Der Europäische Gerichtshof hat in verschiedenen Urteilen den Anspruch bejaht, die Kosten für bestimmte medizinische Leistungen erstattet zu bekommen, die in einem anderen Mitgliedstaat der EU ohne vorherige Genehmigung der zuständigen nationalen Krankenkassen in Anspruch genommen wurden. Folglich steht es dem Versicherten grundsätzlich frei, sich medizinische Produkte und ärztliche Behandlungen in jedem Mitgliedstaat der EU zu beschaffen und sich die Kosten hierfür von seinem nationalen Krankenversicherungsträger erstatten zu lassen. Das ist im Zuge des GKV-Modernisierungsgesetzes (GMG), das zum 1.1.2004 in Kraft trat, auch in das Sozialgesetzbuch (SGB) V aufgenommen worden (§ 13 Abs. 4 SGB V).