Die Umsatzsteigerung im GKV-Markt in Höhe von 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2009 wurde durch gegenläufige Komponenten bestimmt, die teils umsatzsteigernd, teils -senkend wirkten. Verbrauch (Zunahme der verordneten Tagesdosen) und innovative Arzneimittel haben einen Mehrbedarf von rund 1,1 bzw. 0,4 Milliarden Euro verursacht. Dagegen haben „technische“ Einsparungen, z.B. Wahl preisgünstigerer Arzneimittel, u.a. mit Wirkstoffen, die 2009 ihren Patentschutz verloren haben, oder größere Packungen, zu Einsparungen von insgesamt 0,4 Milliarden Euro geführt. Gestiegene Preise erhöhten die Umsätze um 0,2 Milliarden Euro. Der vorherrschende Faktor in der Dynamik des Arzneimittelmarktes ist wie in den vergangenen vier Jahren der medizinische und therapeutische Bedarf.