Die Pharma-Unternehmen im Transparenzkodex veröffentlichen seit 2016 jährlich im Juni, wie viel Geld sie im Vorjahr an Ärzte, Fachkreisangehörige sowie medizinische Organisationen und Einrichtungen gezahlt haben. Dabei wird nach Forschung, Fortbildung und Veranstaltungsunterstützung unterschieden. So wird auch im Sommer 2017 wieder veröffentlicht.

Dies geschieht auf den Websites der Unternehmen: https://www.pharma-transparenz.de/fachkreisangehoerige/veroeffentlichungen/ Auf dieser Grundlage veröffentlichen FSA (Freiwillige Selbstkontrolle Arzneimittel) und vfa (Verband forschenden Pharma-Unternehmen) Gesamtzahlen. Für 2016 ergibt sich aus den 2017 veröffentlichten Zahlen folgendes Bild:

(© FSA, vfa)



Verstehen, wie Zusammenarbeit funktioniert

Transparenz hilft der Öffentlichkeit zu verstehen, wie sich die Zusammenarbeit von Unternehmen und Medizinern gestaltet und welchem Zweck sie dient: Ärzte haben eine wichtige Funktion bei der Entwicklung neuer Arzneimittel: Sie führen in Schwerpunktpraxen und in Kliniken Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit von Medikamenten durch. Diese Forschung ist mit erheblichem Aufwand – für Personal oder Infrastruktur - verbunden. Dafür erhalten Ärzte und Kliniken Geld der forschenden Pharma-Unternehmen. Auch der wissenschaftliche Austausch im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen von Ärzten wird durch die Industrie unterstützt.



Wie funktioniert der Transparenzkodex?

  • Bindend für Mitgliedsunternehmen von vfa und FSA.
  • Veröffentlicht werden Leistungen an Ärzte, Fachkreisangehörige, Fachgesellschaften und Kliniken
  • für Forschung, Fortbildung und Veranstaltungsunterstützung.
  • Individuell wird nur veröffentlicht, wenn der Arzt/die Ärztin ausdrücklich zustimmt.
  • Forschungsleistungen der Industrie werden nicht arztindividuell veröffentlicht, weil es sich meist um Teamleistungen handelt.