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Das AMNOG macht, was es soll!

Das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) gilt seit über zehn Jahren und leistet, was die Politik von ihm erwartet hat: Es sorgt für Milliardeneinsparungen und gewährleistet Versorgungssicherheit. Deshalb gibt es keinen sachlichen Grund, die Erstattungsbedingungen für Medikamente in Deutschland ausgerechnet jetzt zu verschlechtern.

Der durchschnittliche AMNOG-Rabatt auf ein neu zugelassenes Medikament liegt bei knapp über 20%. Diese verhandelten Rabatte greifen bis zum Patentablauf Arzneimittel jedes Jahr wieder und zwar oft mit wachsendem Marktvolumen. Da zugleich über die Jahre immer mehr Arzneimittel vom AMNOG-Verfahren erfasst werden, ergibt sich so ein exponentielles Rabattwachstum, das für wachsende Milliardeneinsparungen sorgt:

Die durch das AMNOG realisierten Einsparungen erhöhen sich immer weiter. Für 2022 werden Entlastungen in Höhe von 8,4 Mrd. Euro für die Krankenkasse erwartet.

Und diese AMNOG-Einsparungen zeigen auch einen ganz klaren Effekt bei den Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung. Denn der Anteil der Arzneimittelausgaben an den Gesamtausgaben der Krankenkassen ist seit vielen Jahren auffallend stabil:

Auch die geringe Zahl von dauerhaften Marktrücknahmen wegen Meinungsverschiedenheiten in den Rabattverhandlungen (24 Arzneimittel in zehn Jahren) zeigt, dass sich das AMNOG eingespielt hat und im Großen und Ganzen Versorgungssicherheit gewährleistet. Dennoch gibt es natürlich immer wieder inhaltliche Differenzen bei der Nutzenbewertung, die ein zentraler Bestandteil des AMNOG-Verfahrens ist. Das betrifft beispielsweise Arzneimittel zur Behandlung bei Diabetes: So wurde im Jahr 2016 ein Kombinationspräparat für Typ 2-Diabetiker vom Markt genommen. In letzter Zeit gab es jedoch kaum noch Marktrücknahmen. Das ist ebenfalls ein Zeichen dafür, dass das AMNOG gut funktioniert und eine qualitativ hochwertige Arzneimittelversorgung in Deutschland sichert.