenden Pharma- und Biotech-Unternehmen in Deutschland zeigen sich robust in der Corona-Krise: Trotz der SARS-CoV2-Pandemie konnten sie ihre Produktion im ersten Halbjahr 2020 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres halten.
Und nicht nur das: Aktuell stellen die vfa-Mitgliedsunternehmen Baxter BioPharma Solutions, BioNTech, IDT Biologika, Rentschler Biopharma und Sanofi in ihren Produktionsstätten Dessau-Roßlau, Frankfurt (Main), Halle (Westfalen), Laupheim, Mainz sowie Marburg in großem Maßstab Corona-Impfstoffe her.





Die Investitionen in den Jahren 2020 und 2021 in Deutschland sind beachtlich:

Millionen in EuroUnternehmenZweck
200BioNTechErweiterungsinvestitionen
205BoehringerNachhaltige Infrastrukturprojekte (u.a. Biomasse-Heizkraftwerk in Ingelheim)
75BoehringerBiologicals Development Center in Biberach
90BoehringerSolids Launch Fabrik in Ingelheim
100IDT Biologikaweiteres Impfstoffproduktionsgebäude in Dessau-Roßlau
270MerckForschungszentrum in Darmstadt
41 (US-Dollar)MinarisProduktionsgebäude in Ottobrunn
170RocheBiochemischer Produktionsanlagen in Penzberg
250RocheForschungs- und Entwicklungshub in Penzberg auf 4 Jahre verteilt
400SanofiInvestitionen in den Standort Frankfurt/M. auf 3 Jahre verteilt
200TakedaImpfstoffproduktionsanlagen in Singen

Standorte für Produktion und Herstellung der vfa-Mitglieder und ihrer Tochterunternehmen

Ein pdf dieser Standortkarte lässt sich hier herunterladen.