Medizinische Biotechnologie in Deutschland 2008 – Wirtschaftsdaten und Innovationskraft

Die Studie belegt eindrucksvoll, dass die Bedeutung von Biopharmazeutika 2007 in Deutschland weiter zugenommen hat. Dazu haben 97 kleine und mittelständische Biotech-Unternehmen, mittelständische und große Arzneimittelhersteller sowie deutsche Tochtergesellschaften bedeutender internationaler Biotech-Firmen beigetragen, die Produkte auf dem Markt haben und/oder eine eigene, innovative Produktpipeline besitzen.
• Der Umsatz von Biopharmazeutika in Deutschland konnte 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 28 % auf € 4 Mrd. gesteigert werden und umfasst jetzt 15 % des Gesamtpharmamarktes.
• Ein Viertel aller im Jahr 2007 für Deutschland zugelassenen Medikamente mit neuen Wirkstoffen sind Biopharmazeutika.
• Derzeit befinden sich über 350 Biopharmazeutika in der klinischen Prüfung; monoklonale Antikörper bilden dabei mit fast 130 Projekten den Schwerpunkt. Gegenüber 2006 ist die Entwicklungspipeline um 10 % gewachsen; bei Biopharmazeutika in Phase III ist sogar ein Anstieg um 46 % zu verzeichnen.
• Die Zahl der Arbeitsplätze in Unternehmen der medizinischen Biotechnologie in Deutschland hat sich im Jahr 2007 um mehr als 4.000 (+14 %) erhöht.
Biopharmazeutika haben bereits große Erfolge bei der Behandlung schwerer Krankheiten erzielt und sind schon jetzt zur Prävention und Therapie einer Reihe von Krankheiten unverzichtbar.
In vielen Bereichen herrscht jedoch immer noch ein hoher "unmet medical need", also ein Bedarf an innovativen Therapien. Hier können zukünftige Biopharmazeutika den betroffenen Patienten neue therapeutische Optionen bieten. Als Beispiele werden in dieser Studie folgende Entwicklungsprojekte vorgestellt, die in den nächsten fünf Jahren eine Marktzulassung erhalten könnten:
• Behandlung von Alzheimer
• Behandlung von Osteoporose
• Knochenregeneration für die dentale Implantologie
• Therapie von Psoriasis und Rheumatoider Arthritis
• Behandlung der seltenen Krankheiten Muckle-Wells-Syndrom, idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP) und chronische lymphatische Leukämie (CLL)
• Entwöhnungstherapie des Rauchens
Bei der Entwicklung und dem Einsatz innovativer Biopharmazeutika gibt es jedoch immer noch Optimierungsbedarf. Um eine bessere Versorgung der Patienten zu gewährleisten, ist eine Anpassung der Rahmenbedingungen erforderlich mit dem Ziel, die Entwicklung von Biopharmazeutika zu beschleunigen und den Patienten den Zugang zu vorhandenen Biopharmazeutika zu erleichtern bzw. zu gewährleisten. Hierzu können Politik, ärztliche Fachgesellschaften, Industrie und Krankenkassen wichtige Beiträge leisten.
Download der Studie unter:
http://www.vfa.de/bcg-report-2008.pdf
Als Broschüre bestellen unter:
http://www.vfa.de/vfa-bio-de/vb-presse/publikationen-vb/
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