Die Zusammenstellung von unwirtschaftlichen Wirkstoffen wird als Negativliste bezeichnet. Als unwirtschaftlich gelten Arzneimittel, die für das Therapieziel oder zur Minderung von Risiken nicht erforderliche Bestandteile enthalten oder deren Wirkungen wegen der Vielzahl der enthaltenen Wirkstoffe nicht mit ausreichender Sicherheit beurteilt werden können oder deren therapeutischer Nutzen nicht nachgewiesen ist. Dies ist im § 34 Abs. 3 Sozialgesetzbuch (SGB) V so festgelegt. Die Zusammenstellung kann im Internet unter http://www.g-ba.de/ gelesen und heruntergeladen werden.

Daneben bestimmt der § 34 Abs. 1 SGB V, dass sowohl nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel als auch Arzneimittel gegen geringfügige Gesundheitsstörungen nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden. Letztere sind beispielsweise Arzneimittel bei Erkältungskrankheiten, Abführmittel, bestimmte Mund- und Rachentherapeutika oder auch Medikamente gegen die Reisekrankheit. Diese werden für Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, nicht erstattet. Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel werden - von Ausnahmen abgesehen - nur für versicherte Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr und für versicherte Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erstattet.

Da die auf der Negativliste aufgeführten Wirkstoffe weder gefährlich noch unsicher sind, macht es keinen Sinn, diesen die Zulassung zu entziehen. Jedoch muss der Versicherte für diese Arzneimittel die Kosten selbst tragen. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen und die Krankenkassen nicht erstatten.