Wirkstoffe, die in ihrer molekularen Struktur eingeführten Wirkstoffen ähneln,
erringen vielfach therapeutische Vorteile. Nicht umsonst stehen zahlreiche
dieser Präparate auf der „essential drug list“ der Weltgesundheitsorganisation
WHO, während der Erstwirkstoff dort nicht vermerkt ist. Darüber hinaus fördern
Molekülvariationen den Preiswettbewerb zwischen patentierten Wirkstoffen.
Neueste Daten des Arzneiverordnungs-Reports 2010 (S. 185) zeigen, dass
Arzneimittel mit einem neuartigen Wirkstoff oder Wirkprinzip im Durchschnitt
7,16 Euro je Tagesdosis kosten, während Wirkstoffe, die mit einer Verbesserung
bereits bekannter Wirkprinzipien verbunden sind, im Durchschnitt 31 Prozent
weniger kosten. Sie bieten also einen höheren Nutzen zu einem niedrigeren
Preis. Noch preisgünstiger sind Analogpräparate mit geringen Unterschieden
zu eingeführten Wirkstoffen. Sie kosten nur rund ein Fünftel der Arzneimittel
mit einem neuartigen Wirkstoff oder Wirkprinzip.
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