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Wettbewerb im Gesundheitswesen

Der vfa fordert einen funktionierenden Wettbewerb der Krankenversicherungen und Leistungsanbieter. Eine sozial flankierte Einführung und Stärkung marktwirtschaftlicher Strukturen führt zur Steigerung der Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems und erhöht die Qualität der Versorgung für die Patienten.

Ausgangslage

Das deutsche Gesundheitswesen hat deutliche Qualitätsprobleme. Zentrale Parameter der medizinischen Versorgungsqualität - wie die Lebenserwartung der Bevölkerung oder die Sterblichkeitsziffern bei wichtigen chronischen Erkrankungen - haben sich in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren schlechter entwickelt als in den meisten europäischen Nachbarländern. In vielen Indikationsgebieten bestehen erhebliche Versorgungsdefizite, z.B. in der Schmerztherapie oder in der Versorgung von Alzheimer-Patienten.

Insbesondere das Verhältnis von Aufwand und Ertrag, von Ressourceneinsatz und medizinischen Ergebnissen, ist im Systemvergleich unbefriedigend. Bei den Gesundheitsausgaben rangiert Deutschland in Relation zum Bruttoinlandsprodukt hinter den USA an zweiter Stelle. Bei einem Vergleich von Indices der Lebenserwartung und der verlorenen Lebensjahre liegen die Werte für Deutschland hingegen nur auf OECD-Durchschnittsniveau.

Der Gesetzgeber hat sich bislang nicht dazu durchringen können, wirksame Wettbewerbsstrukturen im Gesundheitswesen einzuführen. Damit fehlt es am Wettbewerb um die beste Qualität. Stattdessen wurden durch immer neue Reglementierungen Fehlanreize gesetzt, die Qualitätsmängel und Inneffizienzen gefördert haben und erhalten.

vfa - Positionen

Ein funktionierender Wettbewerb im Gesundheitswesen beseitigt unwirtschaftliche Versorgungsstrukturen. Er ist zugleich ein Innovationsmotor. Er trägt dazu bei, dass sich Krankenkassen und Leistungsanbieter immer wieder aufs Neue um Qualitätsverbesserungen bemühen und den Versicherten innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten.

Allen Beteiligten - Patienten, Krankenkassen, Leistungsanbieter - kommen marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen zugute. Die Krankenversicherer werden in einem Wettbewerbssystem ein hohes Maß an Gestaltungsmöglichkeiten haben. Sie sind nicht mehr bloße Verwalter von Versicherungsbeiträgen und gesetzlichen Vorgaben. Sie sind vielmehr Dienstleister der Versicherten und bieten ihnen innovative Produkte und individuelle Beratungsleistungen an. Dieses deregulierte, offene System ist europatauglich und mit einer EU-weiten Marktöffnung für die Versicherten vereinbar.

Auch die Leistungsanbieter, die auf Qualität und Innovation setzen, werden in einem deregulierten Gesundheitssystem ihre Chancen nutzen. Vor allem aber werden die Patienten und Versicherten von den Reformen profitieren:

  • Eine qualitativ hochwertige, fortschrittliche Gesundheitsversorgung ist gesichert.
    • Die Bürger können über ihre Krankenversicherung weitgehend selbst entscheiden.
      • Ein angemessener Krankenversicherungsschutz für alle wird solidarisch finanziert.
        • Die Gesundheitsversorgung bleibt auch in Zukunft bezahlbar.
        Wettbewerbliche Reformen müssen neben dem Vertragsbereich auch die Leistungs- und Finanzierungsseite umfassen, damit das Gesundheitssystem insgesamt auf eine wettbewerbliche Selbststeuerung ausgerichtet wird. Der vfa fordert deshalb eine Reform aus einem Guss, die alle großen Handlungsfelder der Gesundheitspolitik umfasst.
Unsere Mitglieder und ihre Standorte

Unsere Mitglieder und ihre Standorte

Die Mitglieder des vfa repräsentieren mehr als zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 102.000 Mitarbeiter:innen.
Rund 21.000 davon sind für die Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln tätig. Allein in Deutschland investieren die forschenden Pharma-Unternehmen jährlich 9,6 Mrd. Euro in die Arzneimittelforschung für neue und bessere Medikamente. Dies entspricht etwa 42 Millionen Euro pro Arbeitstag.