Wirkstoffe, die in ihrer molekularen Struktur eingeführten Wirkstoffen ähneln, erringen vielfach therapeutische Vorteile, beispielsweise durch verbesserte Pharmakokinetik oder verminderte
Nebenwirkungen. Nicht umsonst stehen zahlreiche dieser Präparate auf der „essential drug list“ der Weltgesundheitsorganisation WHO, während der Erstwirkstoff dort nicht vermerkt
ist. Darüber hinaus fördern Molekülvariationen den Preiswettbewerb zwischen den patentierten Wirkstoffen einer Wirkstofffamilie. Neueste Daten des Arzneiverordnungs-Reports 2009 (S. 170) zeigen, dass Arzneimittel mit einem neuartigen Wirkstoff oder Wirkprinzip im Durchschnitt 7,25 Euro je Tagesdosis kosten, während Wirkstoffe, die mit einer Verbesserung pharmakologischer Qualitäten bereits bekannter Wirkprinzipien verbunden sind, im Durchschnitt 42 Prozent weniger kosten. Sie bieten also einen höheren Nutzen zu einem niedrigeren Preis.