Die weltweit einzige Tumorbank von Patienten für Patienten

Projektziel
Unterstützung dieses weltweit einzigartigen Krebsforschungs-Projektes, welches einerseits den Brustkrebspatientinnen ermöglicht, ihr Tumorgewebe einzulagern, und andererseits konkrete patientenorientierte Forschungsvorhaben unterstützt. Ein Ziel der Stiftung PATH ist es, die Krebsforschung für zukunftsweisende Verfahren zu fördern. Dafür stellt PATH das gestiftete Tumorgewebe interessierten Forschergruppen und Instituten für patientenorientierte Projekte zur Verfügung. Die Wissenschaftler stellen bei der Stiftung PATH einen Antrag und stellen ihr Forschungsvorhaben dar. Zur fachlichen Beurteilung der Forschungsvorhaben berät sich der Vorstand mit dem Kuratorium und dem Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung PATH. In diesen beiden Gremien von PATH sind Mediziner, Biologen, Pathologen, Juristen und selbstverständlich auch Patientinnen vertreten. Die Entscheidung darüber, welche Projekte im Sinne der Stiftung förderungswürdig sind, trifft der aus Patientinnen zusammengesetzte Vorstand.

PATH ist eine Stiftung von Brustkrebspatientinnen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Heilungschancen von Brustkrebs zu erhöhen. PATH will mit der Sammlung von Brustkrebsgewebe einen Beitrag zur Krebsforschung leisten und hat deshalb an sieben Standorten in Deutschland Gewebebanken eingerichtet. An zertifizierten Brustzentren in sieben Städten können Brustkrebspatientinnen kostenlos ihr Tumorgewebe einlagern. PATH ist eine eigenständige Stiftung bürgerlichen Rechts, PATH ist gemeinnützig und arbeitet unabhängig von wirtschaftlichen Interessen. Die Stiftung PATH will mit ihrer Gewebebank molekularbiologische Forschungsvorhaben in der Krebsdiagnostik und -therapie und damit die Basis für innovative, neue medikamentöse Ansätze fördern.

Projektteilnehmer
Standorte der Gewebebanken: Zertifizierte Brustzentren in Bonn, Dortmund, Bochum/Herne, Kassel, Marburg, Offenbach, Regensburg
Sponsoren: Industriepartner und private Spender

Laufzeit
PATH wurde 2002 gegründet

Finanzieller Umfang:
30.000 Euro pro Jahr

Projektablauf
Das bei der Operation entnommene Tumorgewebe wird zunächst für die Routinediagnostik verwandt. Vom übrig gebliebenen Gewebe wird zunächst eine Probe, d. h. ein hauchdünnes sog. Aliquot geschnitten, eingefroren und für die Patientin aufbewahrt. Der restliche Tumor wird in weitere Aliquots geschnitten, die die Patientin der Stiftung PATH für Forschungszwecke spendet. Die Proben werden an allen Kooperationsklinken nach einheitlichen strengen Qualitätsstandards verarbeitet und bei Temperaturen von minus 180 °C eingefroren. Bei diesen tiefen Temperaturen kann das Gewebe für viele Jahre ohne Qualitätsverlust gelagert werden. Da nur standardisiert und schnell verarbeitetes Gewebe (max. 45min nach der Entnahme muss es eingefroren sein) diesen strengen Kriterien entspricht, können nur Proben von Patientinnen eingelagert werden, die an den Kooperationskliniken der Stiftung PATH operiert werden. Zusätzlich zu den Gewebeproben wird auch Blut (Serum) eingefroren, um weitere Möglichkeiten späterer Diagnostik offenzuhalten.

Das für PATH verwendete Tumorgewebe und Serum wird während der im Therapieplan vorgesehenen Operation gewonnen. Es werden keine zusätzlichen Proben entnommen; es entsteht also keine zusätzliche Belastung, es wird kein zusätzlicher Eingriff durchgeführt. Das Gewebe wird kostenlos eingelagert, denn PATH ist eine Patientenorganisation.

Projektergebnis
Über die Jahre konnten bereits an sieben deutschen Standorten in den jeweiligen Brustzentren Gewebebanken eingerichtet werden.

Das Tumorgewebe kann über viele Jahre bei tiefen Temperaturen gelagert werden, ohne dass es sich in seinen Eigenschaften verändert. Somit kann jederzeit darauf zurückgegriffen werden, um neuartige Diagnostik- und Therapieverfahren in vitro zu testen - ein wichtiger Schritt in Richtung einer individualisierten und optimal wirksamen Tumortherapie.

Für die teilnehmenden Frauen besteht keinDatenschutz-Risiko, denn die erfassten Patientendaten werden pseudonymisiert und treuhänderisch vom PATH-Vorstand verwaltet. Die Daten zu den Proben, die für Forschungszwecke an Dritte weitergegeben werden, werden pseudonymisiert übermittelt. Das Konzept ist juristisch geprüft und erfüllt alle Sicherheitskriterien, die für den Umgang mit Patientendaten vorgeschrieben sind.

PATH ist ein wichtiges Forschungsprojekt zur Unterstützung der Interessen von Brustkrebspatientinnen. Seit 2008 wurden 7 Forschungsvorhaben mit Gewebeproben und Daten unterstützt. Informationen hierzu können online eingesehen werden: http://stiftungpath.org/forschung/projekte


Ansprechpartner bei Roche:




Eine Projektbeschreibung sowie die Patientenseite des Unternehmens finden Sie hier.