Medizinische Biotechnologie

Biopharmazeutika sind aus dem medizinischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie helfen vielen Patientinnen und Patienten mit Krebs-, Autoimmun- und Stoffwechselkrankheiten, Minderwuchs, Gerinnungsstörungen, Schlaganfall und diversen seltenen Erkrankungen, und sie schützen Gesunde vor Infektionskrankheiten.
Weltweit ist Deutschland ein führender Produktionsstandort für Biopharmazeutika.

Die Bereiche Onkologie, Immunologie und Infektion stellen zusammengenommen rund 70 Prozent aller Entwicklungsprojekte.

Die Zahl der Mitarbeiter in der medizinischen Biotechnologie stieg 2017 in Deutschland um 6,6 Prozent an - das sind 2.900 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr.

In der EU wurden 2017 insgesamt 45 Medikamente mit neuem Wirkstoff oder einer neuen Kombination bekannter Wirkstoffe zugelassen. Erstmals sind mehr als die Hälfte davon Biopharmazeutika.

Im Jahr 2017 erzielten Biopharmazeutika einen Umsatz von rund 10,2 Mrd Euro zu Herstellerabgabepreisen in Deutschland. Ihr Anteil am gesamten Pharmamarkt steig auf 26 Prozent.

Die biopharmazeutische Pipeline hat sich seit 2005 weit mehr als verdoppelt. Wie bereits in den Vorjahren stellt die Wirkstoffgruppe der monoklonalen Antikörper mit 66 Prozent den Löwenanteil der Entwicklungskandidaten.