Antikörper als Motor medizinischer Innovationen

Pharmaforscher vor Struktur eines Antikörpers
Monoklonale Antikörper sind ein wichtiges Gebiet für die Entwicklung innovativer Therapien von Krankheiten. In vielen Indikationen bieten monoklonale Antikörper erstmalige oder bessere Behandlungsoptionen für Patienten mit Krebs- oder Autoimmunerkrankungen; und auch für einige seltene Krankheiten sind monoklonale Antikörper bereits entwickelt worden oder befinden sich in verschiedenen Stadien der klinischen Forschung. mehr

Das internationale Krebsgenomprojekt


©  Roche
Das Bundesforschungs- ministerium und die Deutsche Krebshilfe werden gemeinsam die Beteiligung deutscher Forscher beim International Cancer Genome Consortium unterstützen. Das ICGC hat sich das Ziel gesetzt, im Rahmen eines internationalen Krebsforschungsprojekts mindestens 50 Tumoren genetisch zu charakterisieren und die daraus resultierenden Ergebnisse mit den entsprechenden klinischen Befunden zu korrelieren. mehr

Vorteile für Patienten durch individualisierte Medizin


©  Bayer HealthCare
Die forschenden Pharma- und Biotech-Unternehmen sind auf dem Gebiet der individualisierten Medizin sehr aktiv, um die Grundlage dafür zu schaffen, dass Arzneimittel immer häufiger individualisiert, also auf den Patienten bzw. bestimmte Patientengruppen abgestimmt werden können. mehr

Studien mit Kinderimpfstoffen: "Die Sicherheit der Kinder steht an erster Stelle"


© Wyeth Pharma
Impfstoffe leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Kinder immer weniger durch Infektionskrankheiten gefährdet werden. Jeder neue Impfstoff muss sich jedoch vor seiner Zulassung erst in Studien bewähren. Impfstoffstudien mit Kindern unterliegen ganz besonderen Anforderungen, wie Dr. Peter-Andreas Löschmann, Medizinischer Direktor der Wyeth Pharma GmbH in Münster, im Interview erläutert. mehr

HIV/AIDS im Fadenkreuz der Gentherapie


(©  VFA/Reimann)
Patienten mit einer HIV-Infektion wurden in einer aktuellen Studie dahingehend untersucht, ob sich mit einer Gentherapie die Anzahl der HI-Viren reduzieren und das Immunsystem stabilisieren lässt. Im Ergebnis konnte eine Abnahme der Viruslast nach Ablauf von rund neun Monaten festgestellt werden; die Anzahl der für die Immunabwehr wichtigen T-Helferzeller war im Verlauf der gesamten Studie erhöht. Spezifische Nebenwirkungen der Gentherapie wurden nicht beobachtet. mehr

Therapeutische Impfstoffe: Krebszellen im Visier des eigenen Immunsystems

Impfstoff-Injektion
©  Chiron Vaccines
Bislang werden Impfstoffe fast ausschließlich eingesetzt, um Infektionskrankheiten vorzubeugen. Therapeutische Impfstoffe sollen dagegen nicht der Prävention, sondern der Therapie von Krankheiten, insbesondere von Krebserkrankungen dienen. Pharmaforscher testen solche therapeutischen Impfstoffe aber auch gegen chronische Viruserkrankungen wie beispielsweise die Leberinfektion Hepatitis C, zur Therapie von Patienten mit Alzheimer oder Bluthochdruck sowie zur Raucherentwöhnung. mehr

Wie Biopharmazeutika Kindern und Jugendlichen nutzen

Biopharmazeutika-Hersteller kümmern sich auch um Arzneimittel für Kinder<br><br>© Sanofi-Aventis
© Sanofi-Aventis
Wie Biopharmazeutika Kindern und Jugendlichen nutzen
Anders als viele chemisch-synthetisch hergestellte Arzneimittel wurden Biopharmazeutika - also gentechnisch hergestellte Medikamente - häufig von Anfang an auch für Kinder und Jugendliche mit entwickelt. Das war schon bei den ersten Biopharmazeutika- Humaninsulin und Wachstumshormon so. Heute sind fast zwei Drittel der zugelassenen Biopharmazeutika (65%) auch für Minderjährige zugelassen - sie haben die verschiedensten Anwendungsgebiete. Insgesamt müssen aber immer noch Lücken in der "Kinderapotheke" geschlossen werden. Die europäische Verordnung für Kinderarzneimittel wird hier zur treibenden Kraft für Neuentwicklungen. mehr

Von schlafenden und aufgeweckten Herpes-Viren

Herpes Labialis
© medicalpicture
Wissenschaftler haben unlängst den Mechanismus charakterisiert, der Herpes-Viren in ihrem Ruhe- oder Schlafzustand hält. In diesem sind sie zwar weiterhin im Körper vorhanden, führen aber nicht zu einer akuten Infektion. Die Forscher hoffen nun, künftig alle in einem Menschen „schlafenden“ Herpes-Viren aufwecken, abtöten und damit weitere Infektionen verhindern zu können. mehr

Wie die molekulare Uhr tickt

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(© VFA / S. Sydow)
Die meisten Zellen des menschlichen Körpers können sich nicht beliebig oft teilen. Dies trägt unwiderruflich zu den Alterungsprozessen bei. Wie allerdings funktioniert dieser molekulare Schalter, der den meisten Körperzellen signalisiert, dass sie sich nur 30 bis 40 mal – andere Quellen sprechen von 40 bis 60 mal – teilen können, bevor sie in den zellulären Ruhestand gehen und ihre Teilungsaktivität einstellen? mehr

Neue Möglichkeiten der Empfängnisverhütung durch Molekularbiologie

Spermien bei einer Eizelle
US-amerikanische Forscher haben unlängst erste Ergebnisse vorgestellt, die die Basis für neue nicht-hormonelle Empfängnisverhütungsansätze bilden könnten. Ein solcher nicht-hormoneller Ansatz käme möglicherweise für Frauen in Frage, die eine Alternative zur weitverbreiteten und bewährten hormonbasierten Antibabypille suchen und mit den bisherigen nicht-hormonellen Alternativen nicht zurechtkommen oder nicht zufrieden sind. Die neuen Erkenntnisse bewirken die Zurückhaltung eines bestimmten Enzyms, das normalerweise die Anbindung von Spermien an die Eizelle zulässt. mehr

Personalisierte Medizin auf dem Weg zum Patienten


Pharmakogenetik: Blutprobe eines Krebspatienten wird auf einen DNS-Chip aufgetragen (© Bayer)
Unter der personalisierten Medizin versteht man die gezielte Behandlung von Patienten nach vorheriger Erhebung von deren genetischem Profil, da dieses sowohl Ausmaß und Dauer der Medikamentenwirkung als auch der Nebenwirkungen maßgeblich beeinflussen kann. Mit der personalisierten Medizin wird also die Arzneimitteltherapie mehr und mehr auf einzelne Patientengruppen in Abhängigkeit von deren genetischem Profil abgestimmt. mehr

Molekulare Virologie: Neue Ansätze für die Krebstherapie


Viren in stilisierter Darstellung
(&copy Roche)
Mit Hilfe der Gentechnik können Viren so verändert werden, dass sie sich fast ausschließlich in Tumorzellen vermehren, ohne gesunde Zellen zu befallen. Man spricht auch von so genannten onkolytischen Viren, da diese anschließend zu einer Auflösung der Tumorzellen führen (Onkolyse). Denn Viren können sich nicht selbst fortpflanzen, sondern sind auf die von ihnen befallenen Zellen angewiesen, die sie zur Herstellung der für ihre Vermehrung erforderlichen Komponenten veranlassen. Wenn die neu gebildeten Viren die Zelle verlassen, zerstören sie deren Zellwand und die Wirtszelle - in diesem Falle also die Tumorzelle - geht dabei zugrunde. mehr

Neue Methoden der Biotechnologie bei der Herstellung von Grippeimpfstoffen


Die Zellkulturen werden hinsichtlich Wachstum und Vitalität überprüft (© Novartis Behring)
In jüngster Zeit sind einige wegweisende Neuerungen auf dem Gebiet der Grippeimpfstoffe zu verzeichnen, die ohne die modernen Methoden der Biotechnologie nicht möglich gewesen wären: Die Impfstoffherstellung ist erstmals in Zellkulturen anstelle von Hühnereiern möglich; Impfstoffe für den Fall einer weltweiten Epidemie mit Erregern der so genannten Vogelgrippe sind zugelassen worden; neuartige Adjuvantien (Wirkverstärker) sorgen dafür, dass die Wirkstoffdosis erheblich gesenkt werden kann. Dies alles sind essenzielle Voraussetzungen, die es im Falle einer Pandemie ermöglichen, innerhalb kurzer Zeit ausreichend Impfstoffdosen für die Bevölkerung zur Verfügung stellen zu können. mehr

Die Jagd nach krankheitsrelevanten Genen


Blutproben für genetische Untersuchungen (© Takeda)
Nach der Entzifferung des menschlichen Erbguts geht es den Forschern nun darum, diejenigen Genabschnitte zu finden, die bei bestimmten Krankheiten eine Rolle spielen. Daher vergleichen die Forscher die Gensequenzen einer großen Zahl von gesunden mit denen kranker Menschen im Rahmen von so genannten genomweiten Assoziationsstudien (GWA-Studien). mehr

Fortschritte bei der individualisierten Therapie dank neuer Biomarker und Gendiagnostik


Träger des Paul-Martini-Preises 2007: die Professoren Schüle und Strassburg
Für ihre Forschungsarbeiten, durch die künftig HIV-Infizierte und Darm- oder Prostatakrebs-Patienten gezielter behandelt und dabei schwere Nebenwirkungen vermieden werden können, wurden am 16. April 2007 Prof. Dr. Christian Strassburg, Medizinische Hochschule Hannover, und Prof. Dr. Roland Schüle, Universität Freiburg, mit dem Paul-Martini-Preis ausgezeichnet. mehr

Neue Impfstoffe durch Gentechnik


Impfstoffforschung: Mehr Optionen durch Biotechnologie (Foto: © dpa)
Eine jener Methoden, die die Impfstoffforschung seit einigen Jahren beflügeln, ist die Gentechnik. Der Hepatitis-B-Impfstoff gilt als einer der ersten großen Erfolge auf diesem Gebiet; er ist schon seit 1986 verfügbar. Rund 350 Millionen Menschen sind mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) infiziert, etwa ein bis zwei Millionen Menschen sterben jährlich daran, vor allem durch Leberkrebs als Folge der Infektion. Um den Impfstoff herzustellen, isolierten Arzneimittelforscher aus dem Virus zunächst die Erbanlage für eines seiner Oberflächeneiweiße und schleusten sie in Zellen der Bäckerhefe. Diese Hefezellen und alle ihre Nachfahren produzieren unter streng kontrollierten Bedingungen seither das Eiweiß, das dann zum Impfstoff verarbeitet wird. Da die Produktion ohne Hepatitis-B-Viren auskommt, ist der Impfstoff ohne jedes Ansteckungsrisiko für das Personal des Herstellers und für die Geimpften. Auch die beiden Impfstoffe gegen Gebärmutterhalskrebs werden gentechnisch hergestellt. sie immunisieren gegen bestimmte humane Papillom-Viren (HPV). Die Erreger, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, können Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) hervorrufen, an dem weltweit rund 450.000 Frauen pro Jahr neu erkranken, davon 6.800 in Deutschland. Wenn sich die meisten Mädchen ganzer Jahrgänge impfen lassen, dürfte Gebärmutterhalskrebs in einigen Jahren kaum noch auftreten. mehr

Perspektiven für Typ-1-Diabetiker


Diabetikerin spritzt sich eine Insulin-Dosis in den Oberschenkel (Foto: © Lilly)
Moderne Insuline und Therapiekonzepte haben das Leben von Typ-1-Diabetikern weitgehend normalisiert. Für diese meist schon im Jugendalter erkrankten Patienten gelten die früheren strengen Diätregeln nicht mehr, und die gefürchteten Spätkomplikationen wie Augen-, Nerven-, Gefäß- und Nierenschäden stellen sich viel seltener ein als früher. Trotzdem sind auch nach mehr als 80 Jahren erfolgreicher Insulinbehandlung Therapieverbesserungen dringend geboten, ist es doch bis heute nicht möglich, alle Symptome sicher zu unterdrücken oder die Krankheit sogar zu Heilen oder ihr vorzubeugen. Viele forschende Arzneimittelhersteller haben ihre Forschungsprogramme darauf ausgerichtet. mehr

Heilungschancen für Hepatitis C steigen weiter


Hepatitis-C-Virus
(Grafik: © medicalpicture)
Die chronische Hepatitis C, eine der Hauptursachen für Leberkrebs, wird durch verbesserte Arzneimittel für immer mehr Infizierte zu einer heilbaren Erkrankung. Dies belegen zwei klinische Studien.

Schätzungsweise 500.000 bis 700.000 Deutsche sind mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert und haben eine chronische Leberentzündung. Nur knapp ein Drittel der Erkrankten weiß von der Infektion. Und nicht einmal jeder Zehnte wird medizinisch behandelt, denn zumeist verläuft die chronische Hepatitis C weitgehend beschwerdefrei. Aber im Laufe von Jahrzehnten entwickelt sich bei 20 bis 30 Prozent der Infizierten eine Leberzirrhose, die zu einer Beeinträchtigung der Leberleistung und bei 5 bis 15 Prozent schließlich sogar zu Leberkrebs führt. mehr

Aktuell

Biotechnologie:
Hoffnungsträger in der Onkologie und anderen Indikationsbereichen


Gentechnik
Produktion von Biopharmazeutika: Deutschland ist weiterhin Europameister


Biopharmazeutika
In vielen Indikationen bieten monoklonale Antikörper erstmalige oder bessere Behandlungsoptionen für Patienten mit Krebs- oder Autoimmunerkrankungen.


Klinische Forschung:
Wirksamkeit und Verträglichkeit eines Arzneimittels soll sich voraussagen lassen


Publikationen

Gentechnische Arzneimittel Hightech im Dienst der Patienten
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