Kapitel 3

Forschung

Ein Blick in die Pipelines zeigt: Krebserkrankungen sind der Schwerpunkt der Forschung unserer Unternehmen. Die zum Teil atemberaubenden Fortschritte, die in der Forschung gemacht wurden, sorgen dafür, dass gegen immer mehr Krebsarten immer bessere Medikamente entwickelt werden können. Unsere Branche gehört zu den forschungsstärksten Branchen überhaupt in Deutschland und weltweit. Auch bei klinischen Studien ist Deutschland ein herausragender Standort.

Von 2015 bis 2019 könnten insgesamt über 300 neue Medikamente zur Zulassung gebracht werden.


Auch in den letzten klinischen Phasen scheitern noch vielversprechende Projekte – weil sie nicht wie erhofft wirken oder zu große Nebenwirkungen haben.


Wurden in den Jahren 2006-2010 nur 146 wirkstoffneue Medikamente zur Zulassung gebracht, waren es von 2010-2015 bereits 184. Für den Zeitraum von 2016 bis 2020 werden sogar 225 wirkstoffneue Medikamente erwartet. Viele neue Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung und viele neu gegründete Biotechfirmen haben zu dem Wiederanstieg beigetragen.


Die forschenden Pharma-Unternehmen gehören – gemessen am Anteil des F&E-Personals an den Beschäftigten und der F&E-Aufwendungen am Umsatz – zu den forschungsintensivsten Branchen in Deutschland.


Die forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland haben 2015 ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) neuer Arzneimittel um 7,2 Prozent auf 5,46 Milliarden Euro gesteigert. Mit 13,2 Prozent ist auch der Anteil des Umsatzes, der in die F&E-Aktivitäten investiert wurde, höher als im Vorjahr (12,0 Prozent).


Über 100 Milliarden US-Dollar wenden die Pharma-Unternehmen weltweit für F&E auf. Deutschland hat daran einen Anteil von rund 6 Prozent.


Bei klinischen Studien, die von der Industrie initiiert werden, belegt Deutschland weltweit Platz 2 nach den USA.