Resistente Keime finden hierzulande vor allem als Bedrohung für Intensivpatienten in deutschen Krankenhäusern Beachtung. Die Resistenzproblematik betrifft aber auch die Bevölkerung ärmerer Länder und gilt auch für Krankheiten wie Malaria, die in Deutschland gar nicht vorkommen.

Gemeinsam mit Hilfsorganisationen und weiteren mit Infektionskrankheiten in Schwellen- und Entwicklungsländern befassten Einrichtungen hat der vfa das Positionspapier „Resistenzen – Ein drängendes Problem nicht nur für Industrieländer“ unterzeichnet.

Der vfa stellt sich damit hinter den Appell an die Teilnehmer des G7-Gipfels am 07./08. Juni 2015 in Deutschland, das Thema Resistenzen nicht auf eine Betrachtung der Problematik für die Industrienationen zu verengen, sondern auf Maßnahmen hinzuwirken, die auch den anderen Ländern der Erde zugutekommen. Das Papier nennt hierfür fünf relevante Aktionsfelder, darunter den Ausbau von Epidemie-Frühwarnsystemen, die Förderung des rationalen und adäquaten Einsatzes von Antibiotika und anderen Antiinfektiva und eine Unterstützung des Globalen Fonds, um möglichst universellen Zugang zu den genannten Maßnahmen auch für ressourcenschwache Regionen und Bevölkerungsgruppen zu sichern.

Das Papier kann hier heruntergeladen werden.