• Impfungen können Menschen heute schon vor 27 Krankheiten schützen
  • Forschende Pharma-Unternehmen entwickeln weitere Impfstoffe, z.B. zum Schutz vor Noro- und Zikaviren


Berlin (vfa). "Kaum eine andere Präventionsmaßnahme ist so einfach und wirksam: Vor 27 Krankheiten kann man sich heute schon durch Impfungen schützen; und bald sollen es noch mehr sein. Daran arbeiten forschende Pharma-Unternehmen: Erste Impfstoffe gegen Dengue-Fieber und Ebola stehen vor der Markteinführung oder der Einreichung des Zulassungsantrags. Impfstoffe gegen Noro- und Zikaviren, bakterielle Colitis und viele weitere Infektionskrankheiten sind in Entwicklung. Auch an Impfstoffen gegen HIV-Infektionen, Tuberkulose und Malaria wird mit neuen Technologien gearbeitet." Das sagt Dr. Siegfried Throm, Geschäftsführer Forschung/Entwicklung/Innovation des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), mit Blick auf die Europäische Impfwoche vom 24. bis 30. April.

Wie wirksam Impfstoffe für die Eindämmung oder sogar Eliminierung von Krankheiten sind, zeigen Zahlen aus den USA, wo die Fallzahlen von besonders vielen Infektionskrankheiten seit langer Zeit erfasst werden. Dort konnten seit der Einführung der jeweiligen Impfstoffe nicht nur Pocken, Polio und Diphtherie vollständig eliminiert werden; auch die Fallzahlen für Masern, Mumps, Röteln und Haemophilus-Infektionen konnten auf 1 Prozent oder weniger der früheren Werte gesenkt werden. Das veranschaulicht eine Grafik unter: www.vfa.de/impfungen-vermeidung-von-krankheiten.pdf





Die 27 Krankheiten, gegen die man impfen kann


  • Brechdurchfall durch Rotaviren
  • Cholera
  • Diphtherie
  • FSME = Frühsommer-Meningoenzephalitis
  • Gelbfieber
  • Genitalwarzen durch humane Papillomviren (HPV)
  • HPV-Infektion, die zu Gebärmutterhalskrebs oder anderen Krebsarten im Genital-Anal-Bereich führen kann
  • saisonale echte Grippe = Influenza
  • Gürtelrose = Herpes zoster
  • Haemophilus-influenzae-b-Infektion (Hib-Infektion)
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung durch Meningokokken der Serogruppen A, B, C, W135 und Y
  • Japanische Enzephalitis
  • Keuchhusten = Pertussis
  • Lungenentzündung durch Pneumokokken
  • Masern
  • Milzbrand (Anthrax) [in Deutschland noch nicht auf dem Markt]
  • Mittelohrentzündung durch Pneumokokken
  • Mumps
  • Polio = Kinderlähmung
  • Röteln
  • Tetanus = Wundstarrkrampf
  • Tollwut
  • Typhus
  • Vogelgrippe [zugelassen, aber Herstellung nur im Falle einer drohenden Epidemie oder staatlicher Bevorratung]
  • Windpocken



Weitere Informationen, Videos und Grafiken


Weitere Informationen zu Impfstoffen und Impfstoffprojekten sowie ein Impfungs-Selbstcheck finden sich unter: www.vfa.de/impfen

Informationen der WHO zur Europäischen Impfwoche finden sich hier: http://www.euro.who.int/de/media-centre/events/events/2017/04/european-immunization-week-2017

Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 43 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland mehr als 76.000 Mitarbeiter. Mehr als 16.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/vfapharma