Berlin (vfa). "Eine gute Bilanz: Mit ihren 2012 neu eingeführten Medikamenten haben forschende Pharma-Unternehmen vielen Patienten zu einer besseren Behandlung verholfen!" Das erklärte Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), heute in Berlin. "Die neuen Mittel bieten meist Nutzen über das bisher medizinisch Mögliche hinaus. Aber Fortschritt hat einen Preis, der fair ausgehandelt werden muss, da Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen refinanziert werden müssen. Wo dies nicht geschieht, sehen sich Firmen mitunter auch gezwungen, Medikamente wieder vom Markt zu nehmen oder trotz EU-weiter Zulassung in Deutschland nicht auszubieten. Auch das mussten wir 2012 erleben."

24 der neuen Medikamente basieren auf einem neuen Wirkstoff (2011 waren es 27). Zu diesen zählt ein Antibiotikum gegen den gefürchteten Krankenhauskeim MRSA. Mit einem anderen Mittel lassen sich Patienten mit einer bestimmten Form von Mukoviszidose erstmals ursächlich behandeln. Neun weitere Medikamente richten sich gegen verschiedene Formen von Krebs, darunter auch seltene wie Schilddrüsenkrebs, Myelofibrose oder akute myeloische Leukämie. Eins dieser Präparate enthält ein Zytostatikum, das mit Hilfe eines Antikörpers gezielt zu den Tumorzellen befördert wird, während es andere Gewebe weitgehend verschont; es ist das erste seiner Art in Europa. Zwei der neuen Krebsmedikamente werden im Sinne der Personalisierten Medizin erst dann eingesetzt, wenn ein Gentest ihre Eignung beim jeweiligen Patienten angezeigt hat. Dies gilt auch für das Mukoviszidose-Medikament.

Die 24 Medikamente mit neuen Wirkstoffen dienen der Behandlung von Patienten mit Krebs (9 Präparate), Infektionskrankheiten (5), Krankheiten des Zentralnervensystems (3), Lungenkrankheiten (2), Stoffwechselstörungen wie Diabetes (2), Herz-Kreislauf-Krankheiten (1), Augenkrankheiten (1) sowie zur Empfängnisverhütung (1). Grafiken und eine Tabelle dazu finden sich unter: https://www.vfa.de/pm20121221

Neue Medikamente auf Basis bewährter Wirkstoffe
2012 haben Pharma-Unternehmen zudem eine Reihe bewährter Medikamente in speziellen Darreichungsformen für Kleinkinder wie Trinklösungen und -suspensionen herausgebracht. Damit lassen sich nun auch Patienten im Vorschulalter mit Leukämie, Lungenhochdruck, Epilepsie und Heuschnupfen besser behandeln.



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