Design-Elememt

Die Arzneimittelindustrie im Gesundheitswesen

„Die Lebenserwartung in Deutschland steigt jedes Jahr um 2 bis 3 Monate – innovative Medikamente haben daran einen bedeutenden Anteil.“

Entwicklung der Lebenserwartung in Deutschland

Nicht zuletzt dank neuer Medikamente hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland in den letzten 20 Jahren bei Frauen um vier, bei Männern um fünf Jahre erhöht. So haben beispielsweise mehrere gezielt gegen Tumore gerichtete Medikamente geholfen, dass für viele Patienten die mittlere Lebenszeit nach der Diagnose Krebs z.T. deutlich länger geworden ist und in vielen Fällen ein Rückfall verhindert werden kann. Das gilt etwa bei Brust-, Darm- und Nierenkrebs, einigen Leukämien und Lymphomen. Auch der Schutz vor Krankheiten wurde verbessert, etwa durch neue Impfstoffe gegen Rotaviren, Pneumo- und Meningokokken. Ärzte können auch Patienten mit Diabetes immer besser vor lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen bewahren. Medikamenten ist es auch zu verdanken, dass immer mehr seltene Krankheiten besser – oder überhaupt erstmals – behandelt werden können.



Flash (zur Einbindung in andere Websites):
  • Entwicklung Lebenserwartung


Steigender therapeutischer Nutzen der Arzneimittelinnovationen

Von den 145 in den letzten fünf Jahren erstmalig in Deutschland zugelassenen Wirkstoffen sind – auch von kritischen Fachleuten – 104, also 72 Prozent, als Innovation oder Verbesserung mit therapeutischer Relevanz beurteilt worden. Der Anteil der neuen Wirkstoffe, die in diesem Sinne als innovativ gelten können, ist in den letzten 20 Jahren stetig angestiegen.



Flash (zur Einbindung in andere Websites):
  • Anteil der als Innovation oder bedeutende therapeutische Verbesserung eingestuften Wirkstoffe


Wirkstoffverbesserungen sparen Kosten

Wirkstoffe, die in ihrer molekularen Struktur eingeführten Wirkstoffen ähneln, erringen vielfach therapeutische Vorteile. Nicht umsonst stehen zahlreiche dieser Präparate auf der „essential drug list“ der Weltgesundheitsorganisation WHO, während der Erstwirkstoff dort nicht vermerkt ist. Darüber hinaus fördern Molekülvariationen den Preiswettbewerb zwischen patentierten Wirkstoffen. Neueste Daten des Arzneiverordnungs-Reports 2010 (S. 185) zeigen, dass Arzneimittel mit einem neuartigen Wirkstoff oder Wirkprinzip im Durchschnitt 7,16 Euro je Tagesdosis kosten, während Wirkstoffe, die mit einer Verbesserung bereits bekannter Wirkprinzipien verbunden sind, im Durchschnitt 31 Prozent weniger kosten. Sie bieten also einen höheren Nutzen zu einem niedrigeren Preis. Noch preisgünstiger sind Analogpräparate mit geringen Unterschieden zu eingeführten Wirkstoffen. Sie kosten nur rund ein Fünftel der Arzneimittel mit einem neuartigen Wirkstoff oder Wirkprinzip.



Flash (zur Einbindung in andere Websites):
  • Kosten je Tagesdosis patentgeschützter Produkte im GKV-Markt


Gesundheitsausgaben und Sozialprodukt

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren in der volkswirtschaftlichen Bilanz. 2009 wurde für Gesundheit ein deutlich höherer Anteil des Bruttoinlandsprodukts aufgewendet. Der Grund liegt nicht etwa in einer Explosion der Kosten, sondern in der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, das 2009 um rund 5 Prozent gesunken ist. Dagegen sind die Gesundheitsausgaben wie in den Jahren zuvor moderat gestiegen. Da diese Ausgaben gleichzeitig die inländische Nachfrage stabilisieren, haben sie maßgeblich dazu beigetragen, die Auswirkungen der Krise auf die nationale Wirtschaft abzufedern. 2010 hat mit der wirtschaftlichen Erholung auch der Anteil der Gesundheitsausgaben wieder abgenommen.



Flash (zur Einbindung in andere Websites):
  • Anteil am Bruttoinlandsprodukt in Prozent


Entwicklung der Ausgaben für Gesundheit

In den letzten Jahren sind die Ausgaben im Arzneimittelsektor nicht stärker gestiegen als die Gesundheitsausgaben insgesamt.



Flash (zur Einbindung in andere Websites):
  • Ausgabensteigerung 2005 bis 2009 in Prozent


Gesundheitsausgaben in Europa, Japan und USA

Im internationalen Vergleich wird in Deutschland – nach den USA, der Schweiz und Frankreich – der viertgrößte Anteil am Bruttoinlandsprodukt für die Gesundheitsversorgung aufgewendet. Im Gegensatz zu den anderen Staaten hat sich in Deutschland der Anteil in den letzten zehn Jahren kaum erhöht.



Flash (zur Einbindung in andere Websites):
  • Gesundheitsausgaben in Europa, Japan und USA in Prozent des Bruttoinlandsproduktes


Ausgaben für Arzneimittel in Europa, Japan und USA

Bei den Ausgaben für Arzneimittel liegt Deutschland mit einem Anteil von 15,1 Prozent an den gesamten Gesundheitsausgaben nach wie vor deutlich unter dem Niveau der meisten europäischen Länder und Japans.



Flash (zur Einbindung in andere Websites):
  • Ausgaben für Arzneimittel in Europa, Japan und USA in %


Finanzierung der GKV

Seit Jahren kämpft die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) mit dem Problem steigender Ausgaben bei schwindenden Einnahmen. Ein wesentlicher Grund für den auffälligen Anstieg der GKV-Beitragssätze liegt in einem schwächeren Wachstum der Arbeitnehmer-Entgelte, die die wichtigste Finanzierungsbasis der GKV bilden. Der Anteil der Arbeitnehmer-Entgelte am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank zwischen 1992 und 2007 von knapp 60 auf unter 49 Prozent. Lediglich 2009 sanken die Unternehmens- und Vermögenseinkommen stärker als die Arbeitnehmer-Entgelte, was zu einem Anstieg des Anteils dieser Entgelte am BIP führte. Der durchschnittliche Beitragssatz in der GKV stieg von 12,7 (1992) auf 15,5 Prozent (ab 1.1.2011).



Flash (zur Einbindung in andere Websites):
  • GKV-Beitragssatz


Ausgaben der GKV 2010

Mit 58,8 Milliarden Euro entfällt ein Drittel der GKV-Ausgaben von insgesamt 180,7 Milliarden Euro auf die Behandlung im Krankenhaus. Die Ausgaben für ärztliche Behandlung (33,0 Milliarden Euro; 18 Prozent) und für Arzneimittel (32,0 Milliarden Euro; 18 Prozent) machen zusammen ein weiteres Drittel aus. Für Verwaltungskosten wurden 9,5 Milliarden Euro (6 Prozent) aufgewendet. Von den Gesamtausgaben der GKV entfallen nur vier Prozent (6,7 Milliarden Euro) auf die Hersteller patentgeschützter Arzneimittel.



Flash (zur Einbindung in andere Websites):
  • Ausgaben der GKV 2010 Veränderung zu 2009 in Prozent


Icon Seite weiterempfehlenSeite weiterempfehlen Icon Seite druckenSeite drucken Icon Seite bookmarkenSeite bookmarken
Service
Forschung und Entwicklung: Nicht an der falschen Stelle sparen

VCI-Quiz "Gewusst wie! Von Ihre Chemie."

Klicken Sie sich durch das interaktive Video-Quiz und gewinnen Sie mit etwas Glück tolle Preise!
mehr

Das Forum für die medizinische Biotechnologie in Deutschland
Banner rechte Spalte vfa bio

Was wir bieten und unsere Schwerpunktthemen
weiter lesen

Bilder der Forschung 2010

Hier finden Sie alle Siegerbilder und die Nominierten.
weiter lesen